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	<title>Magazine Archiv - Magazin SCHULE</title>
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	<description>So leben und so lernen wir</description>
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		<title>„Jungen tendieren zum Größenwahn&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 13:18:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Herr Winter, Sie beschäftigen sich als Erziehungswissenschaftler speziell mit unserem männlichen Nachwuchs. Ist Schule für den heute wirklich schwerer als für Mädchen? Oder ist das nur eine bequeme Ausrede für schwache Noten? Erst einmal: „Die“ Jungen gibt es so pauschal nicht. Viele Jungen sind sehr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/benachteiligte-jungen-wie-ticken-jungs-tendieren-zum-groessenwahn/">„Jungen tendieren zum Größenwahn&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Winter, Sie beschäftigen sich als Erziehungswissenschaftler speziell mit unserem männlichen Nachwuchs. Ist Schule für den heute wirklich schwerer als für Mädchen? Oder ist das nur eine bequeme Ausrede für schwache Noten?</strong></p>
<p>Erst einmal: „Die“ Jungen gibt es so pauschal nicht. Viele Jungen sind sehr erfolgreich in der Schule, das ist wichtig zu sagen: Manche Eltern mit kleinen Söhnen entwickeln schon fast eine vorauseilende Schulangst, und dann wird jedes halbe Scheitern gleich dramatisiert. Aber im Durchschnitt liefern Jungs in vielen Bereichen tatsächlich schlechtere Ergebnisse als Mädchen ab.</p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong></p>
<p>Das hängt stark mit unseren Geschlechterbildern zusammen. In der Schule soll man sich einordnen, pünktlich sein, seine Aufgaben gewissenhaft erledigen, Ordnung im Schulranzen halten – das sind Ideen, die wir als Gesellschaft immer noch eher weiblich assoziieren. Zur Männlichkeit gehört dagegen zum Beispiel, autonom zu sein, durchsetzungsfähig, stark, die Dinge selbst so zu machen, wie man möchte. Und diese Ideen kollidieren leider mit der verbreiteten Vorstellung davon, wie Schüler sein sollten.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Eltern von Jungen geben oft zu leicht nach<cite class="">Reinhard Winter, Soziologe</cite></p></blockquote>
<p class="medium-margin-left"><strong>Sollte es der Lehrerin nicht egal sein, wie es im Schulranzen meines Sohnes aussieht?</strong></p>
<p>Na ja, spätestens dann nicht mehr, wenn sich das längst überfällige Arbeitsblatt nach Wochen im Sumpf am Boden des Ranzens wiederﬁndet. <em>(lacht)</em> Aber wichtiger als das Thema Ordnung ist zum Beispiel die Impulssteuerung: also die Fähigkeit, bei der Sache zu bleiben. Da lassen sich Jungen tendenziell leichter ablenken als Mädchen, und das merkt man natürlich an den Resultaten.</p>
<p><strong>Was kann ich als Vater oder Mutter denn tun, damit das besser funktioniert?</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass Eltern Halt geben, regulieren, dass sie Normen haben. Und diese auch vertreten! In meiner Beratung erlebe ich immer wieder, dass Eltern beispielsweise der Meinung sind, nach dem Mittagessen müssen Hausaufgaben gemacht werden – aber wenn ihr Sohn gegen diese Norm rebelliert, scheuen sie den Streit und streichen viel zu schnell die Segel. Allgemein geben Eltern von Jungen oft zu leicht nach. So aber lernen die Kinder nicht, ihre Impulse zu kontrollieren.</p>
<figure style="width: 616px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2026/04/Reinhard_Winter-Benachteiligte_Jungen-Magazin_SCHULE.jpg" alt="Reinhard Winter, Erziehungswissenschaftler und Autor" width="616" height="767" /><figcaption class="wp-caption-text"><strong>Jungen-Versteher:</strong> Der Diplom-Pädagoge Reinhard Winter leitet das Sozialwissenschaftliche Institut Tübingen (www.sowit.de), berät Kinder, Eltern und Schulen in Jungenfragen und hat mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben.</figcaption></figure>
<p><strong>Welche Normen sind konkret sinnvoll?</strong></p>
<p>Sie sollten darauf bestehen, dass bestimmte Abläufe eingehalten werden. Man kann das unterstützen, indem man sich etwa darauf einigt, dass elektronische Geräte während der Hausaufgaben ausgestellt bleiben und aus der Sichtweite des Kindes gelegt werden. Weit weg ist wichtig, denn Studien haben ergeben, dass Smartphones auch dann ablenken, wenn sie ausgeschaltet in Sichtweite liegen. Und da Jungs sich ohnehin leichter ablenken lassen als Mädchen, hilft ihnen diese Regelung ungemein.</p>
<p><strong>Also brauchen Jungs einfach ein bisschen mehr Strenge?</strong></p>
<p>Streng muss gar nicht sein, aber etwas mehr Orientierung und Führung. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, nicht nur auf dem Negativen rumzureiten, sondern auch die Kompetenzen und Fortschritte zu sehen. Es ist ja durchaus lobenswert, wenn der Sohn zehn Minuten still gesessen hat, nachdem es gestern nur acht Minuten waren – auch wenn wir wissen, dass er eigentlich eine Stunde lang lernen sollte.</p>
<p><strong>Zugegeben fällt es mir schwer, meinen Sohn schon für zehn Minuten Stillsitzen zu loben …</strong></p>
<p>Verständlicherweise! Aber Jungen können auf diese Weise leicht eine Identität entwickeln, die sagt: Ich bin halt einer, der nicht still sitzen kann. Und davon ist es dann schwer, wieder wegzukommen. Natürlich sollten Eltern das nicht übertreiben und ihr Kind für jede Selbstverständlichkeit loben, aber Bemühen und Fortschritte sollten wir unbedingt bestärken.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Jungen lernen fünf Vokabeln und meinen, sie könnten jetzt ﬂießend Englisch</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left"><strong>Brauchen Jungs denn besonders viel Lob?</strong></p>
<p>Natürlich gilt das auch für Mädchen. Aber Jungen brauchen Bestärkung in anderen Bereichen. Viele Mädchen können zum Beispiel Unterstützung beim Selbstvertrauen gebrauchen, ihnen fällt es schwer zu glauben, dass sie etwas wirklich gut können. Jungen hingegen tendieren leichter zum Größenwahn: Die lernen fünf Vokabeln und meinen, sie könnten jetzt ﬂießend Englisch. Das alles hat mit Geschlechterbildern zu tun, und nur wenn wir das auch so identiﬁzieren, können wir als Eltern gegensteuern.</p>
<p><strong>In welchen Bereichen sollten wir das tun?</strong></p>
<p>Ein wichtiges Feld sind die kommunikativen Fähigkeiten, also Sprechen, Schreiben und Lesen. Im Durchschnitt erwerben Jungen die sprachliche Ausdrucksfähigkeit später und langsamer als Mädchen. Interessanterweise fördern wir sie darin aber nicht besonders, sondern nehmen das einfach so hin. Ob Eltern oder Pädagogen: Wir stellen uns auf das niedrigere Niveau der Jungen ein, wir erwarten von ihnen weniger als von Mädchen, wir fordern und fördern sie weniger. Aber so bleiben sie natürlich immer weiter zurück, und das bei einer absoluten Kernkompetenz für den schulischen Erfolg!</p>
<p><strong>Wie fördere ich meinen Sohn sprachlich?</strong></p>
<p>Indem Sie mehr mit ihm reden – und weniger an ihn hinreden. Viele unserer Gespräche gerade mit Pubertierenden ähneln ja eher Verhören, da machen die jungen Leute natürlich dicht. Interessieren Sie sich dafür, was Ihr Sohn erlebt hat, und wenn er wieder nur mit einem Satz erzählt, ermuntern Sie ihn, den wenigstens noch ein bisschen auszuschmücken. Lassen Sie sich nicht so leicht abspeisen, akzeptieren Sie, dass viele Jungen eine lange Anlaufphase brauchen, und ertragen Sie Gesprächspausen. Suchen Sie auch nach Situationen, in denen Ihrem Kind das Sprechen leichterfällt: Viele Eltern erzählen mir zum Beispiel, dass ihr Sohn beim Autofahren gesprächig wird, gerade weil es da keine Face-to-Face-Situation gibt.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Streitgespräche sind wunderbare Redeanlässe</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right"><strong>Früher hat man sie zum Einschlafen rumgeschippert und jetzt zum Reden?</strong></p>
<p>Natürlich kann man das nicht ständig machen, aber vielleicht klappt das auch beim gemeinsamen Gehen oder Joggen. Außerdem reden viele Jungen sogar ausgesprochen viel, wenn sie ein Anliegen haben. Wollen sie zum Beispiel eine neue Playstation, können Jungs plötzlich engagiert argumentieren. Sie argumentieren vielleicht ständig im Kreis, aber sie reden! Tagelang, manchmal wochenlang. Uns Eltern geht das rasch auf die Nerven, weil die Argumente immer dieselben sind, aber tatsächlich sind solche Streitgespräche wunderbare Redeanlässe.</p>
<p><strong>Ernsthaft, ein Streit als Redeanlass?</strong></p>
<p>Ja! Im Grunde sollten wir für jeden solchen Konﬂikt dankbar sein und sagen: Schön, dann diskutieren wir halt noch einmal über die Playstation und warum er sie will und warum alle anderen eine haben und warum wir ihm trotzdem jetzt keine kaufen – Hauptsache, wir bleiben im Gespräch!</p>
<p><strong>Wenn wir schon streiten müssen: Wie kann das wenigstens zivilisierter ablaufen? Jungs neigen ja dazu, schwache Argumente mit sehr viel Druck und Lautstärke zu kompensieren.</strong></p>
<p>Ganz klar: Jungen müssen konstruktiv streiten lernen, gerade weil es ihnen schwerfällt. Der erste Schritt ist dabei zu lernen, dass man einen Streit verbal und nicht körperlich austragen sollte. Daran arbeiten schon die Erzieherinnen im Kindergarten. Der zweite Schritt ist zu begreifen, dass es bei einer verbalen Auseinandersetzung um die Stärke der Argumente und nicht um die Lautstärke geht. Und im dritten Schritt müssen sie lernen, dass die Schimpfwörter aus ihrer Jugendkultur in Konﬂikten mit Erwachsenen nichts zu suchen haben. Da müssen wir Eltern unsere Söhne kultivieren. Das gilt auch für ihre Aggression, die ja eigentlich ein guter Impuls ist und die wir ebenfalls in sozial verträgliche Bahnen lenken sollten.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Aggression ist ein guter Motivator und gibt einem eine selbstbehauptende Kraft</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left"><strong>Was ist gut an Aggression?</strong></p>
<p>Das ist eine wichtige Überlebenskompetenz! Allerdings nicht in dem Sinne körperlicher Aggression, sondern in der Fähigkeit, die eigenen Interessen vorzutragen und durchzusetzen. Ohne diese positive Aggression bekomme ich keinen Job, ﬁnde ich keine Freundin oder keinen Freund, kann ich keinen sportlichen oder schulischen Erfolg haben. Insofern ist Aggression auch ein guter Motivator und gibt einem eine selbstbehauptende Kraft. Damit sind Jungs oft besser ausgestattet als Mädchen. Diese Fähigkeit gilt es zu kultivieren, damit sie eben nicht in Gewalt umschlägt.</p>
<p><strong>Haben Jungs noch weitere Stärken, die in richtige Bahnen gelenkt werden können?</strong></p>
<p>Nehmen wir zum Beispiel das Chaos, mit dem viele Jungen ihre Eltern zur Verzweiﬂung bringen. Das hat durchaus positive Seiten: Zum einen regt es die Kreativität an, und zum anderen wird das Gehirn durch ein Leben im Chaos mehr gefordert, als wenn die Umgebung stets sauber geordnet ist. Das gilt allerdings nur, solange der Sohn das Chaos noch beherrscht und nicht das Chaos ihn – und das muss er lernen.</p>
<p>Auch der stärkere Bewegungsdrang von Jungs ist grundsätzlich positiv. Sie spüren genau, dass ihnen Bewegung guttut, und tatsächlich lernen wir ja auch in Bewegung besser. Das können wir Eltern unterstützen, schlicht indem wir zulassen, dass unser Sohn beim Lernen rumläuft oder nebenbei Wasserﬂaschen herumwirbelt.</p>
<p><strong>Chaos und Bewegungsdrang sind allerdings zwei Stärken, die in der Schule eher nicht erwünscht sind …</strong></p>
<p>Das stimmt, mit beiden Themen tun sich Schulen sehr schwer. Dabei ist es durchaus möglich, im Unterricht mehr Bewegung einzubauen: Zum Beispiel machen manche Schulen kurze Bewegungspausen, oder sie stellen sogar Ergometer hinten in den Klassenraum, auf denen die Kinder bewegt lernen können, wenn sie das möchten. Da fehlt es eher an der Kreativität und dem Willen als an den Möglichkeiten.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Warum sollten sich die Jungs anpassen, wenn doch Bewegung beim Lernen etwas Gutes ist?</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right"><strong>Leider haben wir Eltern darauf wenig Einfluss.</strong></p>
<p>Gerade deswegen sollten wir zu Hause nicht wiederholen, was in der Schule schieﬂäuft! Was ist denn schlimm daran, wenn mein Sohn auf seinem Hüpfball hoppelt, während ich Vokabeln abfrage? Mütter sagen mir regelmäßig, dass es sie wahnsinnig macht, wenn ihr Sohn beim Lernen rumzappelt, seine Bottle Flips macht. Aber warum sollten sich die Jungs unserer Norm anpassen, wenn doch Bewegung beim Lernen nachweislich etwas Gutes ist?</p>
<p><strong>Fällt es denn Vätern leichter, das auszuhalten?</strong></p>
<p>Väter sind tatsächlich oft anders. Weil sie selbst ein Junge waren, sind sie wichtige Übersetzer. Die Kinder reﬂektieren ihren Bewegungsdrang oder ihre Impulsivität ja nicht. Das müssen die Väter für sie tun und ihrem Umfeld erklären, warum ihr Sohn sich so verhält.</p>
<p>Fast noch wichtiger ist aber ihr Modellverhalten. Wenn ein Sohn seinen Vater nie mit einer Zeitung oder einem Buch in der Hand sieht, wird er wahrscheinlich annehmen, dass man als Mann nicht liest. Modell zu sein heißt übrigens auch, aus der eigenen Jungenrolle herauszuwachsen. Ich erlebe immer wieder Väter, die in Bezug auf Schule den Rollenwechsel zum Erwachsenen nicht hinbekommen haben und dann Sätze raushauen wie: „Mathe hab ich auch nie kapiert“ oder „In Deutsch hab ich auch nie aufgepasst“. So stützen sie natürlich die unmotivierte Haltung der Jungen.</p>
<p><strong>Sind Mütter da anders?</strong></p>
<p>Von Frauen kommen solche Sätze tatsächlich seltener. Aber Mütter haben eine andere Eigenheit, die Jungen eher bremst als anspornt: Viele behüten ihre Söhne zu sehr und tragen ihnen viel zu lange den Schulranzen hinterher. In einer Studie haben mir Lehrkräfte berichtet, dass dieses Phänomen der Überbefürsorgung tatsächlich speziell bei Jungs-Müttern auffällt. So etwas bringt die Jungen in eine bequeme Anspruchshaltung, die ausgesprochen schlecht für die Schule ist.</p>
<p><strong>Bequemlichkeit ist bei Jungs ohnehin ein Thema. Ab 13 ist Chillen der wesentliche Tagesinhalt. Wie kriegt mein Sohn seinen Hintern hoch?</strong></p>
<p>Erst einmal ist Chillen biologisch notwendig. Für die Gehirnentwicklung ist die Pubertät eine Hochleistungsphase, die es einfach notwendig macht, zwischendurch abzuschalten. Das Problem ist heute, dass genau in dieser Phase elektronische Spiele so attraktiv werden, dass die Jugendlichen am liebsten jede freie Minute damit verbringen würden. Dann bekommt aber das Gehirn nicht die Erholung, die es bräuchte. Die Spiele sind so präzise auf zentrale Jungs-Themen ausgerichtet – Status bekommen, kämpfen, sich durchsetzen etwa –, dass die Jugendlichen förmlich darin versinken und von sich aus nicht mehr spüren, wann es eigentlich genug ist mit dem Spielen. Deshalb ist es eine der wichtigsten Aufgaben von Eltern während der Pubertät ihrer Söhne, das elektronische Zocken auf ein verträgliches Maß zu begrenzen.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Es eine der größten Liebesleistungen von Eltern, diese Konﬂikte über Jahre hinweg täglich auszuhalten</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left"><strong>Genau das ist aber gar nicht so einfach. Der Streit ums Zocken und um Handyzeiten sorgt in Familien ja wirklich täglich für schlechte Stimmung.</strong></p>
<p>In der Tat ist es eine der größten Liebesleistungen von Eltern, diese Konﬂikte über Jahre hinweg täglich auszuhalten und durchzuhalten. Eltern sind oft der Meinung, dass die Beziehung zu ihrem Kind dann gut ist, wenn sie harmonisch ist. Das ist aber nur die eine Seite. Für viele Jungs ist die Konﬂiktbeziehung sogar die wichtigere. Denn in der Auseinandersetzung vertreten sie ihre eigenen Interessen, sie sind autonom und selbstständig. Das hat etwas Stärkendes. Gleichzeitig sind im Streit immer Gefühle involviert, und Gefühle sind Beziehungsträger. Insofern sind Konﬂikte, die offen und kultiviert ausgetragen werden, ein Zeichen für eine gute Eltern-Kind-Beziehung.</p>
<p><strong>Wann wird das für uns wieder entspannter?</strong></p>
<p>Oh, die Pubertät kann bei Jungen lange dauern. Aber der 18. Geburtstag ist bei vielen ein Einschnitt, ab dem sich die Beziehung wandelt. Dann sind sie oﬃziell erwachsen und eher bereit, sich auch erwachsen zu verhalten. Und in schulischen Dingen ist auffällig, dass viele Jungen kurz vor Schluss die Kurve kriegen. Viele lassen es lange schleifen, aber wenn der Abschluss ansteht, merken sie, dass sie jetzt wirklich was tun müssen. Dann sind wir Mütter und Väter ein Stück weit draußen, und die Jugendlichen machen ihr Ding selbst oder fragen Unterstützung an, wenn sie welche brauchen.</p>
<figure style="width: 600px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2026/04/Reinhard-Winter-Buecher_Magazin-SCHULE.jpg" alt="Bücher von Reinhard Winter: &quot;Jungen &amp; Pubertät&quot; und &quot;Wie Jungen Schule schaffen&quot;" width="600" height="448" /><figcaption class="wp-caption-text"><strong>Buchtipps:</strong> In „Wie Jungen Schule schaffen“ (Beltz, 16,95 Euro) hilft Reinhard Winter Eltern, das Lernverhalten ihres Sohnes besser zu verstehen, und gibt viele nützliche Tipps, wie Jungs besser durch die Schulzeit kommen. Sein Buch „Jungen &amp; Pubertät“ (Beltz, 22 Euro) hat Winter der schwierigen Phase gewidmet, in der aus kleinen Rebellen große Revoluzzer werden.</figcaption></figure>
<p><strong>Puh, das klingt noch lange anstrengend. Haben Sie keinen einfachen Tipp, der Jungs das Lernen leichter macht?</strong></p>
<p>Hm, relativ schnellen Erfolg erreiche ich in meinen Beratungen mit dem sogenannten „Impression Management“. Der Begriff bedeutet die soziale Kompetenz, sich so darzustellen, dass man von anderen positiv bewertet wird – also, etwas platt gesagt, Eindruck zu schinden. Auch bei Lehrkräften. Das fällt Jungen oft schwer, und dabei können wir sie leicht unterstützen.</p>
<p><strong>Wie genau?</strong></p>
<p>Indem wir es ihnen erklären! Im Klassenzimmer schauen Jungs oft mehr auf sich selbst. Sie hören vielleicht durchaus zu, aber sie kritzeln oder starren vor sich hin und erwecken so den Eindruck, abwesend zu sein. Wenn ich mit Klassen arbeite, erkläre ich den Jungen, wie sie stattdessen Interesse signalisieren: die Lehrkraft ansehen, Blickkontakt suchen, nicken, vielleicht sogar lächeln. Dann noch im ersten Teil der Stunde einmal melden mit einer Frage oder einer Antwort, und schon ist der Eindruck ein ganz anderer.</p>
<p><strong>Das funktioniert?</strong></p>
<p>Und wie! Oft kommen die Lehrkräfte hinterher zu mir und fragen mich, was ich denn bitte mit ihren Jungs gemacht hätte: Die seien ja plötzlich so interessiert!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><small>Benachteiligte Jungs? – „Jungen tendieren zum Größenwahn&#8220; – Fotos: <a href="https://www.magnific.com/de/fotos-kostenlos/portraet-eines-teenagers-in-einem-weissen-t-shirt-der-mit-verschraenkten-armen-steht-getrennt-auf-einem-dunklen-hintergrund_25119318.htm" target="_blank" rel="noopener">Magnific</a>, Gudrun deMaddalena</small></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/benachteiligte-jungen-wie-ticken-jungs-tendieren-zum-groessenwahn/">„Jungen tendieren zum Größenwahn&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
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		<title>„Multitasking kann man nicht trainieren, indem man multitaskt“</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/multitasking-kann-man-nicht-trainieren-indem-man-multitaskt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 13:24:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Professor Korte, ist es wirklich so schlecht um die Konzentration der Schüler bestellt, wie Lehrkräfte oft beklagen? Es fällt Schülerinnen und Schülern schwerer als früher, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Sie sind sehr leicht ablenkbar, und es kostet sie enorme Anstrengung, wenn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Korte, ist es wirklich so schlecht um die Konzentration der Schüler bestellt, wie Lehrkräfte oft beklagen?</strong></p>
<p>Es fällt Schülerinnen und Schülern schwerer als früher, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Sie sind sehr leicht ablenkbar, und es kostet sie enorme Anstrengung, wenn sie sich konzentrieren müssen. Das ist eine Beobachtung, die man empirisch belegen kann.</p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong></p>
<p>Konzentrationsprobleme beobachtet man vor allem bei Kindern, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, also vor Smartphones, Laptops, Tablets und dem Fernseher. Je mehr Zeit Kinder mit digitalen Medien verbringen, umso größer ist die Gefahr, dass ihr Konzentrationsvermögen leidet. Natürlich muss man schauen, wie sie diese Medien nutzen: Wer ein Tablet nutzt, um ein Buch zu lesen, dessen Konzentrationsvermögen leidet nicht. Die meisten Jugendlichen benutzen diese Medien aber so, dass sie ständig ihr Handy anhaben und auch immer schauen, ob Nachrichten eingehen, sodass ihr Gehirn die ganze Zeit im Alarmmodus ist.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Wenn das Handy an ist, bleibt das Gehirn ständig im Ausnahmemodus<cite class="">Prof. Martin Korte, Gehirnforscher</cite></p></blockquote>
<p class="medium-margin-left"><strong>Was hat das für Auswirkungen auf das Gehirn?</strong></p>
<p>Wenn das Gehirn schnell hin- und herwechseln möchte zwischen TikTok, einer WhatsApp-Nachricht, den Hausaufgaben und eingehenden E-Mails, dann sind mehrere Subprogramme offen – abgesehen von all den anderen Gedanken, die noch im Kopf herumschwirren. Das heißt, für die Hausaufgaben steht dann weniger Kapazität zur Verfügung.</p>
<p><strong>Wie lässt sich das verhindern?</strong></p>
<p>Man sollte seine Arbeitsumgebung so gestalten, dass nur die Dinge vor einem liegen, die man braucht. Das Handy sollte nicht nur ausgestellt sein, sondern ganz aus dem Gesichtsfeld entfernt werden, ebenso alle anderen Gegenstände, die man nicht braucht, weil die alle ein Ablenkungspotenzial haben.</p>
<figure style="width: 309px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2026/05/Prof-Martin-Korte-Magazin-SCHULE.jpg" alt="Prof. Martin Korte, Neurobiologe und Lernforscher" width="309" height="386" /><figcaption class="wp-caption-text">Martin Korte ist Professor für Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig. Einer seiner Schwerpunkte ist die Lernforschung. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter „Frisch im Kopf: Wie wir uns aus der digitalen Reizüberflutung befreien“ (<a href="https://amzn.to/4tonrUj">DVA, 24 Euro</a>*)</figcaption></figure>
<p><strong>Abgelenkt werden die Kinder offenbar auch vom Schlafen. Lehrkräfte beklagen, dass heute viel mehr Schüler und Schülerinnen übermüdet im Unterricht sitzen.</strong></p>
<p>Das kann daran liegen, dass viele Kinder abends noch ihre Handys benutzen. Die Bildschirme haben einen hohen Blauanteil. Blauanteil bedeutet aufgehende Sonne – das Einschlafen verzögert sich. Aber selbst wenn Jugendliche den Bildschirm auf den Nachtmodus stellen, kommen noch emotional aufregende Nachrichten rein, ein Like oder eben kein Like. Das alles ist aufwühlend, und die jungen Leute schlafen später ein. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Konzentration aus.</p>
<p><strong>Also besser das Handy rechtzeitig vorm Schlafengehen ausstellen. Was könnte sonst helfen, um besser bei der Sache bleiben zu können?</strong></p>
<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist: Das Konzentrationsvermögen hängt auch von der Motivation ab. Das ist eine Frage der Biochemie des Gehirns. Sobald Motivation, sobald Neugierde geweckt wird, wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet. Dieser Stoff führt im Stirnlappen dazu, dass das Konzentrationsvermögen gestärkt wird. Das bedeutet für Lehrkräfte, dass man einen Teil des Unterrichts darauf verwenden sollte, Kindern zu erklären, warum ein Thema wichtig ist.</p>
<p><strong>Die Welt ist schneller geworden. Man könnte doch auch sagen: Die Kinder passen sich einfach nur den Begebenheiten an.</strong></p>
<p>Tatsächlich muss man heute oft schnell zwischen Situationen hin- und herwechseln. Aber wer kann das am besten? Das sind buddhistische Mönche, die sieben oder acht Stunden am Tag meditieren. Wenn die sich in eine Situation begeben, in der sie schnell entscheiden und sich noch konzentrieren müssen, dann schneiden sie deutlich besser ab als Digital Natives. Multitasking kann man also nicht trainieren, indem man multitaskt. Ich bin prinzipiell nicht dagegen, dass man digitale Medien verwendet. Aber die Frage ist: Wie reagiert man auf die Entwicklung? Die Lösung besteht darin, tatsächlich sehr altbacken längere Zeit einer Aufgabe zu folgen, zum Beispiel immer wieder längere Texte zu lesen. Das steigert die Konzentrationsfähigkeit, und man kommt auch beim Multitasking besser zurecht.</p>
<p><em><small>*Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Sollten Sie einem solchen Link folgen und anschließend das Produkt auf der Zielseite kaufen, erhalten wir dafür eine kleine Provision. Unsere redaktionellen Empfehlungen werden dadurch nicht beeinflusst.<br />
Lernforscher Martin Korte: „Multitasking kann man nicht trainieren, indem man multitaskt.“  – Fotos: <a href="https://www.magnific.com/de/fotos-kostenlos/maedchen-mit-tablette-im-cafe-mit-klassenkameraden_1247898.htm">freepik</a>, privat</small></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Feel free“ für Ihre Einrichtung: Gesundheitsförderung, die entlastet.</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/feel-free-fuer-ihre-einrichtung-gesundheitsfoerderung-die-entlastet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 12:29:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum BIGbalance echte Entlastung bringt Im Alltag vieler Einrichtungen bleibt wenig Zeit für Recherche, Planung und Durchführung von Präventionsangeboten. BIGbalance nimmt Ihnen diesen Aufwand ab. Das Portal bündelt geprüfte und zertifizierte Projekte, die fachlich begleitet werden und kindgerecht umgesetzt sind. Sie können aus Angeboten zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/feel-free-fuer-ihre-einrichtung-gesundheitsfoerderung-die-entlastet/">„Feel free“ für Ihre Einrichtung: Gesundheitsförderung, die entlastet.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Warum BIGbalance echte Entlastung bringt</b><br />
Im Alltag vieler Einrichtungen bleibt wenig Zeit für Recherche, Planung und Durchführung von Präventionsangeboten. BIGbalance nimmt Ihnen diesen Aufwand ab. Das Portal bündelt geprüfte und zertifizierte Projekte, die fachlich begleitet werden und kindgerecht umgesetzt sind. Sie können aus Angeboten zu den Themen Bewegung, Ernährung, Resilienz, Entspannung und Medienkompetenz das wählen, was Ihnen am besten passt. Die Maßnahmen sind für Ihre Einrichtung, die Kinder und die Familien kostenfrei. Organisation und Abwicklung erfolgen über BIGbalance und die lokalen Partnerinnen und Partner. So gewinnen Sie freie Kapazitäten in Ihrem Team und behalten zugleich die freie Projekt- und Terminwahl.</span></span></span></p>
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BIGbalance setzt auf altersgerechte Methoden, motivierende Materialien und auf das Maskottchen BIG Jack als fröhlichen Begleiter. Die Projekte fördern Gesundheitskompetenz ohne erhobenen Zeigefinger. Gleichzeitig arbeitet BIGbalance ausschließlich mit qualifizierten Trainerinnen und Trainern sowie zertifizierten Partnerorganisationen zusammen. Das bedeutet verlässliche Qualität für Ihre Einrichtung. Werbung gibt es in den Maßnahmen nicht. Es entstehen keine versteckten Kosten und es gibt kein Kleingedrucktes. Kurz gesagt: Sie bekommen einen klaren Nutzen bei minimalem Aufwand.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>So einfach setzen Sie ein Projekt um<br />
</b></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Überblick verschaffen: Besuchen Sie die Projektübersicht auf <a href="http://bigbalance.kids?at_campaign=bild-advertorial-schule&amp;at_medium=advertorial&amp;at_campaign_goal=information&amp;at_campaign_target_group=interessenten&amp;at_campaign_internal_external=partner&amp;at_campaign_channel=magazin_schule&amp;at_campaign_ad_format=bild&amp;redref=BIGbalance">www.bigbalance.kids</a>. Dort finden Sie Angebote, Formate und Praxisbeispiele, die regelmäßig aktualisiert werden.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Anfrage stellen: Füllen Sie das Anfrageformular aus oder kontaktieren Sie das Team direkt. Zusammen wird abgestimmt, welches Projekt am besten in Ihren Alltag passt.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Projekt starten: Wir melden uns bei Ihnen und besprechen mit Ihnen gemeinsam, was am besten zu Ihnen passt. BIGbalance sorgt für Organisation und Durchführung, Sie behalten die Kontrolle.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b><a href="https://www.bigbalance.kids/?at_campaign=bild-advertorial-schule&amp;at_medium=advertorial&amp;at_campaign_goal=information&amp;at_campaign_target_group=interessenten&amp;at_campaign_internal_external=partner&amp;at_campaign_channel=magazin_schule&amp;at_campaign_ad_format=bild&amp;redref=BIGbalance" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2026/04/BDG-0084-2026-BIGbalance-kids-Magazin-Schule-Assets-1500x1000-2red.jpg" alt="" width="1000" height="667" /></a></b></span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Was Sie konkret gewinnen</b><br />
Sie erhalten kostenfreie, geprüfte Programme, die Kindern wichtige Gesundheitskompetenzen vermitteln. Ihr Team wird entlastet, weil Vorarbeit, Koordination und Durchführung größtenteils übernommen werden. Eltern erhalten sichtbare, nützliche Angebote für ihre Kinder. Und Ihre Einrichtung profitiert von geprüfter Qualität durch zertifizierte Partnerinnen und Partner. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Jetzt aktiv werden</b><br />
Melden Sie sich unverbindlich und erfahren Sie, welche Projekte aktuell verfügbar sind. Online unter <a href="http://bigbalance.kids?at_campaign=bild-advertorial-schule&amp;at_medium=advertorial&amp;at_campaign_goal=information&amp;at_campaign_target_group=interessenten&amp;at_campaign_internal_external=partner&amp;at_campaign_channel=magazin_schule&amp;at_campaign_ad_format=bild&amp;redref=BIGbalance">www.bigbalance.kids</a> oder direkt bei der Ansprechpartnerin:</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Kathrin Houben<br />
<a href="mailto:kathrin.houben@big-direkt.de">kathrin.houben@big-direkt.de</a><br />
Telefon 0241 900 66 545<br />
Mobil 0151 253 589 31</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ein kurzer Anruf oder eine Formularanfrage genügt, um die Möglichkeiten für Ihre Kita oder Schule zu besprechen. Feel free – BIGbalance organisiert, Sie entscheiden und behalten die volle Kontrolle.</span></span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/feel-free-fuer-ihre-einrichtung-gesundheitsfoerderung-die-entlastet/">„Feel free“ für Ihre Einrichtung: Gesundheitsförderung, die entlastet.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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		<title>Julius Weckauf und Schule: „Dann stellt sich der typische Julius halt quer“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 13:37:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hallo Julius Weckauf, du hast unserem Magazin vor vier Jahren schon einmal ein Interview gegeben. Jetzt wollte ich eigentlich daran anknüpfen und unsere Standard-Frage stellen: Wie war’s in der Schule? Aber ich glaube, die Frage hat sich erledigt, oder? Das Thema ist durch, in der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Julius Weckauf, du hast unserem Magazin vor vier Jahren <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/julius-weckauf-in-der-schule-kriege-ich-schon-doofe-sprueche/">schon einmal</a> ein Interview gegeben. Jetzt wollte ich eigentlich daran anknüpfen und unsere Standard-Frage stellen: Wie war’s in der Schule? Aber ich glaube, die Frage hat sich erledigt, oder?</strong></p>
<p>Das Thema ist durch, in der Tat.</p>
<p><strong>Du hast kürzlich deine Schulkarriere beendet, in der zwölften Klasse. In unserem letzten Gespräch wolltest du noch auf jeden Fall dein Abitur machen und dann weitersehen. Wie kam es zu dem Sinneswandel?</strong></p>
<blockquote class="right text-left"><p>Ich wollte etwas machen, bei dem ich am Ende definitiv ein Ergebnis sehe. <cite class="">Julius Weckauf</cite></p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Die Schule und ich, wir haben beide so ein bisschen gemerkt, dass wir keine Lust mehr aufeinander haben. Und dann kam eines zum anderen. Ich wollte arbeiten. Ich wollte etwas machen, bei dem ich am Ende definitiv ein Ergebnis sehe. Und ich wollte etwas machen, bei dem ich genau weiß, dass es mich für meine Zukunft weiterbringt.</p>
<p><strong>Das hast du in der Schule nicht mehr gefunden?</strong></p>
<p>Die Inhalte bis zur achten Klasse finde ich total in Ordnung und gerechtfertigt. Das sollte man alles lernen. Aber dann fängt es in manchen Fächern an, dass diese Zukunftsorientierung, die mir wichtig ist, verloren geht. Ich wollte immer einen Sinn sehen, und der war mir in vielen Fächern total klar. Aber in Mathe, Biologie, Chemie und Physik hat mir das gefehlt. Und dann stellt sich der typische Julius halt quer. Ich habe mir gedacht, es kann doch nicht sein, dass ich mich quäle und wegen solcher Fächer am Ende <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gluecklich-ohne-gymnasium-alternativen/">doch nicht mein Abi</a> bekomme. Darum habe ich gesagt, komm, ich möchte praktische Erfahrung haben.</p>
<p><strong>Das war schon bei unserem letzten Gespräch ein Thema: Damals konntest du dir vorstellen, nach der Schule eine Bäckerlehre zu machen. Nun ist es doch etwas anderes geworden.</strong></p>
<p>Richtig, ich bin in die Schreinerei meines Bruders gegangen.</p>
<p><strong>Du hast offenbar eine Neigung zum Handwerk.</strong></p>
<p>Auf jeden Fall! Wie gesagt: Ich finde es am besten, wenn man am Ende sieht, dass man etwas Geiles geschaffen hat. Das gibt doch so gut wie jedem Menschen ein Gefühl von Bestätigung, und genauso ist es eben beim Schreinern. Eigentlich wollte ich nur zwei Monate bei meinem Bruder aushelfen, aber dann habe ich mich &#8217;n bisschen verliebt in das Ganze und bin fast elf Monate geblieben. Wir hatten ein ganz tolles Team mit netten Kollegen und haben total coole Projekte umgesetzt. Es war wirklich &#8217;ne richtig, richtig geile Zeit.</p>
<p><strong>Was waren das für Projekte?</strong></p>
<p>Wir haben zum Beispiel eine neue Küche für meine Mutter gebaut. Und dann einen ganzen Reiterhof mit vielen kleinen Küchen ausgestattet. Ansonsten viele Möbel. Was mein Bruder macht, ist immer total individuell, und das ist genau mein Ding. Du hast jedes Mal eine neue Herausforderung, weil es nicht heißt: „Ok, baue mal 20 Schränke und dann liefere die aus“. Sondern es gibt zum Beispiel Geheimfächer in einem Schrank. Ein anderer wird vielleicht aus besonderem Holz gemacht. Oder wir verwenden andere, spezielle Materialien. Es ist jedes Mal ein Einzelstück, ein kleines Meisterwerk. Was wir da machen, gab es vorher nirgendwo sonst auf dieser Welt, das ist einmalig. Und das ist einfach schön und cool.</p>
<p><strong>Etwas Neues machen, etwas, das sichtbar ist und mit dem du am Ende zufrieden sein kannst: So hättest du auch über die Schauspielerei oder deinen neuesten Film sprechen können.</strong></p>
<blockquote class="left text-right">
<p class="left">Ich sehe meinen Film und denke: Ok, Julius, du hättest dringend noch 10 bis 15 Kilo abnehmen müssen!<cite class="">Julius Weckauf</cite></p>
</blockquote>
<p class="medium-margin-left">Genau! Ich sitze am Ende im Kino, schaue mir den Film an und denke mir vielleicht: „Ok, Julius, du hättest dringend noch 10 bis 15 Kilo abnehmen müssen!“ Aber gleichzeitig denke ich auch, dass das vielleicht genau richtig war und es ein saucooler Film ist. Wobei, ganz ehrlich: Als Schauspieler und vor allem, wenn man mit seinen Kollegen im Kino sitzt, denkt man eher an die Sachen hinter dem Set. Natürlich finden wir alle den Film super, aber wir denken eher an die Zeit hinter den Kulissen. Die ist wirklich unvergesslich gewesen für uns alle drei.</p>
<p><strong>Zusammen mit Levi Brandl und Nevio Wendt hast du gerade „Die drei??? – Toteninsel“ abgedreht. Als ranker, schlanker Junge hättest du die Rolle als Justus Jonas vermutlich nicht bekommen.</strong></p>
<p>Wahrscheinlich nicht, aber ich versuche zumindest immer unter meiner persönlichen Schallmauer zu bleiben. Allerdings hatten wir am Wochenende Familienweihnachtsmarkt, und da gab es die einen oder anderen Reibekuchen und gebrannten Mandeln, und ich fürchte, die machen sich noch bemerkbar. Deswegen muss ich eventuell demnächst nochmal aufs Laufband, sonst sehe ich bei der Premiere unseres Films aus wie so ein aufgequollener Kuchen. Das versuche ich immer ein bisschen zu vermeiden.</p>
<p><strong>Na ja, jetzt gerade siehst du zumindest noch nicht aus wie ein aufgequollener Kuchen.</strong></p>
<p>Vielen Dank. Darauf gibt es gleich erstmal eine Pizza! (lacht)</p>
<p><strong>In dem aktuellen Teil der Serie mischt erstmals auch ein Mädchen mit. Das gefällt dir als Justus Jonas gar nicht, du bist ziemlich eifersüchtig. Im richtigen Leben hast du auch eine Frau an deiner Seite – fand die deinen Einsatz gut?</strong></p>
<p>Meine Freundin hat den Film noch gar nicht gesehen, genauso wenig wie ich. Aber keine Sorge, das findet sie auf jeden Fall ok. Komme, was wolle, meine Freundin steht wirklich total hinter mir und unterstützt mich. Genau wie meine Familie, das ist wirklich herrlich.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Einfach mal eine Weile offline sein, die Seele baumeln lassen – da habe ich total Lust drauf.<cite class="">Julius Weckauf</cite></p></blockquote>
<p class="medium-margin-right"><strong>Du bist ein Familienmensch, aber du bist jetzt auch 18 geworden. Hast du keine Lust, mal ein bisschen auszubrechen und große Pläne zu schmieden?</strong></p>
<p>Ach, an sich bin ich da ganz entspannt, ich komme ja beruflich viel rum. Worauf ich aber total Lust habe, ist mal für zehn Tage alleine abzuhauen in die Berge. Nichts als Natur, Wald und Wasser … Ich weiß, ich rede ja wirklich wie ein Wasserfall, aber sobald ich im Wald bin oder an einem See, ist bei mir wirklich Seelenruhe. Einfach mal eine Weile offline sein, die Seele baumeln lassen, ein bisschen nachdenken – da habe ich total Lust drauf.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2026/01/Toteninsel_Filmplakat-Magazin_SCHULE.jpg" alt="Filmplakat: Die ??? - Toteninsel – Magazin SCHULE" width="400" height="566" /><figcaption class="wp-caption-text">In <strong>„Die drei ??? – Toteninsel“</strong> begibt sich Julius Weckauf als Justus Jonas mit seinen Freunden Peter Shaw und Bob Andrews auf die Spur eines mysteriösen Geheimbunds – und landet schließlich auf einer aktiven Vulkaninsel, von der es heißt, niemand kehre lebend von ihr zurück … Spannende Unterhaltung im Indiana-Jones-Stil! Der <a href="https://www.sonypictures.de/filme/die-drei-fragezeichen-toteninsel" target="_blank" rel="noopener">dritte Teil der Filmreihe</a> ist ab 22.1.2026 in den Kinos.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><small><em>Julius Weckauf und Schule: „Dann stellt sich der typische Julius halt quer“ – Fotos: Frank Wartenberg, Sony Pictures Entertainment</em></small></p>
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		<title>Gegen Krebs: Warum die HPV-Impfung wichtig ist – auch für Jungs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 08:47:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Soll ich mein Kind impfen lassen? Bietet die Impfung überhaupt Schutz? Oder stellt sie selbst auch eine Gefahr dar? Wenn es um das Thema Impfen geht, sind viele Eltern verunsichert. Dass Kinder gegen Masern, Keuchhusten oder Mumps geimpft werden sollen, sehen die allermeisten Mütter und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gegen-krebs-warum-die-hpv-impfung-wichtig-ist-auch-fuer-die-jungs/">Gegen Krebs: Warum die HPV-Impfung wichtig ist – auch für Jungs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soll ich mein Kind impfen lassen? Bietet die Impfung überhaupt Schutz? Oder stellt sie selbst auch eine Gefahr dar? Wenn es um das Thema Impfen geht, sind viele Eltern verunsichert. Dass Kinder gegen Masern, Keuchhusten oder Mumps geimpft werden sollen, sehen die allermeisten Mütter und Väter ein. An eine HPV-Impfung denken viele Eltern jedoch (noch) nicht – oder zögern aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen.</p>
<p>Dabei sind nahezu alle Fälle von ­Gebärmutterhalskrebs auf Humane Papillomviren (HPV) zurückzuführen, von denen es unterschiedliche Typen gibt. Die Impfung schützt vor denjenigen HPV-Typen, die für bis zu 90 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Doch nicht nur das: Die Viren können auch Krebs an der ­Vagina oder der Vulva auslösen – und außerdem am Anus, am Penis oder im Mund-Rachen-Raum. Deshalb sind HPV bei weitem nicht nur ein Thema für Mädchen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 6 250 Frauen und 1 600 Männer aufgrund von HPV an Krebs.</p>
<h4>Am besten erfolgt die HPV-Impfung vor dem ersten Sex – zur Not aber auch danach</h4>
<p>Trotzdem wurde die HPV-Impfung zunächst nur für Mädchen empfohlen. Schon seit 2018 gilt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission aber auch für Jungen. Geimpft werden sollen Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren. Ein Nachimpfen ist bis zum 17. Lebensjahr möglich. In diesen Altersgruppen wird die Impfung von den Krankenkassen bezahlt.</p>
<p>„Versäumte Impfungen sollten so früh wie möglich nachgeholt werden“, betont Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut. „Auch nach dem ersten Sex können und sollten ungeimpfte Mädchen oder Jungen noch gegen HPV geimpft werden.“ Selbst wenn es dann schon zu einer dauerhaften Infektion mit einem der Viren gekommen sein sollte, könne die Impfung trotzdem noch einen Schutz vor den anderen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bieten.</p>
<h4>Vielfältige Viren: HPV können von Warzen bis hin zu Krebs viele Folgen haben</h4>
<p>Es gibt mehr als 150 Typen von HPV-Viren. Sogenannte Low-Risk-Typen wie HPV 6 und HPV 11 verursachen ansteckende Feigwarzen. Diese treten zum Beispiel an Scheide, Schamlippe, Glied, Damm oder Anus auf. Es handelt sich um stecknadel- bis mehrere Zentimeter große Papeln, die sich ausbreiten können – lästig, aber ungefährlich.</p>
<p>Das ist anders bei High-Risk-Typen wie HPV 16 und HPV 18. Bei einer Infektion mit diesen Typen können sich über einen längeren Zeitraum unterschiedliche Krebsarten entwickeln. Infiziert bleibt man mit HPV übrigens ein Leben lang: Auch wenn über Jahre hinweg keine Symptome auftreten, können die Viren plötzlich ihre Ruhephase beenden und sich im Körper wieder vermehren.</p>
<p>Je nach Alter der Kinder wird zwei- oder dreimal geimpft. Im Alter von neun bis 14 Jahren erhalten die Kinder zwei Impfdosen. Zwischen den beiden Impfungen sollen mindestens fünf Monate Abstand liegen. Ab dem Alter von 15 Jahren gibt es drei Impfdosen innerhalb eines Jahres. Laut Robert Koch-Institut wird derzeit keine Auffrisch­impfung empfohlen.</p>
<p>Der Düsseldorfer Kinderarzt und langjährige Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Hermann Josef Kahl, bezeichnet die Resonanz insgesamt als positiv. Seine Erfahrung aus der Praxis: „Vor allem Mütter sagen: Es ist Zeit, dass auch Jungs geimpft werden.“ Jungen können das Virus übertragen, aber sie können eben auch selbst erkranken.</p>
<h4>Die HPV-Impfung gilt als sicher</h4>
<p>Aber: Einige Eltern entscheiden sich auch, ihre Kinder nicht gegen HPV impfen zu lassen. „Eltern, die Impfungen ablehnen, haben Angst. Und diese Angst kann man ihnen in einem halbstündigen Gespräch meist nicht nehmen. Die Väter und Mütter besorgen sich entsprechende Argumente, und es ist ihnen egal, ob die Informa­tionen seriös sind“, sagt Kahl. So gibt es immer wieder Berichte über Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit nach einer HPV-Impfung. Solche Symptome sind jedoch sehr unspezifisch und treten in gleichem Maße auch bei Ungeimpften auf. In Japan wurden in den ersten Jahren nach der Einführung der Impfung auch Fälle schwerer Nebenwirkungen wie Krampfanfällen bei geimpften Mädchen diskutiert. Diese Vorwürfe wurden allerdings bald als Fälschungen entlarvt – trotzdem fiel die Impfquote in Japan rapide ab.</p>
<p>Doch auch in Deutschland ist die Impfquote noch relativ niedrig. Laut einer Auswertung des Robert Koch-Instituts waren 2025 nur 54,6 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 34 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig geimpft. Dabei betonen die zuständigen Behörden einhellig, dass die Impfung sicher sei. Zu diesem Schluss kommt sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut, welches in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständig ist.</p>
<p>„Die Sicherheit wurde in zahlreichen Studien mit Hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern untersucht“, sagt auch Christine Winkelmann, Expertin für sexuell übertragbare Infektionen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dabei seien keine Belege für schwere, die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigende Nebenwirkungen im ursächlichen Zusammenhang mit der HPV-Impfung festgestellt worden. Allerdings seien – wie bei anderen Impfungen auch – Nebenwirkungen wie Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle am Oberarm möglich. Auch werde einigen Jugendlichen bei der Impfung schwindelig.</p>
<p>Solche Begleiterscheinungen mögen unangenehm sein – im Vergleich zu den möglichen Folgen einer Infektion sind sie jedoch gering. Für Kinderarzt Kahl ist klar: „HPV kann zu Krebs führen, und wenn man das mit einer Impfung vermeiden kann, ist das ein Riesenvorteil.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gegen-krebs-warum-die-hpv-impfung-wichtig-ist-auch-fuer-die-jungs/">Gegen Krebs: Warum die HPV-Impfung wichtig ist – auch für Jungs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die 7 wichtigsten Kommaregeln</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/kommaregeln-die-7-wichtigsten-regeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 08:40:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist klein, es ist schräg, und es bereitet den meisten Schreibenden vor allem eines: Ärger. Kein Zweifel, das Komma gehört zu den größten Fallen im deutschen Sprachdschungel. Und mal ehrlich, sind Kommaregeln in Zeiten der schnellen WhatsApp-Nachricht nicht reine Schikane? Werden Kommaregeln überflüssig? Leider [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/kommaregeln-die-7-wichtigsten-regeln/">Die 7 wichtigsten Kommaregeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist klein, es ist schräg, und es bereitet den meisten Schreibenden vor allem eines: Ärger. Kein Zweifel, das Komma gehört zu den größten Fallen im deutschen Sprachdschungel. Und mal ehrlich, sind Kommaregeln in Zeiten der schnellen WhatsApp-Nachricht nicht reine Schikane?</p>
<h4>Werden Kommaregeln überflüssig?</h4>
<p>Leider nein. Ein falsch oder gar nicht gesetztes Komma kann gerade im Deutschen zu erheblichen Miss­verständnissen führen. Vieles, was wir in der gesprochenen Sprache – meist unbewusst – durch Betonungen und Pausen erläutern, erhält in der Schriftform seinen gewünschten Sinn erst durch Satzzeichen. So wird das Komma zu einem Hilfsmittel für beide Seiten: für die Schreiberin, um sich korrekt auszudrücken, und für den Leser, um den Satz auch bei schnellem Lesen leicht und richtig zu verstehen.</p>
<figure style="width: 480px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2022/04/Warum-Kommas-wichtig-sind_Magazin-SCHULE-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2022/04/Warum-Kommas-wichtig-sind_Magazin-SCHULE_kl.jpg" alt="Warum Kommas wichtig sind - Magazin SCHULE" width="480" height="702" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Nur nicht missverstehen: darum sind Kommas im Deutschen so wichtig</figcaption></figure>
<p>Das gilt für die kurze Textnachricht ebenso wie für die Deutsch-<a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/hausaufgaben-elternfreie-zone/" target="_blank" rel="noopener">Hausaufgabe</a> oder das lange Protokoll, das man vielleicht später im Job anfertigen soll. Und gerade weil der Sinn von Sätzen je nach Stellung eines Kommas oft variieren kann, können uns auch Rechtschreibprogramme die Arbeit nicht abnehmen – sie wissen ja nicht, was wir eigentlich aussagen wollen. Es hilft also nichts, korrekte Zeichen­setzung müssen Schülerinnen und Schüler lernen.</p>
<p>Die gute Nachricht: Niemand muss dafür dicke Regelwerke auswendig lernen. Mit einer guten Handvoll Regeln kann man die Mehrzahl aller Kommas richtig setzen. Schreibende sollten dabei vor allem auf drei Satzteile achten:</p>
<ul>
<li>Haupt- und Nebensätze</li>
<li>bestimmte Signalwörter</li>
<li>Infinitivgruppen</li>
</ul>
<p>Wer darauf achtet und die wichtigsten Regeln im Kopf hat, kann den Kommastreuer zukünftig außer Betrieb nehmen.</p>
<h3>Die sieben wichtigsten Kommaregeln haben wir hier zusammengetragen:</h3>
<p class="initial">1. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma zwischen Hauptsätzen</strong></span></p>
<p><strong><em>Beispiel: Ich setze zu wenige Kommas, Papa setzt zu viele.</em></strong></p>
<p>Einen Hauptsatz erkennt man daran, dass er allein stehen kann und mindestens aus einem Subjekt (z. B. ich) und einem Prädikat (setze) besteht.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Zwischen Hauptsätzen könnte man auch einen Punkt setzen.<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Irritierend für viele: Seit der <a href="https://www.rechtschreibrat.com/" target="_blank" rel="noopener">Rechtschreibreform</a> ist das Komma bei Hauptsätzen, die durch <em>und</em> bzw. <em>oder</em> verbunden sind, freiwillig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="initial">2. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma zwischen Haupt- und Nebensätzen</strong></span></p>
<p><em><strong>Beispiel: Sie findet, dass Kommaregeln zu kompliziert sind.</strong></em></p>
<p>Nebensätze unterscheiden sich von Hauptsätzen dadurch, dass sie nicht allein<br />
stehen können und immer mit dem Verb enden.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Nebensätze erkennt man oft an Bindewörtern (vgl. Regel 3).<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Kommas stehen auch zwischen zwei Nebensätzen. (<em>Ich denke, dass euch die Kommasetzung Spaß machen wird, wenn ihr sie einmal verstanden habt.</em>) KEIN Komma steht, wenn die Nebensätze durch <em>und</em> bzw. <em>oder</em> verbunden sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="initial">3. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma vor Konjunktionen</strong></span></p>
<p><strong><em>Beispiel: Die Regeln sind meistens eindeutig, aber viel zu viele.</em></strong></p>
<p>Konjunktionen werden auch Bindewörter genannt, weil sie Sätze, Wörter oder Satzteile verbinden.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Typische Bindewörter sind unter anderem: <em>aber</em>, <em>(je)doch</em>, <em>sondern</em>, <em>also</em>, <em>dass</em>, <em>außerdem</em>, <em>dennoch</em>, <em>nämlich</em>, <em>trotzdem</em>, <em>sonst</em>, <em>einerseits – andererseits</em>, <em>nicht nur – sondern auch</em>, <em>geradezu</em>, <em>ferner</em>.<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Bei Vergleichen mit <em>als</em> und <em>wie</em> genau hinschauen! KEIN Komma steht, wenn z. B. Personen oder Dinge verglichen werden. (<em>Punkte sind runder als Kommas.</em>) Ein Komma ist jedoch notwendig bei Vergleichen, bei denen ein Nebensatz mit im Spiel ist – also ein Verb nach <em>als</em> oder <em>wie</em> kommt. (<em>Punkte sind runder, als es Kommas sind.</em>)</p>
<p class="initial">4. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma bei Aufzählungen</strong></span></p>
<p><em><strong>Beispiel: Ich mag Kommas, Punkte und Fragezeichen.</strong></em></p>
<p>Kommas trennen Teile einer Aufzählung voneinander. KEIN Komma steht bei Aufzählungen, die durch <em>und</em>, <em>oder</em>, <em>beziehungsweise</em>, <em>(so)wie</em>, <em>sowohl – als auch</em>, <em>weder – noch</em>, <em>entweder – oder</em> verbunden sind.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Zwischen Adjektiven vor einem Substantiv wird ein Komma gesetzt, wenn stattdessen auch ein <em>und</em> stehen könnte (<em>ein einfaches, schnörkelloses Komma</em>).<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Kein Komma steht, wenn das letzte Adjektiv mit dem Substantiv einen Gesamtbegriff bildet. Das betrifft vor allem Adjektive, die eine Farbe, ein Material, eine Zugehörigkeit oder Herkunft beschreiben. (<em>Das Komma ist </em><em>wichtiger Bestandteil der komplizierten deutschen Zeichensetzung.</em>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="initial">5. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma vor Infinitivgruppen</strong></span></p>
<p><em><strong>Beispiel: Sie versuchen, die Kommaregeln besser zu erklären.</strong></em></p>
<p>Eine Infinitivgruppe besteht aus dem Wort zu und einem Verb in der Grundform (Infinitiv).</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Ein Komma MUSS stehen:<br />
&#8211; vor folgenden Signalwörtern, die eine Infinitivgruppe ankündigen: <em>als</em>, <em>(an)statt</em>, <em>außer</em>, <em>ohne</em>, <em>um</em>.<br />
&#8211; wenn die Infinitivgruppe vom Substantiv abhängt. (<em>Er fasste den Plan, die Zeichensetzung zu üben.</em>)<br />
&#8211; wenn die Infinitivgruppe durch ein hinweisendes Wort angekündigt oder wieder aufgenommen wird. (<em>Hier bin ich dafür, ein Komma zu setzen.</em>)<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Seit der Rechtschreibreform kann beim Infinitiv in manchen Fällen auf das Komma verzichtet werden. Expertentipp: Wer einfach immer ein Komma setzt, ist auf der sicheren Seite.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="initial">6. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma bei Beisätzen</strong></span></p>
<p><em><strong>Beispiel: Das Komma, eines der wichtigsten Satzzeichen, bereitet vielen Schülerinnen Probleme.</strong></em></p>
<p>Ein Beisatz (Apposition) steht im gleichen Fall wie das Substantiv und bestimmt dieses näher.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Eine Apposition kann entfernt werden, ohne dass sich der Sinn des Satzes verändert.<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Erläuternde Beisätze können mit Aufzählungen (vgl. Regel 4) verwechselt werden. Die richtige Kommasetzung ist hier wichtig! (<em>Philipp, mein Bruder, und ich</em> = Apposition = zwei Personen; <em>Philipp, mein Bruder und ich</em> = Aufzählung = drei Personen.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="initial">7. <span style="color: #c42329;"><strong>Komma bei nachgestellten Erläuterungen und Satzeinschüben</strong></span></p>
<p><em><strong>Beispiel: In diesem Satz wird ein Komma gesetzt, und zwar vor dem jeweiligen Signalwort.</strong></em></p>
<p>Erläuterungen und Satzeinschübe sind wie Nebensätze zu behandeln (vgl. Regel 2).</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Signalwörter für Satzeinschübe sind unter anderem <em>also</em>, <em>besonders</em>, <em>das heißt (d. h.)</em>, <em>das ist</em>, <em>insbesondere</em>, <em>nämlich</em>, <em>und zwar</em>, <em>vor allem</em>, <em>zum Beispiel (z. B.)</em>.<br />
<strong>Fehlerfalle!</strong> Aufgepasst bei diesen Signalwörtern! Davor steht immer ein Komma, danach nur, wenn der Satz weitergeht. (<em>Satzzeichen, insbesondere Kommas, sind für das Verständnis durchaus sinnvoll.</em>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die 7 wichtigsten Kommaregeln &#8211; Magazin SCHULE &#8211; Fotos: </em><a href="https://www.freepik.com/"><em>freepik</em></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/kommaregeln-die-7-wichtigsten-regeln/">Die 7 wichtigsten Kommaregeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariane Dick Bellosillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 16:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=39312</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass Schuluniformen für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen ist bekannt. Dieser Meinung sind aber nicht alle.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/">Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit beschäftigen sich Lehrer, Schüler, Eltern und Politiker mit dem Thema Schuluniform. Sie stellen sich die Frage, ob die Einführung identischer Kleidung zur Bewältigung alltäglicher Konflikte auf dem Schulhof und im Klassenraum beitragen könnte.</p>
<p>Die Fachhochschule Münster führte eine Studie durch, die feststellte, dass Schüler sehr geteilter Meinung im Bezug auf Schuluniformen waren. Ungefähr die Hälfte der befragten Jugendlichen sprach sich für einheitliche Kleidung aus. Viele dieser Menschen argumentieren damit, dass sich das Gemeinschaftsgefühl der Schulkinder verstärkt und niemand nach seinem Äußeren beurteilt wird. In der Schule spielen Markenklamotten keine entscheidende Rolle mehr und Kinder aus finanziell schwächeren Familien werden nicht ausgeschlossen. Große Familien können Geld sparen, wenn die jüngeren Geschwister die Schuluniformen ihrer älteren Brüder und Schwestern übernehmen.</p>
<p>In diesem kleinen Video der J1T ,,Journalisten für einen Tag&#8220; berichten Lehrer und Schüler einer Schule, warum sie zufrieden mit dem Tragen ihrer Schuluniform sind während Lehrer und Schüler einer anderen Schule schildern, weshalb sie Schuluniformen kritisch sehen:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_5Ngkzasps0?si=4VO8t6lM6phXy5eG" consent-required="79381" consent-by="services" consent-id="79382"></iframe></p>
<h3>Schuluniform ändert nicht viel</h3>
<p>Auch wenn ein paar dieser Argumente zutreffen, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass sich Schulen, mit verpflichtender und einheitlicher Kleidung, nicht bemerkenswert von Schulen ohne Schuluniform unterscheiden.</p>
<p>Ich habe ein halbes Jahr im Ausland verbracht und dort eine Schule besucht, an der die Schuluniform Pflicht ist. Ich fand es sehr gut morgens keine Zeit beim Auswählen meiner Kleidung zu verlieren. Und am Anfang kam es mir in den Klassenräumen tatsächlich harmonischer vor als an deutschen Schulen, doch nach einiger Zeit erkannte ich, dass genau so viel ausgegrenzt und über andere hergezogen wird, wie ich es bisher schon kannte.</p>
<h4>Dein Rock ist zu kurz!</h4>
<p>Denn die Schüler reizten sich untereinander auf anderen Wegen. Andere Werte traten in den Vordergrund. Sie verglichen, wer den tollsten Rucksack, die tollste Uhr oder den besten Schmuck trug. Mädchen sprachen abfällig über andere Schulkameradinnen, weil diese ihre Röcke zu hoch gezogen hatten, damit sie kürzer wirkten.</p>
<p>Außerdem konnte man trotz gleichen Aussehens die finanziellen Mittel der Familie eines Kindes erahnen, da die getragenen Schuluniformen kleine Ungleichheiten aufwiesen. Grund dafür waren die zwei verschiedenen Hersteller, die sich preislich um fast die Hälfte unterschieden.</p>
<p>Obendrein fühlten sich viele Schüler in der Schuluniform nicht wohl. Gründe dafür konnten Hautfarben und Körperbau oder einfach nur der Komfort sein. Ich habe kaum Schüler getroffen, die voller Überzeugung bestätigen konnten, dass sie die Uniform gerne tragen.</p>
<h3>Sie kamen mir alle gleich vor</h3>
<p>Doch was mich an meiner Zeit an dieser Schule am meisten irritiert hat ist, dass ich am ersten und in den darauf folgenden Tagen keinen ersten Eindruck meiner Klassenkameraden hatte. Sie kamen mir alle gleich vor. Ich hatte das Gefühl, dass die Kinder in ihre Individualität und in ihrem Selbstausdruck eingeschränkt wurden. Ein ziemlich drastisches Beispiel dafür ist, dass einer meiner Freundinnen dieser Schule verboten wurde ihre Haare offen zu tragen, da man sonst ihre gefärbten Haarspitzen sehen konnte. Der Versuch dieser Freundin und anderer Jungendlicher sich zu differenzieren wurde untersagt. Doch Selbstausdruck ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung, und diese wird auf diese Art und Weise beeinträchtigt.</p>
<p>Ich denke, dass beim Tragen eines erzwungenen Outfits ein Teil der Entscheidungsfreiheit genommen wird. Mädchen müssen Röcke tragen und Jungs Hosen. Das ist eine, meiner Meinung nach, ziemlich konservative Einstellung für eine moderne Gesellschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/">Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Operatoren: Prüfungsfragen richtig verstehen</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/operatoren-so-gehen-pruefungsfragen-heute/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Tiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2023 09:00:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vieles ist noch genauso wie früher. Räume, Möbel, Lehrertypen, oft sogar die Bücher und Arbeitsblätter: Auf Eltern wirkt die Schule ihrer Kinder manchmal, als sei dort die Zeit stehen geblieben. Einiges an diesem Eindruck ist wohl wahr – und doch ist die Schlussfolgerung falsch. Denn [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/operatoren-so-gehen-pruefungsfragen-heute/">Operatoren: Prüfungsfragen richtig verstehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vieles ist noch genauso wie früher. Räume, Möbel, Lehrertypen, oft sogar die Bücher und Arbeitsblätter: Auf Eltern wirkt die Schule ihrer Kinder manchmal, als sei dort die Zeit stehen geblieben. Einiges an diesem Eindruck ist wohl wahr – und doch ist die Schlussfolgerung falsch. Denn die Anforderungen im Unterricht haben sich deutlich verändert – und das hat auch mit den so genannten Operatoren zu tun.</p>
<h3>Kompetenzen und Operatoren gehören zusammen</h3>
<p>Die Geschichte der Operatoren beginnt <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/wie-werden-unsere-schulen-besser/">mit der ersten Pisa-Studie.</a> Diese hatte Deutschland ein schlechtes, einigen Bundesländern sogar ein besonders schlechtes Zeugnis ausgestellt. Daraufhin einigten sich die Kultusministerien darauf, neue, gemeinsame Standards für den Unterricht zu entwickeln. Lehrpläne wurden aufeinander abgestimmt und meist durch so genannte „Bildungspläne“ ersetzt. Darin hatten die eigentlichen Lerninhalte einen geringeren Stellenwert als früher. Im Zentrum standen nun sogenannte Kompetenzen: Wichtig ist weniger, was die Schüler wissen, als das, was sie können sollen – frei formulieren etwa, Diagramme auswerten oder argumentieren.</p>
<h4>Heute klingen Aufgaben oft etwas nach Kasernenhof</h4>
<p>Dass das durchaus ein Unterschied ist, merkt man auch an den Prüfungen. Darin wird heute kaum noch etwas gefragt: Wo früher „wie“ oder „welche“ stand, finden sich jetzt lauter Begriffe in Befehlsform. „Nenne!“, „erkläre!“, „beurteile!“: Moderne Aufgaben klingen oft etwas nach Kasernenhof. Aber diese Schlüsselwörter, Operatoren genannt, sind das Gegenstück zu den Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Unterricht erwerben sollen. Mit ihnen prüft die Lehrkraft, ob die Lernenden tatsächlich ein Diagramm auswerten oder Argumente formulieren können.</p>
<p>„Erkläre folgendes Diagramm!“: Unterhalb dieser Anweisung kann zum Beispiel eine Kurve gezeigt werden, die den Verkauf von Schweinefleisch in Deutschland seit 1990 zeigt. Schülerinnen und Schüler sollen in diesem Fall die Kurve nicht nur in eigenen Worten beschreiben, sondern auch Gründe für deren Verlauf nennen – und zwar selbst dann, wenn sie im Unterricht nur den Kuhmilchkonsum durchgenommen haben.</p>
<h3>Wer die Operatoren kennt, weiß, was verlangt ist</h3>
<p>Im Prinzip sind Operatoren also klare Handlungsanweisungen. Sie verraten, was die Lehrkraft vom Schüler oder der Schülerin erwartet: Wenn in der Aufgabe „nenne“ steht, kann eine Aufzählung genügen; auf „erkläre“ sollte man tunlichst in mehreren Sätzen antworten. Wer das nicht versteht, verschenkt Punkte.</p>
<p>Transparent wird dadurch auch der Anspruch einer Aufgabe. Ebenso wie Kompetenzen gliedern sich Operatoren in ein System von drei aufeinander aufbauenden Anforderungsbereichen: Im untersten Bereich geht es um eher einfache Aufgaben, wie etwas wiederzugeben. Im zweiten muss das eigene Wissen erklärt und in neue Zusammenhänge gebracht werden. Und im dritten geht es ums Diskutieren, Interpretieren und Planen.</p>
<p>Schülerinnen und Schüler sollten also genau wissen, was Operatoren bedeuten. Unten haben wir die wichtigsten dieser Schlüsselwörter zusammengefasst. Dabei kann die genaue Bedeutung eines Operators jedoch von Fach zu Fach variieren, ebenso wie der Anspruch einer Aufgabe. Wenn also am Ende bei einer Aufgabe Punkte fehlen, lohnt es sich, die Lehrkraft zu fragen, was sie zusätzlich erwartet hätte.</p>
<hr />
<h3 class="center">Newsletter</h3>
<p><em><strong><img decoding="async" class="alignright" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2021/12/Newsletter-Magazin-SCHULE-300x173.jpg" alt="Newsletter Magazin SCHULE" />Interessieren Sie sich für Themen wie dieses?</strong> Mit dem Magazin-SCHULE-Newsletter informieren wir Sie einmal im Monat über die besten neuen Artikel, aktuelle Aktionen und Tipps der Redaktion. Und wenn Sie keine Lust mehr haben, können Sie den Newsletter jederzeit mit einem Klick wieder abbestellen. Versprochen. Jetzt anmelden:</em></p>
<p><script id="n2g_script">!function(e,t,n,c,r,a,i){e.Newsletter2GoTrackingObject=r,e[r]=e[r]||function(){(e[r].q=e[r].q||[]).push(arguments)},e[r].l=1*new Date,a=t.createElement(n),i=t.getElementsByTagName(n)[0],a.async=1,a.src=c,i.parentNode.insertBefore(a,i)}(window,document,"script","https://static.newsletter2go.com/utils.js","n2g");var config = {"container": {"type": "div","class": "","style": ""},"row": {"type": "div","class": "","style": "margin-top: 15px;"},"columnLeft": {"type": "div","class": "","style": ""},"columnRight": {"type": "div","class": "","style": ""},"label": {"type": "label","class": "","style": ""}};n2g('create', 'hud57kvr-wl4l52vb-65n');n2g('subscribe:createForm', config);</script></p>
<hr />
<h3 class="initial">Operatoren im Anforderungsbereich 1: Reproduktionsleistungen</h3>
<p>Daten, Fakten, Techniken: Im ersten Anforderungsbereich geht es darum, Inhalte aus dem Unterricht fachlich korrekt wiederzugeben – und zwar in dem gelernten Zusammenhang. Hier sind noch keine größeren Verstandesleistungen erforderlich: Es genügt, sich die Unterrichtsinhalte gemerkt zu haben und zu wissen, wozu sie gehören. Ebenfalls in diesen Bereich fällt das Beschreiben und Anwenden gelernter und geübter Methoden und Arbeitsweisen.</p>
<h4>Typische Operatoren – und was sie in Prüfungsfragen bedeuten:</h4>
<ul>
<li><strong>beschreiben</strong><br />
Informationen oder Sachverhalte in eigenen Worten (fach)sprachlich richtig und angemessen aus vorgegebenem Material oder dem eigenen Wissen wiedergeben</li>
<li><strong>darstellen</strong><br />
Einen Sachverhalt in eigenen Worten (oft unter Zuhilfename einer Skizze) strukturiert und ausführlich wiedergeben</li>
<li><strong>erstellen</strong><br />
Daten oder Fakten in übersichtlicher und fachlich korrekter (oft vorgegebener) Form darstellen</li>
<li><strong>nennen</strong><br />
Passende Begriffe ohne nähere Erklärungen aufzählen und dabei ggf. Informationen aus vorgegebenem Material entnehmen. Auf richtige Schreibweise achten!</li>
<li><strong>skizzieren</strong><br />
Einen Sachverhalt, einen Zusammenhang oder ein Ergebnis übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert wiedergeben</li>
<li><strong>wiedergeben</strong><br />
Informationen oder Sachverhalte aus vorgegebenem Material oder dem eigenen Wissen vortragen oder aufschreiben</li>
<li><strong>zusammenfassen</strong><br />
Aus einem Text oder einer Aussage das Wesentliche in konzentrierter Form (aber meist in ganzen Sätzen!) wiedergeben</li>
</ul>
<h4>Typische Beispiele:</h4>
<ul>
<li><strong>Nennen </strong>Sie die Bestandteile der DNS.</li>
<li><strong>Geben</strong> Sie die Theorie der OPlattentektonik <strong>wieder.</strong></li>
<li><strong>Fassen</strong> Sie die Argumente der Autorin <strong>zusammen.</strong></li>
<li><strong>Zeichnen</strong> Sie die Funktion f in ein geeignetes Koordinatensystem.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Operatoren im Anforderungsbereich 2: Reorganisations- und Transferleistungen</h3>
<p>Wieso, weshalb, warum: Für den zweiten Anforderungsbereich sollen Schülerinnen und Schüler das im Unterricht Gelernte erklären, bearbeiten und (neu) ordnen. Dabei benutzen sie korrekte Fachbegriffe und wenden ihr Wissen und erlernte Methoden auch auf andere, unbekannte Sachverhalte an. In diesem Anforderungsbereicht hilft kein Auswendiglernen mehr: Man muss sein Wissen erklären und anwenden können.</p>
<h4>Typische Operatoren – und was sie in Prüfungsfragen bedeuten</h4>
<ul>
<li><strong>anwenden</strong><br />
Eine erlernte Methode oder einen bekannten Zusammenhang auf eine neue Problemstellung beziehen</li>
<li><strong>begründen</strong><br />
Einen Sachverhalt auf Regeln, Gesetze oder kausale Zusammenhänge zurückführen bzw. durch nachvollziehbare Argumente stützen</li>
<li><strong>berechnen</strong><br />
Einen gelernten Rechenweg verwenden, um aus gegebenen Werten eine Lösung zu generieren</li>
<li><strong>einordnen</strong><br />
Eigenes Vorwissen und/oder bekannte Methoden anwenden, um Sachverhalte (begründet!) in einen Zusammenhang zu stellen</li>
<li><strong>erklären</strong><br />
Sachverhalte mithilfe eigener Vorkenntnisse verständlich machen, begründen und in einen Zusammenhang einordnen</li>
<li><strong>gliedern</strong><br />
Aussagen oder Sachverhalte in eine logisch richtige oder systematisch angemessene Reihenfolge bringen</li>
<li><strong>prüfen</strong><br />
Sachverhalte, Fragestellungen oder Probleme mit erlernten Methoden und nach sinnvollen Kriterien bearbeiten</li>
<li><strong>vergleichen</strong><br />
Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede ermitteln, gewichten und darstellen</li>
</ul>
<h4>Typische Beispiele:</h4>
<ul>
<li><strong>Begründen </strong>Sie, warum der vorliegende Text der Epoche der Romantik zuzuordnen ist.</li>
<li><strong>Berechnen</strong> Sie den pH-Wert der Lösung.</li>
<li><strong>Vergleichen</strong> Sie die Wirtschaftskraft der beiden Länder.</li>
<li><strong>Erklären</strong> Sie den Verlauf der abgebildeten Kurve</li>
<li><strong>Wenden</strong> Sie das Verfahren der Polynomdivision zur Lösung der Gleichung <strong>an.</strong></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Operatoren im Anforderungsbereich 3: Reflexion und Problemlösung</h3>
<p>Denken und diskutieren: Um Aufgaben aus dem dritten Anforderungsbereich zu lösen, müssen Lernende sich Sachverhalte erarbeiten, Problemstellungen erfassen und selbstständig erlernte Methoden anwenden, um schließlich zu eigenen Ergebnissen zu gelangen. Hier wird begründet, erörtert, gewertet und beurteilt. Aufgaben aus diesem Bereich erfordern daher viel Denkarbeit – und ein umfassendes Wissen: Schülerinnen und Schüler vergessen leicht, dass sie ihre Analysen und Abwägungen durch eigenes Wissen belegen müssen. Mit Schwafeln kommt man hier nicht weit.</p>
<h4>Typische Operatoren – und was sie in Prüfungsfragen bedeuten</h4>
<ul>
<li><strong>beurteilen</strong><br />
Die Stichhaltigkeit von Aussagen, Sachverhalten oder Behauptungen mittels Fachwissen und Fachmethoden prüfen und darlegen</li>
<li><strong>bewerten</strong><br />
Zusätzlich zur Beurteilung (s. o.) selbst begründet Stellung nehmen</li>
<li><strong>diskutieren</strong><br />
Einer Problemstellung oder These Argumente gegenüberstellen, diese abwägen und zu einer eigenen, begründeten Bewertung finden</li>
<li><strong>erörtern</strong><br />
Ähnlich wie diskutieren: eine These oder ein Problem erfassen, Argumente abwägen, dazu eigene Gedanken formulieren und zu einem eigenen, wertenden Urteil gelangen</li>
<li><strong>interpretieren</strong><br />
Einen Sachverhalt oder Zusammenhang aus einem Text oder aus Materialien erschließen, erklären, daraus Schlüsse ziehen und bewerten</li>
<li><strong>planen</strong><br />
Zu einem vorgegebenen Problem ein Experiment und eine Anleitung entwerfen</li>
<li><strong>Stellung nehmen</strong><br />
Zu einer These, Aussage oder Behauptung begründend eine eigene Meinung äußern</li>
</ul>
<h4>Typische Beispiele:</h4>
<ul>
<li><strong>Diskutieren </strong>Sie Chancen und Risiken der Kernfusion als zukünftige Energiequelle.</li>
<li><strong>Widerlegen</strong> Sie die folgende Behauptung: &#8230;</li>
<li><strong>Nehmen</strong> Sie <strong>Stellung</strong> zu der formulierten These.</li>
<li><strong>Erörtern</strong> Sie die oben genannte Forderung.</li>
<li><strong>Interpretieren</strong> Sie die Aussage des Protagonisten vor dem Hintergrund des weiteren Handlungsverlaufs.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/operatoren-so-gehen-pruefungsfragen-heute/">Operatoren: Prüfungsfragen richtig verstehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Übertritt: Das &#8222;Grundschulabitur&#8220; spornt an</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/uebertritt-das-grundschulabitur-spornt-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2021 16:36:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zweiundzwanzig Klassenarbeiten in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde, und das von September bis April: Dieses stressige Programm der vierten Klasse hat dem Übertrittszeugnis in Bayern den Beinamen &#8222;Grundschulabitur&#8220; eingebracht. Ebenso wie in Thüringen, Sachsen und Brandenburg entscheidet dort der Notenschnitt in der vierten Klasse [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/uebertritt-das-grundschulabitur-spornt-an/">Übertritt: Das &#8222;Grundschulabitur&#8220; spornt an</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zweiundzwanzig Klassenarbeiten in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde, und das von September bis April: Dieses stressige Programm der vierten Klasse hat dem Übertrittszeugnis in Bayern den Beinamen &#8222;Grundschulabitur&#8220; eingebracht. Ebenso wie in Thüringen, Sachsen und Brandenburg entscheidet dort der Notenschnitt in der vierten Klasse darüber, welche Schulart ein Kind anschließend besuchen darf. Auch wenn die Zahl der so genannten &#8222;Proben&#8220; in Bayern inzwischen auf 18 reduziert wurde, kritisieren Eltern immer wieder das rigide Vorgehen. Schließlich dürfen die Eltern in den zwölf anderen Bundesländern weitgehend selbst bestimmen, welche Schule ihr Kind besucht.</p>
<p>Elternwille, Notenentscheidung oder Lehrerempfehlung? Darüber wird in Deutschland seit vielen Jahren gestritten. Die meisten Eltern möchten selbst entscheiden. Bildungsforscher hingegen weisen darauf hin, dass Lehrkräfte und Noten eine bessere Voraussage dafür leisten, ob ein Kind den Anforderungen am Gymnasium entsprechen kann. Die Politik schwankt zwischen den Polen – und so wurde in einigen Bundesländern in den vergangenen Jahren eine verbindliche Lehrerempfehlung eingeführt bzw. wieder abgeschafft.</p>
<h4>Die Leistungen steigen – schon vor der Entscheidung</h4>
<p>Die Bildungsökonomin Elisabeth Grewenig hat sich dieses Hin und Her am ifo Zentrum für Bildungsökonomik zunutze gemacht (<a href="https://www.ifo.de/publikationen/2021/working-paper/school-track-decisions-and-teacher-recommendations-evidence-german" target="_blank" rel="noopener">hier ihr working paper</a>). Sie hat sich Testergebnisse von Schülerinnen und Schülern in jenen Bundesländern angesehen, die ihr Entscheidungsverfahren für den Übertritt an die weiterführende Schule geändert haben: Hatte der Wechsel Einfluss auf die Ergebnisse der Kinder?</p>
<p>Und tatsächlich: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler wurden besser, wenn Noten oder die Empfehlung der Lehrkraft den weiteren Bildungsweg bestimmten. Schon im Jahr vor dem Wechsel zeigten sie bessere Ergebnisse in Lesen und Mathematik als Kinder, deren Eltern selbst über die nächste Schule entscheiden konnten. Und auch an der weiterführenden Schule blieb der Unterschied bestehen, noch in der neunten Klasse konnte Grewenig einen kleinen, positiven Effekt der bindenden Lehrerempfehlung feststellen.</p>
<h4>Schüler investieren mehr Zeit – und die Eltern auch</h4>
<p>Interessant ist der Grund, den die Wissenschaftlerin dafür aus unterschiedlichen Befragungen ausgemacht hat: Schülerinnen und Schüler, deren Bildungsweg von der Schule bestimmt wurde, investierten mehr Zeit in sinnvolle Betätigungen. Einerseits lasen sie mehr, auch in ihrer Freizeit. Andererseits verbrachten sie aber auch mehr Zeit mit Musizieren, Sport, Werken oder Zeichnen – alles Freizeitaktivitäten, von denen bekannt ist, dass sie den Schulerfolg positiv beeinflussen.</p>
<p>Wie aber kam es dazu? Auch dafür hat Grewenig eine Erklärung – und zwar auf Seiten der Eltern. Denn diese investierten noch deutlich mehr Zeit zusätzlich in schulische Dinge als ihre Kinder, wenn ihnen die Laufbahnentscheidung aus der Hand genommen war. Vor allem suchten sie deutlich häufiger den Kontakt zu den Lehrkräften ihres Kindes – auch das ein Faktor, der bekanntermaßen den Lernerfolg von Kindern steigert.</p>
<h4>Eltern-Engagement lohnt sich</h4>
<p>Nur spekulieren lässt sich, dass die Eltern in dieses Gesprächen vielleicht Tipps bekommen haben, welche Aktivitäten ihren Kindern für die Schule nützlich sein können. Bekannt sind jedoch, dass Kinder motivierter lernen, wenn ihre Eltern sich für die Schule interessieren, Gesprächsangebote dort wahrnehmen und sich am besten sogar dort engagieren. Das lohnt sich also auch ohne Grundschulabitur.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Übertritt: Das Grundschulabitur spornt an – Foto: stokking/freepik</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/uebertritt-das-grundschulabitur-spornt-an/">Übertritt: Das &#8222;Grundschulabitur&#8220; spornt an</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gymnasium? Nein, danke</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/gymnasium-nein-danke-warum-viele-eltern-nach-alternativen-zum-gymnasium-suchen/</link>
					<comments>https://www.magazin-schule.de/magazin/gymnasium-nein-danke-warum-viele-eltern-nach-alternativen-zum-gymnasium-suchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 14:01:13 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=84373</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sophia geht auf eine Realschule. Es ist eine Einrichtung mit gutem Ruf, katholisch, reine Mädchenschule, beliebt unter den Eltern in der Umgebung. Aber eben nur: eine Realschule. Die elfjährige Sechstklässlerin hätte nach der ­Grundschule spielend aufs Gymnasium wechseln dürfen, doch ihre Eltern haben sich dagegen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gymnasium-nein-danke-warum-viele-eltern-nach-alternativen-zum-gymnasium-suchen/">Gymnasium? Nein, danke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sophia geht auf eine Realschule. Es ist eine Einrichtung mit gutem Ruf, katholisch, reine Mädchenschule, beliebt unter den Eltern in der Umgebung. Aber eben nur: eine Realschule. Die elfjährige Sechstklässlerin hätte nach der ­Grundschule spielend aufs Gymnasium wechseln dürfen, doch ihre Eltern haben sich dagegen entschieden. Warum schickt jemand eine Viertklässlerin mit einem Schnitt von 1,66 auf die Realschule? Noch dazu in Bayern?</p>
<p>Sophia sei „sehr verträumt und verspielt“, erzählt Christine, die Mutter. Wie viele andere Eltern ­erfolgreicher Schüler unterstützten auch ­Christine und ihr Mann ihre Tochter nachmittags beim Lernen. Dabei haben sie früh festgestellt, dass Sophia nach einem langen Schultag „die nötige Power dafür fehlt“. Sophia malt lieber, geht auf den Spielplatz oder fährt Rollerblades. Christine hat sich trotzdem oft rechtfertigen müssen für diese Entscheidung. Dabei sind immer mehr Eltern auf der Suche nach einer Art „slow education“, einer Bildung also, die weniger Druck ausübt und Kindern mehr Zeit lässt.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Immer mehr Eltern sind auf der Suche nach einer Art ‚slow education‘</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Auch die Eltern des elfjährigen ­Maximilian aus Düsseldorf haben trotz guter Noten für ihren Sohn die Realschule gewählt. In seinem Fall hatte die Grundschullehrerin vom Besuch des Gymnasiums abgeraten. Maximilian – einst auf Antrag vorzeitig eingeschult – könne es zwar schaffen, sagte sie, aber es werde ein Kampf.</p>
<p>Ein halbes Jahr wogen die ­Eltern des Jungen ab, tendierten mal für den direkten Weg zum Abitur, dann wieder dagegen. Als sie schließlich mitbekamen, dass eine Familie am selben Ort für ihr Kind, das auf dem Gymnasium nicht erfolgreich war, vergeblich einen Platz an einer Realschule suchte, stand für sie fest: Wir gehen kein Risiko ein. „Ich habe noch zwei andere Kinder“, erzählt Mutter Sonja, „da kann ich jedenfalls nachmittags nicht vier Stunden mit Maximilian lernen, damit er das Gymnasium auch sicher schafft.“</p>
<h4>Alternativen zum Gymnasium: Klammheimlich dreht sich die Stimmung</h4>
<p>Spricht sich langsam herum, dass sich auch ohne Gymnasium ­alles ­erreichen lässt? Besonders in Bayern, wo nur Grundschüler mit einem Schnitt von mindestens 2,33 in den Hauptfächern Mathe, Deutsch sowie Heimat- und Sachkunde problemlos zum Gymnasium wechseln dürfen, haben die Grundschullehrkräfte in der Vergangenheit oft geklagt: über Kinder, die blass und ohne Freude ­büffeln. Über ­Mütter, die angesichts der Note Drei in ­Tränen ausbrechen, und Väter, die mit dem Anwalt drohen. Über eine Gesellschaft, die Fami­lien ­glauben macht, die einzig selig machende Schulform sei das ­Gymnasium.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Eltern hoffen auf weniger Druck, mehr Zeit – und mehr Familienfrieden</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Klammheimlich aber dreht sich die Stimmung. Als ­Christine ihre Tochter Sophia auf der Realschule an­meldete, traf sie dort etliche andere Eltern, deren Kinder ebenfalls Zeugnisse voller Einser und Zweier mitbrachten. Die Hoffnung der Eltern: weniger Druck für die Kinder, mehr Familienfreizeit, von Schule einigermaßen ungetrübter Familienfrieden.</p>
<p>Allerdings werden Realschulen selten. Die Schulreformmaschine ist in vollem Gang, die meisten Bundesländer schaffen die Haupt- und Realschulen ab oder haben dies bereits getan. Eltern, die das straffe Programm der Gymnasien abschreckt, interessieren sich daher verstärkt für ­Reformschulen wie Montessori- oder Waldorfschulen oder andere private Institute. Die ­Schülerzahlen steigen dort auch, doch die Plätze sind begrenzt. Viele erhalten eine Absage. Der Grund: Während der Staat im Wettbewerb um Lehrkräfte mit Ver­beamtungen lockt, fehlt es den Privatschulen an Pädagogen.</p>
<h4>Vom Trend gegen die Turboschulkarriere profitieren die Gemeinschaftsschulen</h4>
<p>Dafür hat die steigende Zahl der Eltern und Schüler, die sich bewusst gegen eine Turboschulkarriere am Gymnasium entscheiden, neuerdings eine immer populärer werdende Alternative: die sogenannten Gemeinschaftsschulen, die mehr als einen Bildungsgang anbieten. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler an solchen Schulen um 50 Prozent gestiegen, seit 2004 hat sie sich mehr als verdoppelt.</p>
<p>Allerdings: Nach bekannter Föderalismus-Manier heißt diese Schulform überall in Deutschland anders. Ob Stadtteilschule, Oberschule, Regionalschule, Integrierte Sekundarschule oder Erweiterte Realschule: Alle Schulen eint, dass nicht mehr nach Leistung getrennt wird, das heißt, die Lernenden werden nicht in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, sondern lernen im gleichen Klassenzimmer. Individuelle Förderung ist ein großes Thema, Noten in aller Regel nicht. Je nach Neigung können die Lernenden mit dem Hauptschulabschluss oder der mittleren Reife abgehen oder vielerorts gemeinsam bis zum Abitur bleiben.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Nicht jede Schule passt zu jedem Kind</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Nicht überall gibt es freilich Gemeinschaftsschulen, und nicht überall, wo es sie gibt, sind Kinder und Eltern begeistert. Auf vielen Gemeinschaftsschulen arbeitet jedes Kind mit individuell erstellten Zielen im eigenen Tempo. Dort gibt es kaum Frontalunterricht. Die häufig geäußerte Kritik von Müttern und Vätern lautet, an den Schulen würden selbst jüngere Kinder wie Erwachsene behandelt und seien zu oft sich selbst überlassen. Nicht jede Schule passt zu jedem Kind. Tatsächlich sind Eltern gut beraten, sich am Ende der Grundschulzeit ihres Kindes die infrage kommenden weiterführenden Schulen genau anzusehen.</p>
<h4>Im deutschen Schulsystem gilt: kein Abschluss ohne Anschluss</h4>
<p>Die Eltern von Theresa haben das getan, zusammen mit ihrer Tochter. Beim Tag der offenen Tür an der Realschule waren alle begeistert von dem tollen Programm, der guten Stimmung, der Freundlichkeit und Kompetenz der Lehrkräfte. Die Entscheidung gegen das Gymnasium aber war da schon längst gefallen.</p>
<p>Bei einer Informationsveranstaltung zum Übertritt hatte sich Christine die Empfehlung eines Gymnasiallehrers zu Herzen genommen. Ein Kind sei reif fürs Gymnasium, so hatte der ­Pädagoge dem Plenum erklärt, wenn es ­seine Hausaufgaben selbst erledige, ­gerne lerne, ein gesundes Selbstvertrauen habe sowie geistig und emotional stabil sei. Ja, Sophia lernt gerne und auch selbstständig, aber nur, wenn sie etwas interessiert. Und nein, Sophia ist eher zurückhaltend, und schlechte Noten belasten sie. Warum also, so dachten die Eltern, sollen wir unser Kind dem Risiko des Scheiterns aussetzen? Warum ihm etwas zumuten, für das es noch nicht gewappnet ist? „Wir haben uns für unsere Tochter entschieden“, sagt Christine und ergänzt: „Kindheit lässt sich nicht nachholen.“</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Kindheit lässt sich nicht nachholen<cite class=""><strong>Christine</strong>, Mutter von Sophia </cite></p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Und kann nicht schließlich jeder, der will und motiviert ist, das Abitur auch auf Umwegen schaffen? Das deutsche Bildungssystem ­bietet ­jedenfalls mehr Chancen, als ­viele ­meinen. In den meisten Bundesländern können Schüler und Schülerinnen ihr Abi beispiels­weise auch über die Fachoberschule (FOS) und/oder Berufsoberschule (BOS) ­erreichen, wenn auch in unterschied­lichen Zeiträumen.</p>
<p>Es gibt Aufbaugymnasien, die Schüler der Hauptschule ab der siebten oder achten bzw. Schüler der Realschule ab dem zehnten oder elften Schuljahr zur Hochschulreife führen. Zu den weiteren Möglichkeiten zählen unter anderem der Besuch eines Abendgymnasiums oder einer Fernschule. Zudem haben seit einigen Jahren auch Handwerksmeister das Recht zu studieren.</p>
<p>„Kann ich auf diese Schule gehen und trotzdem später Architekt werden?“, hatte Maximilian den Rektor seiner Realschule gefragt und von der Antwort abhängig gemacht, ob er ein Gymnasiast oder ein Realschüler wird. Seinem Berufswunsch stehe überhaupt nichts im Wege, hatte der Pädagoge versichert, solange er sich anstrenge. Auf der Schule läuft es für den Jungen aus Düsseldorf jetzt ebenso rund wie für Sophia aus ­München. Die Eltern beider Kinder sind sich ­allerdings einig: Auch auf der Realschule bekomme man „nichts geschenkt“.</p>
<p><em><small>„Gymnasium? Nein, danke – warum viele Eltern nach Alternativen zum Gymnasium suchen“ – Foto: <a href="https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/charmante-studentin-mit-buch-im-park_1314118.htm">Freepik</a></small></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gymnasium-nein-danke-warum-viele-eltern-nach-alternativen-zum-gymnasium-suchen/">Gymnasium? Nein, danke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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