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	Kommentare zu: Bildung und Moral: &#8222;Haben die denn kein Gewissen?&#8220;	</title>
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	<description>So leben und so lernen wir</description>
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		<title>
		Von: Heidemarie Brosche und Eylem Emir		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-1077</link>

		<dc:creator><![CDATA[Heidemarie Brosche und Eylem Emir]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 10:41:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=76272#comment-1077</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-1075&quot;&gt;Kairat, Klaus&lt;/a&gt;.

Lieber Herr Kairat,

einerseits sehen wir es natürlich als Bestätigung, dass Sie es ziemlich genau SO erleben, wie wir das beschrieben haben. Gerade ich als ehemalige Lehrerin verstehe auch Ihr Selbstreflektieren nur zu gut. Ich habe mir auch sehr oft überlegt, was mein Anteil an nicht erzielten Erfolgen – trotz großer Bemühungen – war.

Wir beide sind nach wie vor überzeugt davon, dass positive Vorbilder und ehrlich gemeinte Anstrengungen ihre Spuren hinterlassen. Das heißt ganz klar: All Ihre Bemühungen und die Ihrer Kolleg*innen sind sicher nicht vergebens.

Warum es kurzfristig so wenig oder keine spürbaren Erfolge gibt, hat wohl mehrere Gründe:
·        Wenn Jugendliche auf positive Vorbilder nur in der Schule treffen und wichtigen Inhalten z. B. vor allem im Rahmen eines Projektes begegnen, gleichzeitig aber zu Hause keine vorbildhaften Verhaltensweisen kennenlernen und keine positiven Erfahrungen machen, darf man nicht zu viel erwarten.

·       Dazu kommt, und das ist nun wirklich bitter, dass sie von Social Media im negativen Sinne miterzogen werden. Auch hier passiert Gewissensbildung, aber eben derzeit – vor allem auf TikTok, das Sie ja selbst erwähnen – oft in die falsche Richtung. Gerade für Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht bewusst ist, WIE wichtig die Vermittlung positiver Werte wäre, ist dies ein großes Problem.

·       Und natürlich sind die Kids vom Alter her eher auf Krawall gebürstet und wenig bereit, auf gute Worte zu hören oder zu zeigen, dass sie ins Nachdenken gekommen sind.

Es ist also, und das muss man ganz klar sagen, äußerst schwierig, einigermaßen kurzfristig Erfolge zu erzielen. Aber jedes Mal, wenn es auch nur ein bisschen gelingt, ist dies ein Riesenerfolg! Und alles, was Sie in guter Absicht tun, hinterlässt - wie schon gesagt - positive Spuren. Auch das ist ja eine Krux, wenn man beruflich mit jungen Leuten arbeitet: Man bekommt selten mit, was sie &quot;mit ins Leben&quot; nehmen. Eines ist aber sicher: Wenn bei solchen Kindern auch noch die schulischen Bemühungen wegfallen würden, wäre das fatal. Auch wenn es sich oft anders anfühlt, leisten Lehrkräfte auch im sozialen Bereich eine sehr wichtige Arbeit, die leider wenig anerkannt wird.

Was man aber auch sagen muss: Zum positiven Vorbild und zum wertschätzenden Umgang muss sich auch eine Klarheit hinsichtlich der Konsequenzen gesellen. Wenn Regeln nicht eingehalten werden, kann man das nicht einfach hinnehmen. Am besten scheint uns - wo auch immer es möglich ist - eine Form der Wiedergutmachung. Wer großzügig seine Umwelt mit ausgespuckten Kaugummis  beglückt, muss großzügig reinigen. Wer Schäden anrichtet, muss beheben. Wichtig ist uns, dass auch bei den Konsequenzen die Wertschätzung nicht verloren geht, was leider sowohl Lehrkräften als auch Eltern oft passiert. Die Kids müssen wissen, dass die Regeln gelten, die sie im Vorfeld - idealerweise - mitentwickelt und abgesegnet haben. Aber sie müssen beim Zuwiderhandeln nicht despektierlich behandelt und mit Worten runtergeputzt werden. Sonst ist die Vorbildwirkung ganz schnell angeknackst.

Wir danken Ihnen für Ihre Rückmeldung, hoffen, dass diese Antwort ein bisschen hilft, und grüßen Sie herzlich  

Heidemarie Brosche und Eylem Emir]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-1075">Kairat, Klaus</a>.</p>
<p>Lieber Herr Kairat,</p>
<p>einerseits sehen wir es natürlich als Bestätigung, dass Sie es ziemlich genau SO erleben, wie wir das beschrieben haben. Gerade ich als ehemalige Lehrerin verstehe auch Ihr Selbstreflektieren nur zu gut. Ich habe mir auch sehr oft überlegt, was mein Anteil an nicht erzielten Erfolgen – trotz großer Bemühungen – war.</p>
<p>Wir beide sind nach wie vor überzeugt davon, dass positive Vorbilder und ehrlich gemeinte Anstrengungen ihre Spuren hinterlassen. Das heißt ganz klar: All Ihre Bemühungen und die Ihrer Kolleg*innen sind sicher nicht vergebens.</p>
<p>Warum es kurzfristig so wenig oder keine spürbaren Erfolge gibt, hat wohl mehrere Gründe:<br />
·        Wenn Jugendliche auf positive Vorbilder nur in der Schule treffen und wichtigen Inhalten z. B. vor allem im Rahmen eines Projektes begegnen, gleichzeitig aber zu Hause keine vorbildhaften Verhaltensweisen kennenlernen und keine positiven Erfahrungen machen, darf man nicht zu viel erwarten.</p>
<p>·       Dazu kommt, und das ist nun wirklich bitter, dass sie von Social Media im negativen Sinne miterzogen werden. Auch hier passiert Gewissensbildung, aber eben derzeit – vor allem auf TikTok, das Sie ja selbst erwähnen – oft in die falsche Richtung. Gerade für Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht bewusst ist, WIE wichtig die Vermittlung positiver Werte wäre, ist dies ein großes Problem.</p>
<p>·       Und natürlich sind die Kids vom Alter her eher auf Krawall gebürstet und wenig bereit, auf gute Worte zu hören oder zu zeigen, dass sie ins Nachdenken gekommen sind.</p>
<p>Es ist also, und das muss man ganz klar sagen, äußerst schwierig, einigermaßen kurzfristig Erfolge zu erzielen. Aber jedes Mal, wenn es auch nur ein bisschen gelingt, ist dies ein Riesenerfolg! Und alles, was Sie in guter Absicht tun, hinterlässt &#8211; wie schon gesagt &#8211; positive Spuren. Auch das ist ja eine Krux, wenn man beruflich mit jungen Leuten arbeitet: Man bekommt selten mit, was sie &#8222;mit ins Leben&#8220; nehmen. Eines ist aber sicher: Wenn bei solchen Kindern auch noch die schulischen Bemühungen wegfallen würden, wäre das fatal. Auch wenn es sich oft anders anfühlt, leisten Lehrkräfte auch im sozialen Bereich eine sehr wichtige Arbeit, die leider wenig anerkannt wird.</p>
<p>Was man aber auch sagen muss: Zum positiven Vorbild und zum wertschätzenden Umgang muss sich auch eine Klarheit hinsichtlich der Konsequenzen gesellen. Wenn Regeln nicht eingehalten werden, kann man das nicht einfach hinnehmen. Am besten scheint uns &#8211; wo auch immer es möglich ist &#8211; eine Form der Wiedergutmachung. Wer großzügig seine Umwelt mit ausgespuckten Kaugummis  beglückt, muss großzügig reinigen. Wer Schäden anrichtet, muss beheben. Wichtig ist uns, dass auch bei den Konsequenzen die Wertschätzung nicht verloren geht, was leider sowohl Lehrkräften als auch Eltern oft passiert. Die Kids müssen wissen, dass die Regeln gelten, die sie im Vorfeld &#8211; idealerweise &#8211; mitentwickelt und abgesegnet haben. Aber sie müssen beim Zuwiderhandeln nicht despektierlich behandelt und mit Worten runtergeputzt werden. Sonst ist die Vorbildwirkung ganz schnell angeknackst.</p>
<p>Wir danken Ihnen für Ihre Rückmeldung, hoffen, dass diese Antwort ein bisschen hilft, und grüßen Sie herzlich  </p>
<p>Heidemarie Brosche und Eylem Emir</p>
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		<title>
		Von: Kairat, Klaus		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-1075</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kairat, Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2024 19:57:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrte Autorinnen,

mehr durch Zufall bin ich auf ihre Seite zu Kohlberg gestoßen und habe mich als Lehrkraft an einem Gymnasium fast hundertprozentig wiedererkannt bei den aufgeführten Fallbeispielen (Kaugummi, Autokratzer). In meiner sechsten Klasse arbeiten wir als Lehrerteam intensiv an Verbesserungen der Sozialstruktur und bekommen exakt die Reaktionen zu hören, die in den Beispielen aufgeführt sind. Es tritt aber trotz Rollenspiels, Gruppen- und Einzelgesprächen, Spiegelung des eigenen Verhaltens usw. bei einigen SuS überhaupt keine Änderung ein. Derartiges habe ich in meiner über 30jährigen Berufserfahrung noch nicht erlebt und mache mir so meine Gedanken (Bin ich zu alt und erreiche sie deshalb nicht, haben TicToc und Co. hiermit zu tun, erziehen die Eltern teilweise nicht mehr ...?) Es hört sich so einfach an, wenn man ihre Fallbeispiele liest, ist es aber leider überhaupt nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Autorinnen,</p>
<p>mehr durch Zufall bin ich auf ihre Seite zu Kohlberg gestoßen und habe mich als Lehrkraft an einem Gymnasium fast hundertprozentig wiedererkannt bei den aufgeführten Fallbeispielen (Kaugummi, Autokratzer). In meiner sechsten Klasse arbeiten wir als Lehrerteam intensiv an Verbesserungen der Sozialstruktur und bekommen exakt die Reaktionen zu hören, die in den Beispielen aufgeführt sind. Es tritt aber trotz Rollenspiels, Gruppen- und Einzelgesprächen, Spiegelung des eigenen Verhaltens usw. bei einigen SuS überhaupt keine Änderung ein. Derartiges habe ich in meiner über 30jährigen Berufserfahrung noch nicht erlebt und mache mir so meine Gedanken (Bin ich zu alt und erreiche sie deshalb nicht, haben TicToc und Co. hiermit zu tun, erziehen die Eltern teilweise nicht mehr &#8230;?) Es hört sich so einfach an, wenn man ihre Fallbeispiele liest, ist es aber leider überhaupt nicht.</p>
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		<title>
		Von: magazinschule		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-479</link>

		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2022 10:38:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=76272#comment-479</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-478&quot;&gt;Mario K.&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für den Hinweis, ist schon korrigiert! Viele Grüße, Ihre Magazin-SCHULE-Redaktion]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-478">Mario K.</a>.</p>
<p>Vielen Dank für den Hinweis, ist schon korrigiert! Viele Grüße, Ihre Magazin-SCHULE-Redaktion</p>
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		<title>
		Von: Mario K.		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/bildung-und-moral-haben-die-denn-kein-gewissen/#comment-478</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mario K.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2022 10:19:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=76272#comment-478</guid>

					<description><![CDATA[Schöner Artikel, aber bitte, bitte &quot;Berthold&quot; Brecht korrigieren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schöner Artikel, aber bitte, bitte &#8222;Berthold&#8220; Brecht korrigieren &#8230;</p>
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