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	Kommentare zu: Inklusion – Revolution mit Ansage	</title>
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	<description>So leben und so lernen wir</description>
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		<title>
		Von: Lisa		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-203</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 21:49:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich bin seit meiner Kindheit schwerhörig. Daher verbrachte ich von der 1.-10. Klasse auf einer Förderschule. Ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich dort war. Ich kann mir nicht vorstellen, in einer Klasse von mindestens 20 Kindern dem Unterricht folgen zu können. Selbst wenn ich vorne beim Lehrer gesessen hätte, hätte ich die Reihen hinter mir nicht verstehen können. In der Förderschule saß ich mit 8-10 Schülern in einem halben Kreis zusammen, sodass ich jeden sehr gut verstehen und somit dem Unterricht folgen konnte. Der Lehrer oder die Lehrerin war immer darauf bedacht, uns den Lernstoff genau zu vermitteln. Ich fühlte mich sehr wohl dort. Als ich in die Pubertät kam, schämte ich mich außerhalb der Schule für meine Behinderung und versuchte diese so gut es ging sie zu verbergen. Das brauchte ich in der Förderschule nicht, denn dort hatten ja alle das gleiche Handicap. 
Als ich meinen Abschluss erfolgreich abschloss, besuchte ich die &quot;normale&quot; Berufsschule in der freien Wirtschaft. Ich saß mit 24 anderen Kolleginnen in einer Klasse zusammen, was für mich problematisch war. Ich habe entweder nur jedes zweite Wort verstanden oder die Lehrer haben zu schnell, zu leise oder genuschelt gesprochen. Bei Gruppenarbeiten war ich immer das letzte Rad am Wagen, weil meine Mitschüler schon viel weiter waren als ich. Ich hinkte irgendwie immer hinterher, was für mich immer richtig doof war. Viel Verständnis wurde mir von den Schülerinnen auch nicht entgegengebracht, im Gegenteil, ich wurde oft allein gelassen mit meinem Problem. Ich musste mit Mühe alles zu Hause nacharbeiten. Zum Glück hatte ich eine nette Lehrerin, die mir so gut es ging, half. Als ich meinen Abschluss geschafft habe, merkte ich, wie gut ich es doch in der Förderschule hatte, wo die Rahmenbedingungen für mich perfekt waren. Da war das Lernen viel entspannter und einfacher. Ich finde es schade, dass die Förderschulen aufgegeben werden sollen, obwohl es m.E. sehr gute Schulen sind, wo Kinder mit Handicaps viel besser unter besten Voraussetzungen lernen können. 
Alles andere ist nur Quälkram...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin seit meiner Kindheit schwerhörig. Daher verbrachte ich von der 1.-10. Klasse auf einer Förderschule. Ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich dort war. Ich kann mir nicht vorstellen, in einer Klasse von mindestens 20 Kindern dem Unterricht folgen zu können. Selbst wenn ich vorne beim Lehrer gesessen hätte, hätte ich die Reihen hinter mir nicht verstehen können. In der Förderschule saß ich mit 8-10 Schülern in einem halben Kreis zusammen, sodass ich jeden sehr gut verstehen und somit dem Unterricht folgen konnte. Der Lehrer oder die Lehrerin war immer darauf bedacht, uns den Lernstoff genau zu vermitteln. Ich fühlte mich sehr wohl dort. Als ich in die Pubertät kam, schämte ich mich außerhalb der Schule für meine Behinderung und versuchte diese so gut es ging sie zu verbergen. Das brauchte ich in der Förderschule nicht, denn dort hatten ja alle das gleiche Handicap.<br />
Als ich meinen Abschluss erfolgreich abschloss, besuchte ich die &#8222;normale&#8220; Berufsschule in der freien Wirtschaft. Ich saß mit 24 anderen Kolleginnen in einer Klasse zusammen, was für mich problematisch war. Ich habe entweder nur jedes zweite Wort verstanden oder die Lehrer haben zu schnell, zu leise oder genuschelt gesprochen. Bei Gruppenarbeiten war ich immer das letzte Rad am Wagen, weil meine Mitschüler schon viel weiter waren als ich. Ich hinkte irgendwie immer hinterher, was für mich immer richtig doof war. Viel Verständnis wurde mir von den Schülerinnen auch nicht entgegengebracht, im Gegenteil, ich wurde oft allein gelassen mit meinem Problem. Ich musste mit Mühe alles zu Hause nacharbeiten. Zum Glück hatte ich eine nette Lehrerin, die mir so gut es ging, half. Als ich meinen Abschluss geschafft habe, merkte ich, wie gut ich es doch in der Förderschule hatte, wo die Rahmenbedingungen für mich perfekt waren. Da war das Lernen viel entspannter und einfacher. Ich finde es schade, dass die Förderschulen aufgegeben werden sollen, obwohl es m.E. sehr gute Schulen sind, wo Kinder mit Handicaps viel besser unter besten Voraussetzungen lernen können.<br />
Alles andere ist nur Quälkram&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Lika		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-94</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2014 12:06:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-93&quot;&gt;Dorscheidt, Antoinette&lt;/a&gt;.

Als betroffene Mutter eines Kindes mit Asperger bin ich auch für die Inklusion, eigentlich. Ja eigentlich, Inklusion muss gut gemacht sein und Bedienstete der Schule müssten wissen, was das Wort bedeutet. In Hamburg werden Asperger Kinder der Regelschule verwiesen mit dem Hinweis eine Förderschule zu besuchen, dabei sind Asperger in der Regel schlau und können schulisch sogar das Abitur erreichen sofern man sie lässt. Aber es ist viel bequemer ihnen den Förderschulabschluss zu geben.Ist das gelungene Inklusion??? Ich denke mal nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-93">Dorscheidt, Antoinette</a>.</p>
<p>Als betroffene Mutter eines Kindes mit Asperger bin ich auch für die Inklusion, eigentlich. Ja eigentlich, Inklusion muss gut gemacht sein und Bedienstete der Schule müssten wissen, was das Wort bedeutet. In Hamburg werden Asperger Kinder der Regelschule verwiesen mit dem Hinweis eine Förderschule zu besuchen, dabei sind Asperger in der Regel schlau und können schulisch sogar das Abitur erreichen sofern man sie lässt. Aber es ist viel bequemer ihnen den Förderschulabschluss zu geben.Ist das gelungene Inklusion??? Ich denke mal nicht.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Dorscheidt, Antoinette		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-93</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dorscheidt, Antoinette]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 20:22:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Integrationspädagogin bin ich selbstverständlich für die Inklusion, und zwar aus den Gründen, die von den Befürworter in Ihrem Artikel genannt werden. Kritikern, wie Mathias Brodkorb, SPD-Bildungsminister in Mecklenburg - Vorpommern möchte ich Folgendes sagen: &quot;Sie meinen, dass es unmöglich sei, dass alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit demselben Lernstoff folgen.&quot; Aber wer sagt, dass alle Kinder demselben Lehrstoff folgen sollten? Es ist schon lange bekannt, auch und vor allem in den Bildungsministerien der Länder, dass nur ein gewisser Prozentsatz aller Kinder und Schüler in der Lage sind, den gleichen Lern- und Lehrstoff erfolgreich aufzunehmen. Die heutigen Lehr- und Lernmethoden sind deshalb auf die Individualität der Schüler, sowohl im kognitiven als im sozial-kreativen Bereich, ausgerichtet. Damit schließen sie wunderbar an die Unterschiedlichkeit der Kinder an. Ein autistisch Kind, dass hochbegabt ist, bekommt auf dieser Weise die Möglichkeit, unterschiedliche Lösungswege zu erforschen und zu kommunizieren. Sein soziales Defizit, er nimmt zum Beispiel nicht gerne an Gruppenaktivitäten teil und er ist nicht empfindlich für die Einhaltung allgemeiner Schulregeln, gleicht er aus durch seine extreme Ehrlichkeit den Lehrern gegenüber und dadurch, dass er gerne bereit ist, andern &quot;normalen&quot; Kinder bei schwierigen Aufgaben zu helfen. Dieser Junge wäre trotz seiner ausgezeichneten kognitiven Fähigkeiten völlig untergegangen in einem Schulsystem, dass Kinder zwingt, sich einem festen inhaltlichen Unterrichtsplan zu unterwerfen. 
Ein anderes Kind, mit Downsyndrom, bekommt in der Regelschule die Chance, ihr hohes Mass an Menschenfreundlichkeit, Aufmerksamkeit, Lebensfreude, all dies in Verbindung mit einer nicht-behinderte Intelligenz!, in gute schulische Leistungen umzusetzen. Auch sie hätte keine Zukunftschancen, wenn sie an allererster Stelle als behindertes Kind gelten würde und nicht als Kind mit besonderen Eigenschaften. Es ist höchste Zeit, dass wir uns nicht mehr auf die Schwierigkeiten konzentrieren, sondern auf die Bereicherung, die Inklusion für uns alle bedeutet. Wir sollten die Schwierigkeiten weniger in den Behinderungen der Kinder suchen, als in der fehlenden Offenheit und Toleranz der Umwelt.
Antoinette Dorscheidt
Integrationspädagogin
Lebenshilfe Koblenz e.v.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Integrationspädagogin bin ich selbstverständlich für die Inklusion, und zwar aus den Gründen, die von den Befürworter in Ihrem Artikel genannt werden. Kritikern, wie Mathias Brodkorb, SPD-Bildungsminister in Mecklenburg &#8211; Vorpommern möchte ich Folgendes sagen: &#8222;Sie meinen, dass es unmöglich sei, dass alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit demselben Lernstoff folgen.&#8220; Aber wer sagt, dass alle Kinder demselben Lehrstoff folgen sollten? Es ist schon lange bekannt, auch und vor allem in den Bildungsministerien der Länder, dass nur ein gewisser Prozentsatz aller Kinder und Schüler in der Lage sind, den gleichen Lern- und Lehrstoff erfolgreich aufzunehmen. Die heutigen Lehr- und Lernmethoden sind deshalb auf die Individualität der Schüler, sowohl im kognitiven als im sozial-kreativen Bereich, ausgerichtet. Damit schließen sie wunderbar an die Unterschiedlichkeit der Kinder an. Ein autistisch Kind, dass hochbegabt ist, bekommt auf dieser Weise die Möglichkeit, unterschiedliche Lösungswege zu erforschen und zu kommunizieren. Sein soziales Defizit, er nimmt zum Beispiel nicht gerne an Gruppenaktivitäten teil und er ist nicht empfindlich für die Einhaltung allgemeiner Schulregeln, gleicht er aus durch seine extreme Ehrlichkeit den Lehrern gegenüber und dadurch, dass er gerne bereit ist, andern &#8222;normalen&#8220; Kinder bei schwierigen Aufgaben zu helfen. Dieser Junge wäre trotz seiner ausgezeichneten kognitiven Fähigkeiten völlig untergegangen in einem Schulsystem, dass Kinder zwingt, sich einem festen inhaltlichen Unterrichtsplan zu unterwerfen.<br />
Ein anderes Kind, mit Downsyndrom, bekommt in der Regelschule die Chance, ihr hohes Mass an Menschenfreundlichkeit, Aufmerksamkeit, Lebensfreude, all dies in Verbindung mit einer nicht-behinderte Intelligenz!, in gute schulische Leistungen umzusetzen. Auch sie hätte keine Zukunftschancen, wenn sie an allererster Stelle als behindertes Kind gelten würde und nicht als Kind mit besonderen Eigenschaften. Es ist höchste Zeit, dass wir uns nicht mehr auf die Schwierigkeiten konzentrieren, sondern auf die Bereicherung, die Inklusion für uns alle bedeutet. Wir sollten die Schwierigkeiten weniger in den Behinderungen der Kinder suchen, als in der fehlenden Offenheit und Toleranz der Umwelt.<br />
Antoinette Dorscheidt<br />
Integrationspädagogin<br />
Lebenshilfe Koblenz e.v.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Marco Hass		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-92</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marco Hass]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 17:36:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=2261#comment-92</guid>

					<description><![CDATA[Ängste und Bedenken blockieren vieles.
Inklusion heißt auch die Wahlmöglichkeit zwischen Regel- UND Sondereinrichtung zu haben.
Genau wie Demokratie benachteiligt eine allgemein gültige Vorgehensweise IMMER Minderheiten.
Bei Menschen mit Behinderungen kann es nur individuelle Vorgehensweisen geben.
Insgesamt sollte das Bildungssystem an sich infrage gestellt werden. 
Praktiker aus Erziehungswissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Jugendämter, Eingliederungshilfe und Medizin sollen endlich fachübergreifend in einem Prozess des Austausches, Erkenntnisse zusammenführen, um daraus ein System der Bildung erwachsen lassen, dass für Politik als Leistungsbeschreibung und Auftrag eines Bildungskonzeptes sein muss.
Die selben Denk- und Handlungsweisen der vergangenen Jahrzente, durch die viele Potentiale entstanden sind und sich entwickelt haben, kann nicht in der selben Denkweise gelöst werden.
Denkt Neu! Denkt übergreifend! Vernetzt das Wissen vieler! Schafft Raum und Ressourcen für Austausch! kontakt@marcohass.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ängste und Bedenken blockieren vieles.<br />
Inklusion heißt auch die Wahlmöglichkeit zwischen Regel- UND Sondereinrichtung zu haben.<br />
Genau wie Demokratie benachteiligt eine allgemein gültige Vorgehensweise IMMER Minderheiten.<br />
Bei Menschen mit Behinderungen kann es nur individuelle Vorgehensweisen geben.<br />
Insgesamt sollte das Bildungssystem an sich infrage gestellt werden.<br />
Praktiker aus Erziehungswissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Jugendämter, Eingliederungshilfe und Medizin sollen endlich fachübergreifend in einem Prozess des Austausches, Erkenntnisse zusammenführen, um daraus ein System der Bildung erwachsen lassen, dass für Politik als Leistungsbeschreibung und Auftrag eines Bildungskonzeptes sein muss.<br />
Die selben Denk- und Handlungsweisen der vergangenen Jahrzente, durch die viele Potentiale entstanden sind und sich entwickelt haben, kann nicht in der selben Denkweise gelöst werden.<br />
Denkt Neu! Denkt übergreifend! Vernetzt das Wissen vieler! Schafft Raum und Ressourcen für Austausch! <a href="mailto:kontakt@marcohass.de">kontakt@marcohass.de</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Juliane Fuchs		</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/inklusion/#comment-91</link>

		<dc:creator><![CDATA[Juliane Fuchs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 16:15:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Berg Fidel ist wirklich ein Paradies. Im Bamberger Schulalltag herrscht das Gegenteil: Da sitzt ein Kind mit geistigem Förderbedarf in einer ganz normalen Grundschulklasse und einen Vormittag in der Woche kommt eine pädagogische Fachkraft und kümmert sich um dieses Kind. Das ist alles. Bzw. das ist der Alltag der schulischen Inklusion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berg Fidel ist wirklich ein Paradies. Im Bamberger Schulalltag herrscht das Gegenteil: Da sitzt ein Kind mit geistigem Förderbedarf in einer ganz normalen Grundschulklasse und einen Vormittag in der Woche kommt eine pädagogische Fachkraft und kümmert sich um dieses Kind. Das ist alles. Bzw. das ist der Alltag der schulischen Inklusion.</p>
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