Kennen & Können

Teil II der Sommertipps: Lernen fürs Leben

In unserer Ausgabe 13/2015 startete die zweiteilige Serie mit den besten Tipps für einen unvergesslichen Sommer. Hier präsentieren wir nun 15 weitere spannende Ideen für die großen Ferien!


2015-14_LernenLeben_Minnesaenger
Mittelalterfeste: zurück in eine andere Zeit
18  Zurückreisen

Historische Spektakel unter: www.mittelalterkalender.info

 

19  Insekten helfen

In der Stadt fehlen den Insekten Nist- und Überwinterungsorte. Abhilfe zu schaffen geht ganz leicht. Bauanleitung für ein Insektenhotel gibt es hier.

 

20  Chef spielen

Vorsicht, gewagtes Familienexperiment: Die Kinder sagen, wo’s lang geht. Die Eltern gehorchen. Fernsehen, Taschengeld, Essen, Schlafenszeiten – all die Punkte, die sonst in Familien über Jahre diskutiert  werden müssen, liegen für eine begrenzte Zeit in den Händen der Kinder. Die Eltern machen, was sie wollen, es sei denn, sie bekommen ausdrückliche Anweisungen. Ob das Chaos womöglich ausbleibt, wenn die Kinder übernehmen? Wem das Risiko zu hoch erscheint, der kann es mit einer weniger spektakulären Variante probieren: Die Kinder einen Tag lang komplett in Ruhe lassen. Kein Rufen zum Essen, keine Anziehvorschriften, keine Programmangebote. Nichts. Dafür bleiben die Eltern bis in die Puppen im Bett liegen und lassen die Dinge laufen. Lerneffekt? Zumindest die Erkenntnis: Elternschaft muss gar nicht stressig sein.

 

21  Den Jakobsweg gehen

. . . denn der Weg ist das Ziel. Wo ließe sich das besser erleben als auf der berühmten Ich-bin-dann-mal-weg-Strecke zwischen den Pyrenäen und   Santiago de Compostela? Man muss ja nicht gleich die ganzen 800 Kilometer des Klassikers gehen. Was zählt: der Wille, einen Teil zu schaffen, und die Ausdauer dranzubleiben. Das geht sogar vor der Haustür: Unter www.deutsche-jakobswege.de sind die hiesigen Zubringer der berühmten Schlussetappen verzeichnet.

Etwas über die eigenen Ahnen erfahren ist tagesfüllend und aufregend!
Ob Stammbaum recherchieren oder Baum pflanzen – aufregend und nachhaltig ist beides!

 

22  Stammbaum zeichnen

Kinder interessieren sich leidenschaftlich für ihre Herkunft. Es dauert seine Zeit, bis man alle Ahnen recherchiert hat, aber es lohnt sich. Hilfreich: www.wikihow.com

 

23  Bäume pflanzen

Bäume sind überhaupt fantastisch. Sie wandeln das Zeug, das wir nicht brauchen (Kohlendioxid), um in Zeug, ohne das wir nicht leben können (Sauerstoff). Jeder Baum erzeugt Sauerstoff für zwei Menschen. Ein schönes Symbol also, wenn etwa eine vierköpfige Familie zwei Bäume pflanzt. Wer keinen Garten hat, bittet den Bürger-meister um ein Plätzchen oder fragt bei plant-for-the-planet.org nach.

 

24  Witze erzählen

Ob wir in unserem Leben viel zu lachen haben, können wir schon auch selbst bestimmen – indem wir unseren Alltagsärger in Stoff für humorvolle Anekdoten verwandeln. Das schult die Selbstironie und hebt die Laune. Darin kann sich jeder Mensch gar nicht früh genug üben. Die Lernexpertin Vera F. Birkenbihl übrigens war sogar ein Fan von Witzbörsen und etablierte in ihrem Büro den „Joke of the day“. Wer damit anfängt, kann irgendwann auch leichter über sich selbst lachen.

 

25  Mit Kirschen meditieren

Buddhistische Lehrer nehmen immer Mandarinen, aber man kann auch mithilfe von Kirschen ganz ruhig werden. Einen Versuch ist es wert: Aus einer Schale mit Kirschen nimmt jeder eine heraus und hält sie in seiner Hand. Dann sind alle aufgefordert, sich einen Kirschbaum vorzustellen. Sonne und Regen, Tag und Nacht. Die Kirsche wächst und wächst, irgendwann wird sie gepflückt. Jetzt ist sie hier. Danach untersuchen alle ihre Kirsche, nehmen den Geruch wahr, führen sie zum Munde, beißen ganz bewusst hinein und genießen den Geschmack. Ob man wirklich das Universum in einer Frucht finden kann?

 

26  Verlieren üben

Ein starker Charakter muss gelernt haben, mit Anstand einzustecken. Wie hat Champions-League-Verlierer Arjen Robben gesagt? Akzeptieren, heulen,  weitermachen. Wie man das lernt? Zum Beispiel mit Monopoly spielen.

 

27  Musik hören

Wenig spektakulär? Nicht, wenn Sie Folgendes verabreden: Jeder darf einen Abend lang Werbung für seine bevorzugte Musikrichtung machen. Mit Infos über die Komponisten, Stellung in der Musikgeschichte und natürlich zahlreichen Hörbeispielen. Heavy Metal contra Barockmusik? Techno versus Pop? Das klingt spannend.

2015-14_LernenLeben_feuerwerk
Wer sagt denn, dass Feuerwerk nur an Silvester stattfinden muss?

 

28  Raketen basteln

Die Experimente-Bücher verstauben im Schrank? Kein Wunder: Chemie macht mehr Spaß, wenn die Großen mitmachen. Für den ersten Knall-zisch-peng-Workshop im Freien(!) alte Filmdöschen mit einem Teelöffel Backpulver und einem Esslöffel Essig füllen, Deckel festdrücken. Schütteln, hinstellen, weggehen: boaaahh.

 

29  Ein Talent entdecken

Vielleicht kann ich doch singen . . . Einmal den Gesangslehrer engagieren und die Familie testen lassen. Bringt Spaß und die eine oder andere Überraschung.

 

30  Improvisieren

Die Wir-kaufen-nix-Woche zwingt zum Ausprobieren neuer Rezepte und fördert gute Nachbarschaft: Fürs Ausleihen von fünf Eiern spendieren Sie Schokolade.

 

31  Autofahren üben

Selbstverständlich: Das Kind ist wieder mal Schüler, sitzt am Steuer und lenkt. Mama oder Papa sitzt daneben und spielt den (geduldigen) Fahrlehrer. Okay, es ist verboten, aber darin liegt ja grade der Reiz. Auf verlassenen Parkplätzen oder privatem Grund sollte das Unfall- und Entdeckungsrisiko nicht allzu groß sein.

 

32  Ohne Dach schlafen

Näher kann man der Natur kaum kommen: Wer ohne ein dünnes Zeltdach schläft, nimmt die Gerüche und Geräusche besonders intensiv wahr. Wer sich zu schutzlos fühlt: Wie wäre eine Nacht auf dem Balkon?

 

33  In der Stadt abtauchen

Warum in die Ferne schweifen? Auch die eigene Stadt kann man mal wie ein Tourist erleben. Stadtführungen gibt es übrigens immer häufiger auch in alten U-Bahn-Schächten, Bunkern und Kanalisationen. Auch dort lernt man jede Menge Wissenswertes über die Vergangenheit. Und vielleicht sogar das Gruseln . . .

 



Unsere Themen im Überblick

Kommentieren