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	<title>Leserautoren Archive - Magazin SCHULE</title>
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	<description>So leben und so lernen wir</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Feb 2024 11:02:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Keine Angst vor der Einschulung!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 07:16:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einschulung. Irgendwann trifft es jede Familie, und alle gehen unterschiedlich damit um. Die einen machen sich ­Gedanken, ob das Kind wirklich schon reif ­genug für die Schule ist. Andere machen sich schon vor der Einschulung ziemlich viel Druck, was den Notenspiegel betrifft. Die nächs­ten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einschulung. Irgendwann trifft es jede Familie, und alle gehen unterschiedlich damit um. Die einen machen sich ­Gedanken, ob das Kind wirklich schon reif ­genug für die Schule ist. Andere machen sich schon vor der Einschulung ziemlich viel Druck, was den Notenspiegel betrifft. Die nächs­ten hoffen auf eine „starke“ Klasse und eine kompetente Klassenlehrerin. Und inmitten all dieser Fragen, der zwiespältigen Gefühle, der Angst vor der Einschulung und der Vorfreude darauf steht dieser höchst dramatische Satz im Raum: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Dieser Satz ist ein Angstmacher par exellence</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Ganz so, als wäre die Kindheit von heute auf morgen plötzlich vorbei. Ein Angstmacher par excellence. Heraufbeschworen durch Eltern, die bereits Schulkinder haben und immer wieder darauf hin­weisen, wie die ganze Familie unter den Massen an <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/hausaufgaben-elternfreie-zone/" target="_blank" rel="noopener">Hausaufgaben,</a> der Fülle an schwierigen Proben und der Prüfungsangst leide. Wie desillusionierend!</p>
<h4>Aufregung und Rührung: Ja! Angst vor der Einschulung? Nein!</h4>
<p>Zeit für ein Hobby? Pustekuchen! Am Nachmittag Freunde treffen? Eher selten! Stattdessen herrsche ab jetzt der unermüdliche Kampf zwischen ständiger Pflichterfüllung gegenüber der Schule und großem Unwillen seitens des Kindes. Na bravo! Wahrlich keine schönen Aussichten für die bevorstehende Einschulung unseres Sohnes Moritz, dachten wir damals. Aber wir blieben zuversichtlich.</p>
<p>Dann wurde er eingeschult. ­Aufregung und Rührung machten sich breit. Von Angst keine Spur. Es war ein tolles Gefühl, ihn in einen neuen Abschnitt zu begleiten, es ihm zuzugestehen, dass er nun auch endlich zu den Großen gehört. Letzteres war für unser Kind das Wichtigste.</p>
<p>Heute kann ich sagen: Nichts von dem, was uns im Vorfeld prophezeit wurde, traf ein. Weder in der ersten noch in der zweiten Klasse gab es Stress wegen Hausaufgaben, bevorstehender Tests oder <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/viele-schueler-machen-sich-selbst-druck/" target="_blank" rel="noopener">Leistungsdruck.</a> Darüber sind wir sehr dankbar. Dafür mussten wir aber in den ersten Wochen nach der Einschulung vor allem mit einem Aspekt umgehen lernen, den wir so nicht erwartet hatten.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Plötzlich war unser Sohn ein Pimpf, der keine Ahnung hat</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Im Kindergarten zählte unser Sohn zu den Großen, zu den Wackelzähnen. So fühlte er sich, und so verließ er auch den Kindergarten: als Schulkind. Was er faktisch ja auch war. Angekommen in der neuen Umgebung, noch voller Zuversicht und großer Freude, wurde Moritz sofort von den älteren Kindern zum „Ersti“ (Erstklässler) herabgestuft. Ein Pimpf, der ­sowieso keine Ahnung hat. Die Art und Weise, wie Dritt- und Viertklässler mit den Neuankömmlingen umgingen, war auch für uns ein Schock. Nicht selten flogen einem Sätze entgegen wie „Ich polier dir heute noch die ­Fresse, du Ersti.“ Oder: „Guck dir mal die Kleinen an. Die ­machen sich gleich ins Höschen.“</p>
<h4>Auf dem Pausenhof herrscht ein klares Gesetz: Wie du mir, so ich dir</h4>
<p>Für unseren Sohn bedeutete das, sich permanent gegen die Größeren zu behaupten, hin und wieder nicht hinzuhören, die anderen zu ignorieren und sich nicht provozieren zu lassen. Gar nicht so einfach, wenn ein Kind zu Hause wie auch im Kindergarten lernt, dem ­anderen durch Zuhören eine Wertschätzung zu vermitteln und dass Beschimpfen an sich kein zielführender Umgangston ist.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Was uns in dieser Zeit geholfen hat? Gespräche, Gespräche, Gespräche.</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Auf dem Pausenhof herrschte aber ein klares Gesetz: wie du mir, so ich dir. Das betraf auch Prügeleien. Was sagt man also seinem Kind, wenn es, trotz vehementer verbaler Gegenwehr, getreten oder geschlagen wird? Schlag zurück?<br />
Diese ersten Wochen waren anstrengend und ermüdend. Für Moritz, weil er sich der sozialen Aspekte nicht entziehen konnte. Für uns, weil unser sonst sehr ausgeglichenes Kind plötzlich heftige Reaktionen zeigte. Oft hatte man das Gefühl, es wäre stets und immer „kampfbereit“, die Zündschnur extrem kurz. Verständlich, wenn man täglich eins auf den Deckel bekommt.</p>
<p>Was uns in dieser Zeit geholfen hat? Gespräche, Gespräche, Gespräche. Nicht die Art von Unterhaltung, bei der man ohne Punkt und Komma auf sein Kind einredet, es zum korrekten Verhalten ermahnt. Es waren ­stille Momente, meist abends im Bett, in denen unser Sohn ganz von selbst rausließ, was ihn bewegte. Etwa die Frage, wie er mit dem Gesetz Groß gegen Klein umgehen soll. Ängste, an denen er uns teilhaben ließ. Zum Glück waren es nur ein paar heftige Wochen. Denn dann war die Klassengemeinschaft – auch dank des Ein­wirkens der Lehrerin – so stark, dass die Großen an den Erstis kein Interesse mehr hatten.</p>
<p>Als Eltern mussten wir lernen zu akzeptieren, dass unser Kind nun nicht mehr behütet ist, wie einst im Kindergarten, und auch heftige Konflikte meist allein­ ­lösen muss. Nicht weil da niemand ist, der helfen könnte, sondern weil Kinder ihre ganz eigenen Regeln der Konfliktlösung aufstellen. Sie wollen nicht als Petze, Angsthase oder Weichei beschimpft werden. Sie möchten es selbst klären, und das ist auch gut so.</p>
<p><em>Keine Angst vor der Einschulung! – Magazin SCHULE – Foto: <a href="https://de.freepik.com/fotos/mama-kind">pvproductions/freepik</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Mehr Praxis für Abiturienten!</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/mehr-praxis-fuer-abiturienten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2019 15:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir befinden uns zurzeit in der heißen Phase. Na, ich müsste besser schreiben: in einer der heißen Phasen. Schließlich gibt es so einige davon in der Zeit des Heranwachsens des Nachwuchses. Wir befinden uns aktuell also in einer der heißen Phasen. Nämlich in der „Der-Schulwechsel-steht-an-­Phase“. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir befinden uns zurzeit in der heißen Phase. Na, ich müsste besser schreiben: in einer der heißen Phasen. Schließlich gibt es so einige davon in der Zeit des Heranwachsens des Nachwuchses. Wir befinden uns aktuell also in einer der heißen Phasen. Nämlich in der „Der-Schulwechsel-steht-an-­Phase“. Unser älterer Sohn wechselt im Sommer von der Grund- auf die Oberschule. In Berlin geschieht dies nach der sechsten Klasse. Die Kinder haben hier also ein bisschen mehr Zeit als in den meisten anderen deutschen Bundesländern, um sich ihrer ­Stärken und ausbaufähigen Bereiche bewusst zu werden.</p>
<p>Und trotzdem sind viele Sechst­klässler und deren Eltern verun­sichert, welcher Schultyp wohl am besten geeignet ist. Natürlich orientiert sich die Empfehlung der Grundschullehrer (in Berlin heißt sie Förderprognose) zunächst einmal an den Noten und darüber hinaus am ­Arbeitsverhalten des Kindes. Ist die grobe Richtung klar, besuchen die Kinder mit ihren Eltern die Tage der offenen Tür der Oberschulen, um sich einen Eindruck zu verschaffen und ­Informationen zu sammeln.</p>
<h4>Warum gibt es eigentlich an Gymnasien so wenige Angebote für praktisch begabte Kinder?</h4>
<p>Beim Besuch dieser Veranstaltungen ging mir immer wieder die folgende Frage durch den Kopf: ­Warum gibt es an abiturorientierten Oberschulen so wenige Angebote für praktisch begabte Schüler? Fast ausschließlich an Real- und Hauptschulen (in Berlin: Integrierte Sekundarschule ohne gymnasiale Oberstufe) gibt es ausgestattete Schulküchen, in denen man kochen und backen lernen kann. Fast ausschließlich dort sind Werkstätten und genügend Zeit im Stundenplan vorhanden, um sägen, bohren, ­feilen, löten, nähen, gärtnern usw. lernen zu können.</p>
<p>Die einzige Ausnahme stellen die Gesamtschulen (in Berlin: Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe) dar. Hier haben die Schüler die Möglichkeit, das Abitur abzulegen, und gleichzeitig gibt es das Schulfach „Wirtschaft, Arbeit, Technik“ (WAT), in dem man all diese praktischen ­Fertigkeiten erlernen kann. (Die alle natürlich auch eine theoretische, wissenschaftliche Seite haben.)</p>
<p>Ein Lehrer gestand mir allerdings, dass die WAT-Stunden auch dort so knapp gesät und oft derart über die Woche verstreut sind, dass aus Zeitmangel lediglich Miniprojekte angegangen werden können. Schließlich gehe der Großteil der Schulstundenzeit bereits für Vorbereitungs- und Aufräumarbeiten drauf. Meiner Meinung nach gibt es viele Grundschüler, deren Notendurchschnitt absolut in eine Gymnasial­empfehlung mündet und die trotzdem nicht nur wissenschaftlich und theoretisch Fachwissen erwerben möchten.</p>
<h4>Die Arbeitswelt braucht doch vorausschauend denkende Fachkräfte!</h4>
<p>Abgesehen davon, dass auch Abiturienten und Akademiker essen und mal einen Nagel in die Wand schlagen müssen: Die heutige Arbeitswelt braucht vorausschauend ­denkende Fachkräfte, die nicht lediglich einen Teilaspekt, sondern das Ganze im Blick haben. Ich denke, dass ein Ingenieur, der selbst mal eine Platine ­gelötet oder die Statik eines Bauwerks nicht nur berechnet, sondern selbst bauend überprüft hat, einen wesentlich wertvolleren ­Beitrag ­leisten kann als ein reiner Theoretiker.</p>
<p>Andersherum stellen immer mehr Arbeitgeber für Ausbildungsgänge, die früher vollständig mit MSA-/Mittlere-Reife-Absolventen bestückt waren, zu 50 Prozent Abiturienten ein. Man kann also nicht alle Schüler, die mehr praktisch arbeiten wollen, an Schulen ohne gym­nasiale Oberstufe verweisen. Die Gleichung „Wer ein Gymnasium besucht, der strebt ein Studium an und braucht daher keine praktischen Fertigkeiten“ ist weder zeitgemäß noch praxisnah. Ein anderer Aspekt ist der Beitrag der Ausgewogenheit von Praxis und Theorie zur Schülergesundheit. Immer mehr Gymnasiasten klagen nämlich darüber, dass ihnen Entspannungsphasen im Schulalltag fehlen. Praktische Lerneinheiten könnten diese schaffen, sodass die Schüler beim Lernen mit den Händen nebenbei wieder Kraft tanken könnten für das Lernen mit den grauen Zellen.</p>
<p>So, und welche Schule wählt nun mein fleißiger Sohn, der wahrscheinlich eine Gymnasialempfehlung ­bekommen wird, aber am liebs­ten praktisch arbeitet? Ich hoffe, dass uns die perfekte Lösung ganz schnell über den Weg laufen wird. Denn bis zur Oberschulanmeldung dauert es nicht mehr lange.</p>
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		<title>Besser lernen mit  Musik</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/besser-lernen-mit-musik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 13:49:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Methodenwechsel, Bewegungspausen, Frischluft: Lehrkräfte kennen und nutzen verschiedene Möglichkeiten, um ihre Schüler zu motivieren und ihre Leistungsfähigkeit im Unterricht zu steigern. Erstaunlicherweise wird eine besonders einfache und effektive Möglichkeit jedoch selten genutzt: Das Lernen mit Musik. Um zu erfassen, warum das Lernen mit Musik oft [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Methodenwechsel, Bewegungspausen, Frischluft: Lehrkräfte kennen und nutzen verschiedene Möglichkeiten, um <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/du-schaffst-das-motivation-lernen/">ihre Schüler zu motivieren</a> und ihre Leistungsfähigkeit im Unterricht zu steigern. Erstaunlicherweise wird eine besonders einfache und effektive Möglichkeit jedoch selten genutzt: Das Lernen mit Musik.</p>
<h5>Um zu erfassen, warum das Lernen mit Musik oft so viel besser funktioniert, können wir ganz einfach bei unseren eigenen Erfahrungen beginnen.</h5>
<p>Woran denken Sie beim Wort „Musik“? Die Assoziationen sind sicherlich vielfältig: vielleicht an Instrumente, an Geräusche und Töne, die sie erzeugen, die laut, leise, angenehm, penetrant, harmonisch, schrill, antik oder auch zeitgemäß sein können. Vielleicht summen Sie auch Ihre Lieblingsmusik, etwa Klassisches von Mozart, Bach, Beethoven, Vivaldi oder auch „Neue Musik“ von Igor Strawinsky oder Béla Bartók? Möglicherweise schmettern Sie aber auch einen Rocksong oder Ihren Lieblingsschlager?</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Musik wirkt auf unser Fühlen und Denken</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Musik wirkt auf uns Menschen, auf unser Gemüt, unsere Emotionen, unser Fühlen und Denken. Musikhören und -machen bereichert unser Leben, macht uns zufrieden. Und Musik bringt uns zusammen, fördert unsere ­Sozial-­ und Kommunikationskompetenzen. „Wo die ­Sprache aufhört, fängt die Musik an“, sagte schon der Autor und Komponist E. T. A. Hoffmann so treffend.</p>
<p>Ach, man kann die Musik gar nicht genug loben – die Musik macht etwas mit uns: wenn wir ein Instrument spielen, im Chor oder in einer Band singen, tanzen und hüpfen, bei der Haus- und Gartenarbeit ein Liedchen trällern oder einfach zuhören. „Dann wird Musik zu einer Brücke zwischen Emotion und Kognition“, <a href="https://www.welt.de/print/wams/wissen/article153708558/Dr-Mozart.html">erklärt Mari Tervaniemi,</a> die in Helsinki ein Forschungsteam leitet, das untersucht, wie man Musik in der Heilung von neurologischen Störungen einsetzen kann.</p>
<h5>Aktuelle Studien haben ergeben, dass die starke Wirkung der Musik auf unser Wohlbefinden sich auch auf unsere Leistungsfähigkeit überträgt.</h5>
<p>Deshalb ist es allerhöchste Zeit, dieses Wissen auch in unsere Schulen zu tragen. Das Lernen mit Musik sollte im Unterricht einen weitaus höheren Stellenwert erhalten. Denn es ist ja bekannt, dass Musik das Gehirn anregt und dass sie sogar beim Lernen hilft. Das Wichtigste: Musik macht glücklich. Und was wollen wir mehr als glückliche Schülerinnen und Schüler?</p>
<p>Klar, ­Musik spielt heute schon in den regulären Musikstunden, in Arbeitsgemeinschaften, im Schulchor und bei Festen und Feiern eine Rolle. Ihre positive Wirkung müsste dennoch viel intensiver genutzt werden, und zwar im ­Rahmen des allgemeinen Unterrichts. Viele Grundschullehrer machen davon Gebrauch. So lassen sie die Kinder nach Musik malen, bieten ihnen Momente der Ruhe und Stille durch entsprechende langsame oder ­romantische Musikstücke oder nutzen Bewegungsübungen nach ­Musik zur Auflockerung des Unterrichts nach Phasen großer ­Anstrengung und Konzentration. Da reicht oft schon ­simple Fingergymnastik mit Musikbegleitung, um die Kinder zu ­begeistern.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Unruhige, nervöse Kinder sind nach musikalischen Aktivitäten meist ausgeglichener und konzentrierter</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Der Umgang mit Musik hilft nicht zuletzt auch verhaltensauffälligen Schülern, gibt ihnen Selbstvertrauen und Sozialkompetenz. Unruhige, nervöse Kinder sind nach musikalischen Aktivitäten meist ausgeglichener und konzentrierter beim Lernen. Auf gehemmte oder ­sprachgestörte Kinder und Migranten ohne deutsche Sprachkenntnisse wirken sich Musikmachen und -hören ebenso positiv aus. Denn Musik gleicht aus, regt an, beruhigt und entspannt.</p>
<p>Eltern, Lehrer, Schulleiter sollten dazu beitragen, dass in Schulen noch häufiger Musik gehört, noch mehr ­gesungen und getanzt wird. Und wir sollten alles daransetzen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen. Wir sind also auf dem besten Wege zu erkennen, dass Musik mit all ihren positiven Effekten ein bewährtes Heil- und Lernmittel ist, das zahlreiche Therapien und Lernprozesse unterstützen kann.</p>
<p><em>Besser lernen mit Musik – Leserautoren – Fotos: Shutterstock – Composing: Gundi Hösl<br />
</em></p>
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		<title>Gibt&#8217;s die auch zum Ankleben?</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/kinder-unselbststaendig-gibts-die-auch-zum-ankleben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2018 14:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich ist mir aufgefallen, dass meine Jungs (neun und zwölf Jahre alt) ­keine Knöpfe annähen können. Vermutlich werden sie es überleben. Trotzdem ­finde ich, dass sie es können sollten. Um sich im Leben durchzuwursteln, gehört mehr dazu, als die Blätter ­einheimischer Bäume bestimmen zu können. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich ist mir aufgefallen, dass meine Jungs (neun und zwölf Jahre alt) ­keine Knöpfe annähen können. Vermutlich werden sie es überleben. Trotzdem ­finde ich, dass sie es können sollten. Um sich im Leben durchzuwursteln, gehört mehr dazu, als die Blätter ­einheimischer Bäume bestimmen zu können.</p>
<p>Wer ist eigentlich für die „Knopflosigkeit“ verantwortlich? Wer macht unsere Kinder unselbstständig? Reflexhaft sehe ich Richtung Schule. Meine Kids lernen dort in der Tat eher, Tacker und Heißklebepistole zu benutzen als eine Nähnadel. Erleichtert lehne ich mich ­zurück. Puh! Ich dachte schon, ich müsste mich selbst mit Nadel und Faden bewaffnen und meine Jungs zum Nachsitzen in Sachen Hauswirtschaft verdonnern. Schule ist doch als Sündenbock eine herrliche Sache. Wenn es sie nicht gäbe, müsste sie erfunden werden. Es tut meiner Elternseele gut, wenn ich so direkt und unkompliziert die Ursache für ein Erziehungsproblem finden kann – und die ­Ursache vor allem nicht bei mir liegt.</p>
<h4>Die Schule ist schuld, oder?</h4>
<blockquote class="right text-left"><p>Na, das ist ja wohl Aufgabe der Eltern! Sagt die Stiefmutter</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Leider, leider mosert ein kleines, aber feines Stimmchen in meinem Kopf herum. Erst leise, dann immer deutlicher. „Mein liebes Kind, das ist aber nun wirklich die Aufgabe des Elternhauses, seinem Nachwuchs das Bettenmachen, Knöpfeannähen und Schleifenbinden beizubringen.“ Ich kenne diese Stimme: Sie gehört meiner Mutter. Da ich meine Mutter nicht mehr interviewen kann, rufe ich meine Stiefmutter an. Und wissen Sie, was die sagt? Sie glauben es nicht! „Na, das ist ja wohl die Aufgabe der Eltern!“ Und jetzt müsse sie sich verabschieden: Zusammen mit ihrem (erwachsenen) Sohn müsse sie heute noch ihren riesigen Garten winterfein machen. Okay, das scheint also ein Beispiel für die (gelungene) Erziehung ­unserer Elterngeneration zu sein.</p>
<p>Wenn die beiden Damen Recht hätten, hieße das, dass ich mir an meine eigene Nase fassen muss. Will ich aber nicht. Ich überlege, für wann die nächste Klassenfahrt geplant ist. Schließlich haben meine beiden Jungs beim letzten Mal das Bettenbeziehen prima gelernt. Vielleicht sollte ich vor Antritt der nächsten Klassenreise ihre Hosenknöpfe lockern und ganz diskret eins dieser praktischen Näh­etuis in den Koffer packen? Ich beruhige mein schlechtes Erziehungsgewissen mit der Erkenntnis, dass die Kids heute sowieso alles mit YouTube lernen. Bestimmt gibt es da auch brauchbare Tutorials zum Stichwort „Knöpfe annähen“.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Die Lösung: ein guter Abschluss. Oder eine Ehefrau &#8230;</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Betrachten wir das Ganze doch mal positiv. Gut, jetzt sind die Kinder unselbstständig – aber vielleicht kann das Thema ja eine ­prima Argumentationshilfe für gute Noten sein: „Mach ’nen guten Schulabschluss, und du kannst dir ’nen Butler leisten. Der serviert dir dann deine Nudeln wunderbar al dente.“ Die Feministin in mir stichelt: Ersetze das Wort „Butler“ durch das Wort „Ehefrau“ – dann reicht deinen Jungs auch ein mittelmäßiger Schulabschluss. Ist doch leider immer noch so!</p>
<h4>Das wär es doch: eine Art Bootcamp für Hauswirtschaft</h4>
<p>Vielleicht gibt’s ja auch so eine Art „Bootcamp für Hauswirtschaft“, überlege ich. Das läuft dann vermutlich so ab: zum Aufwärmen Spülmaschine ausräumen. Dann Kartoffeln schälen, kochen, Salat zubereiten und den Tisch ­decken. Nach dem Essen alles wieder abdecken, die Spülmaschine einräumen, den Fußboden fegen, das Bad putzen, einkaufen und zum Ausklang in geselliger Runde lustig bunte Knöpfe annähen.</p>
<p>Ach ja! Erziehung zur Selbstständigkeit ist vermutlich nur deshalb so schwierig, weil sie so komplex ist. Heute hat jede hauswirtschaftliche Handlung mindestens zwei ­Facetten, die man berücksichtigen muss (wenn nicht sogar drei oder vier): den Stromverbrauch (ist eigentlich immer ein Thema), die Milchpreise für die Milchbauern (beim Kauf der Milch), das Aussterben der Innenstädte (bei der Bestellung im Internet), die Auswirkungen von Haushaltsreinigern auf Allergien, das Kochen allergenfreier Nahrung, die Öko­bilanz von regionalen Lebensmitteln …</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Wir mussten den Müll nur rausbringen. Heute reicht das nicht mehr</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Wir berücksichtigen heute mehr, als es unsere Eltern getan haben. Ein Beispiel: Früher mussten Kinder einfach nur den Müll rausbringen. Es war nämlich nur eine (!) Tonne da. Unsere Eltern hatten also lediglich darauf zu achten, dass wir den Müll auch tatsächlich rausbrachten.</p>
<p>Heute müssen wir als Eltern außerdem noch Folgendes tun: Zuerst ist die Art des Abfalls zu scannen (Verpackung, Restmüll, Papier, Glas, Biomüll). Dann müssen wir dem Kind sagen, welche Farbe die Tonne haben soll, in die es die Mülltüte zu werfen hat (Blau, Gelb, Schwarz, Grün …). Bevor die Mülltüte jedoch überhaupt voll ist, müssen wir dem Kind noch erklären, wie der Müll richtig zu trennen ist (gebrauchte Papiertaschentücher gehören zum Beispiel – ­anders als der Name es sagt – nicht in den Papiermüll).</p>
<h4>Das Problem mit dem Knöpfeannähen: ungelöst!</h4>
<p>Dieses Dauererklären überfordert mitunter unser elter­liches Nervenkostüm. Nicht immer haben wir die dafür ­nötige Zeit und Lust. Eine naheliegende Lösung ist es ­daher, dass wir es rasch selbst machen. Leider ist das nur kurzfristig eine Erleichterung, langfristig ein echtes Eigentor. Denn eines ist sicher: Auf die Weise lernen es unsere Kids NIE! Ich gestehe: Ich erstarre vor den Dimen­sionen ­dieser gesamtgesellschaftlichen Erziehungsdebatte. Ich erstarre so sehr, dass ich das Problem mit dem Knöpfeannähen noch immer nicht gelöst habe. Das Problem hat einfach zu viele Facetten.</p>
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		<title>Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariane Dick Bellosillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 16:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.magazin-schule.de/?post_type=magazine&#038;p=39312</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass Schuluniformen für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen ist bekannt. Dieser Meinung sind aber nicht alle.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/">Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit beschäftigen sich Lehrer, Schüler, Eltern und Politiker mit dem Thema Schuluniform. Sie stellen sich die Frage, ob die Einführung identischer Kleidung zur Bewältigung alltäglicher Konflikte auf dem Schulhof und im Klassenraum beitragen könnte.</p>
<p>Die Fachhochschule Münster führte eine Studie durch, die feststellte, dass Schüler sehr geteilter Meinung im Bezug auf Schuluniformen waren. Ungefähr die Hälfte der befragten Jugendlichen sprach sich für einheitliche Kleidung aus. Viele dieser Menschen argumentieren damit, dass sich das Gemeinschaftsgefühl der Schulkinder verstärkt und niemand nach seinem Äußeren beurteilt wird. In der Schule spielen Markenklamotten keine entscheidende Rolle mehr und Kinder aus finanziell schwächeren Familien werden nicht ausgeschlossen. Große Familien können Geld sparen, wenn die jüngeren Geschwister die Schuluniformen ihrer älteren Brüder und Schwestern übernehmen.</p>
<p>In diesem kleinen Video der J1T ,,Journalisten für einen Tag&#8220; berichten Lehrer und Schüler einer Schule, warum sie zufrieden mit dem Tragen ihrer Schuluniform sind während Lehrer und Schüler einer anderen Schule schildern, weshalb sie Schuluniformen kritisch sehen:</p>
<p><iframe width="560" height="315" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_5Ngkzasps0?si=4VO8t6lM6phXy5eG" consent-required="79381" consent-by="services" consent-id="79382"></iframe></p>
<h3>Schuluniform ändert nicht viel</h3>
<p>Auch wenn ein paar dieser Argumente zutreffen, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass sich Schulen, mit verpflichtender und einheitlicher Kleidung, nicht bemerkenswert von Schulen ohne Schuluniform unterscheiden.</p>
<p>Ich habe ein halbes Jahr im Ausland verbracht und dort eine Schule besucht, an der die Schuluniform Pflicht ist. Ich fand es sehr gut morgens keine Zeit beim Auswählen meiner Kleidung zu verlieren. Und am Anfang kam es mir in den Klassenräumen tatsächlich harmonischer vor als an deutschen Schulen, doch nach einiger Zeit erkannte ich, dass genau so viel ausgegrenzt und über andere hergezogen wird, wie ich es bisher schon kannte.</p>
<h4>Dein Rock ist zu kurz!</h4>
<p>Denn die Schüler reizten sich untereinander auf anderen Wegen. Andere Werte traten in den Vordergrund. Sie verglichen, wer den tollsten Rucksack, die tollste Uhr oder den besten Schmuck trug. Mädchen sprachen abfällig über andere Schulkameradinnen, weil diese ihre Röcke zu hoch gezogen hatten, damit sie kürzer wirkten.</p>
<p>Außerdem konnte man trotz gleichen Aussehens die finanziellen Mittel der Familie eines Kindes erahnen, da die getragenen Schuluniformen kleine Ungleichheiten aufwiesen. Grund dafür waren die zwei verschiedenen Hersteller, die sich preislich um fast die Hälfte unterschieden.</p>
<p>Obendrein fühlten sich viele Schüler in der Schuluniform nicht wohl. Gründe dafür konnten Hautfarben und Körperbau oder einfach nur der Komfort sein. Ich habe kaum Schüler getroffen, die voller Überzeugung bestätigen konnten, dass sie die Uniform gerne tragen.</p>
<h3>Sie kamen mir alle gleich vor</h3>
<p>Doch was mich an meiner Zeit an dieser Schule am meisten irritiert hat ist, dass ich am ersten und in den darauf folgenden Tagen keinen ersten Eindruck meiner Klassenkameraden hatte. Sie kamen mir alle gleich vor. Ich hatte das Gefühl, dass die Kinder in ihre Individualität und in ihrem Selbstausdruck eingeschränkt wurden. Ein ziemlich drastisches Beispiel dafür ist, dass einer meiner Freundinnen dieser Schule verboten wurde ihre Haare offen zu tragen, da man sonst ihre gefärbten Haarspitzen sehen konnte. Der Versuch dieser Freundin und anderer Jungendlicher sich zu differenzieren wurde untersagt. Doch Selbstausdruck ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung, und diese wird auf diese Art und Weise beeinträchtigt.</p>
<p>Ich denke, dass beim Tragen eines erzwungenen Outfits ein Teil der Entscheidungsfreiheit genommen wird. Mädchen müssen Röcke tragen und Jungs Hosen. Das ist eine, meiner Meinung nach, ziemlich konservative Einstellung für eine moderne Gesellschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/warum-ich-keine-schuluniform-tragen-moechte/">Warum ich keine Schuluniform tragen möchte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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		<title>Wie viel Taschengeld ist sinnvoll?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alena Dawid]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2017 15:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Oma erzählt mir noch heute, wie sie sich als Kind damals Bonbons gekauft hat, beim Krämer um die Ecke. „Für einen Pfennig. Das war für uns viel Geld!“ Ihre Augen leuchten, wenn sie davon spricht. Auch die Augen meines Sohnes leuchten, als er sich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Oma erzählt mir noch heute, wie sie sich als Kind damals Bonbons gekauft hat, beim Krämer um die Ecke. „Für einen Pfennig. Das war für uns viel Geld!“ Ihre Augen leuchten, wenn sie davon spricht. Auch die Augen meines Sohnes leuchten, als er sich zum ersten Mal von seinen 50 Cent eine eigene bunte Tüte kauft. Es sind nicht nur die Süßigkeiten, die die Augen zum Glänzen bringen, es ist auch ein neues Gefühl: Auf einmal bekommt man eine bestimmte Summe Geld und kann ganz allein entscheiden, was man sich damit kauft. Ja genau, es geht ums Taschengeld.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Regelmäßiges Taschengeld fördert selbstbestimmtes Handeln</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">Und obwohl viele Kinder ein Kinderzimmer voller Spielzeug haben, finde ich Taschengeld sinnvoll. Nicht damit die Zimmer noch voller werden, sondern damit Kinder Erfahrungen mit Geld machen können. Um dann später ihre ­Finanzen im Griff zu haben. Kleine Kinder haben eine vage Vorstellung von Geld und seiner Bedeutung. Mama oder Papa heben es am Automaten ab und kaufen damit ein. Wenn das Geld alle ist, holen sie neues. Mit dem Eintritt in die Schule bekommen viele Kinder ihr erstes eigenes „Gehalt“. Zum ersten Mal sind sie stolze Besitzer einer kleinen Geldsumme, die für sie die Welt bedeutet.</p>
<p>Doch wie viel Taschengeld ist sinnvoll für ein Kind? Da gibt es große Unterschiede: Manche Eltern geben viel, manche wenig, manche gar keines. Nach meinem Verständnis muss es erst einmal keine große Summe sein. Denn heutzutage bleibt sowieso kaum ein Wunsch unerfüllt. Anfangs genügt ein vergleichsweise kleiner Betrag, der für ein paar Süßigkeiten oder Fußballbildchen reicht.</p>

<p>Später kann es dann auch mehr werden. Viele ältere Kinder und Teens bekommen deutlich höhere Beträge und kaufen dann davon eben bestimmte Dinge selbst, etwa Kleidung. Wir handhaben Taschengeld als kleines „Extra“: Mein Sohn bekam in der ersten Klasse die besagten 50 Cent pro Woche. Das reicht für den Anfang völlig. Den Betrag erhöhen wir seitdem jeweils zum Übergang in die nächste Klasse.</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass die Taschengeldhöhe in der Klasse meines Sohnes sehr schwankt, teilweise bekommen die Kinder bis zu fünf Euro. Es kann natürlich schmerzlich sein, wenn andere mehr haben. Auch wenn ich bereit war, die Höhe etwas anzupassen: Das war mir zu viel. Und so haben wir mit unserem Sohn darüber gesprochen, worauf es beim Taschengeld ankommt – und wir sind bei dem kleineren Betrag geblieben.</p>
<h3 class="">Taschengeld bietet Freiraum zum Ausprobieren</h3>
<p>Mittlerweile ist es kein Thema mehr, seitdem klar ist: Über das Taschengeld kann er selbst verfügen und bekommt es jede Woche, darauf kann er sich verlassen. Ich finde, das ist wichtiger als die Summe selbst. Denn: Regelmäßiges Taschengeld fördert selbstbestimmtes Handeln.</p>
<p>Manchmal wird dann vielleicht etwas gekauft, was nicht im Sinne der Eltern ist. Hier ist Loslassen angesagt, geht es doch darum, dem Kind einen gewissen Freiraum zum Ausprobieren und Selbstständigkeit zuzugestehen. ­Eigenes Geld, was bedeutet das eigentlich? Was kann ich mir von dem Betrag leisten, den ich gerade zur Verfügung habe? Was will ich mir davon kaufen? Was passiert, wenn ich spare? Wie fühlt sich Vorfreude an? Und wie ist es, wenn ich ­alles auf einmal ausgebe und die ganze Woche über kein ­Taschengeld mehr habe? All diese Erfahrungen können Kinder sammeln, wenn sie regelmäßig eine kleine Summe Geld besitzen.</p>
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		<title>Die Lust am Lernen lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 11:12:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dienstagnachmittag in einem Nachhilfeinstitut in Wien. Der achtjährige Markus kommt he­rein, nickt mir kurz zu und setzt sich ohne ein Wort auf seinen Stuhl. „Hallo, wie geht es dir?“, begrüße ich ihn. Er schaut mich nur schweigend an, aber dann bricht es aus ihm heraus: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstagnachmittag in einem Nachhilfeinstitut in Wien. Der achtjährige Markus kommt he­rein, nickt mir kurz zu und setzt sich ohne ein Wort auf seinen Stuhl. „Hallo, wie geht es dir?“, begrüße ich ihn. Er schaut mich nur schweigend an, aber dann bricht es aus ihm heraus: „Das wird mir alles zu viel!“ Weinend schlägt er die Hände vors Gesicht. Mir wird klar, dass an Nachhilfe heute nicht mehr zu denken ist. Stattdessen beschließe ich, mir Zeit zu nehmen und dem Jungen zuzuhören, damit er mir von seinen Problemen in der Schule erzählen kann.</p>
<p>Zwei Stunden später: Der 14-jährige Maximilian ist am Boden zerstört: „Die Schularbeit ist nichts geworden!“ Der Grund dafür liegt für ihn auf der Hand: „Ich habe meine Schularbeit auf dem Laptop geschrieben, da sagt die Lehrerin 20 Minuten vor dem Ende der Stunde plötzlich, dass wir unsere Arbeiten jetzt sofort ausdrucken und abgeben müssen.“ Natürlich, klagt Maximilian, sei er da noch nicht fertig gewesen. Zwar habe ihm die Lehrerin erlaubt, noch ein paar Sätze von Hand auf das Blatt zu kritzeln, doch durch die Diskussion darüber habe er Zeit verloren und sei so nervös geworden, dass er nichts mehr hinbekam. ­Maximilian frustriert: „Jetzt war die ganze Vorbereitung umsonst.“</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Kinder müssen wissen: Hier sitzt jemand, der mir zuhört, und ich bin diesem Menschen nicht egal</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Fälle wie diese begegnen mir in meiner Tätigkeit als Nachhilfelehrer immer wieder. Dann wird es zu meiner vordersten Aufgabe, den Schülern, die aufgrund ihrer Erlebnisse in der Schule frustriert sind, überhaupt erst wieder Spaß am Lernen zu vermitteln. Um das zu erreichen, muss ein Nachhilfelehrer allerdings bereit sein, die gewohnten Unterrichtspfade auch mal zu verlassen. Bei Schülern wie Markus und Maximilian ist es wichtig, dass man nicht ­einfach mit dem Lernstoff weitermacht, sondern darauf eingeht, was gerade passiert ist. Auch wenn das bedeutet, dass die ersten 20 Minuten der Lernzeit für ein Gespräch verloren gehen, so wird doch vieles gewonnen. Denn im Gespräch erfahren die Kinder: Hier sitzt jemand, der mir zuhört, und ich bin diesem Menschen nicht egal.</p>
<p>Viele Nachhilfelehrer aber lernen mit ihren Schützlingen lediglich den Schulstoff nach. Oft übernehmen sie auch einfach die Methoden der jeweiligen Lehrkraft. Das mag bequem sein, aber bei manchen Kindern braucht es mehr, um sie wieder zu motivieren. Und diese Nachhilfelehrer vergeben einen entscheidenden Vorteil: das Glück, mit nur einem oder maximal zwei Schülern arbeiten zu dürfen.</p>

<p>So kann man mit seinem Schützling sehr wohl ein Buch lesen, das nicht auf dem Unterrichtsplan steht, ihn aber interessiert. Das klappt, wenn man seine Schüler kennt und Anteil an ihrem Leben nimmt. Ich unterhalte mich mit meinen Schülern nicht nur über Schule, sondern auch über ihre Freizeit und Hobbys. Und ich versuche, Bücher zu finden, die ihrem Alter entsprechen und ihre Interessen abdecken.</p>
<p>Aber es gibt noch andere Wege, die Schüler so zu stärken, dass sie wieder Mut fassen. Mit der Zeit entwickelt man als Nachhilfelehrer ein Gespür dafür, wie Schullehrkräfte den Schulstoff angehen und was als Nächstes kommen könnte. ­Daher ist es wichtig, dass man mit den Kindern auch Dinge lernt, die im Unterricht noch nicht thematisiert wurden. So können sie in der Schule zeigen, wie gut sie vorbereitet sind. Oft verbessert sich dann das Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler oder Schülerin, was wiederum eine Voraussetzung ist, damit den Kindern das Lernen in der Schule leichter fällt und mehr Spaß macht.</p>
<p>Manchmal ist es aber ausgerechnet das Engagement der Eltern, das die Lernschwierigkeiten verstärkt, wie das Beispiel meines Nachhilfeschülers David zeigt. Davids ­Eltern waren beim Lernen stets sehr engagiert. Zu engagiert: Nicht nur die Eltern lernten mit ihm, sondern auch sein Bruder, seine Tante und seine Oma. Und damit nicht genug, entschieden sich seine Eltern, mich als Nachhilfelehrer zu engagieren. Schon nach der ersten Stunde war das Hauptproblem klar: Die vielen Verwandten, die mit David lernten, gingen nicht nur planlos vor – sie brachten ihm zum Teil falsche Grammatikregeln bei, und dementsprechend schwierig war es, das falsch Eingeübte zu korrigieren. Ich setzte mich mit Davids Mutter zusammen und erklärte ihr, was in meinen Augen schieflief. Sie nickte und versprach Besserung. Doch ein paar Wochen später gab es bei David keine Verbesserung. Die Familie hatte keinen meiner Ratschläge umgesetzt und stattdessen weiter so planlos mit ihm gelernt wie zuvor. Auch weitere Gespräche brachten nichts.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Falsch verstandener elterlicher Ehrgeiz kann schnell nach hinten losgehen</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Wie falsch verstandener elterlicher Ehrgeiz nach hinten losgehen kann, zeigt auch Markus’ Beispiel. Die Eltern des Elfjährigen baten nur einen Tag vor der Schularbeit noch dringend um einen Nachhilfetermin. Der gesamte Prüfungsstoff sollte auf die Schnelle mit ihm wiederholt werden. Dieser ohnehin schwierige Wunsch stellte sich schnell als unmöglich heraus, da Markus feststellte, dass er vergessen hatte, ganze Teile des Stoffs zu lernen. Ich telefonierte kurz mit der Mutter und schlug ihr vor, was mir am sinnvollsten erschien: „Wir wiederholen kurz, was er schon gelernt hat, und besprechen dann die wichtigsten vergessenen Teile.“ Die Mutter lehnte ab: „Ich will, dass Sie mit ihm ­alles auswendig lernen“, verlangte sie und bestand darauf, dass wir statt der geplanten zwei nun sechs Stunden lernen, und zwar ohne Unterbrechung. Dass dies einen Tag vor der Prüfung nur negative Auswirkungen haben konnte, wollte sie nicht wahrhaben.</p>
<p>Beide Fälle zeigen, dass überzogene Erwartungen oft mehr schaden als nützen. Und: Damit Nachhilfe etwas bringt, müssen auch Eltern bestimmte Regeln einhalten. So sollten alle Personen, die mit dem Kind üben, im Lernstoff einigermaßen sattelfest sein. Wenn dem nicht so ist, sollte das Training allein dem Nachhilfelehrer überlassen bleiben. Markus’ Beispiel wiederum zeigt, dass es pädagogisch überhaupt keinen Sinn ergibt, sich erst wenige Tage vor der Prüfung zu melden und dann alles auswendig lernen zu wollen. Wenigstens drei bis vier Wochen vor dem Test sollten Eltern regelmäßige Termine vereinbaren. Noch ­besser regelmäßige Nachhilfe einmal in der Woche, denn so kann der Nachhilfelehrer den Lernfortschritt überwachen. Vor Tests kann die Stundenzahl bei Bedarf auf zweimal ­wöchentlich erhöht werden, um den gesamten Stoff Kapitel für Kapitel zu wiederholen.</p>
<p>Engagierte Lehrer und kooperierende Eltern – so bringt Nachhilfe einen nachhaltigen Lerneffekt.</p>
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		<title>Diabetes: Ist jetzt alles anders?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 14:31:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir hatten einen tollen Urlaub in England hinter uns, und Titus’ Einschulung lag erst eine Woche zurück, da beichtete er mir eines morgens, dass er ins Bett gemacht hätte. Wir machten natürlich keine große Sache daraus. Doch als es in der nächsten Nacht wieder passierte, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten einen tollen Urlaub in England hinter uns, und Titus’ Einschulung lag erst eine Woche zurück, da beichtete er mir eines morgens, dass er ins Bett gemacht hätte. Wir machten natürlich keine große Sache daraus. Doch als es in der nächsten Nacht wieder passierte, begann unsere Ursachenforschung. Schnell fiel uns auf, dass Titus viel trank – er hing regelrecht am Wasserhahn. Da war es mir schon fast klar: Diabetes! Zu Hause fing ich etwas Urin meines Sohnes in einem Behälter auf und brachte diesen zum Kinderarzt. Dann ging alles ganz schnell: Blutzucker im Ohrläppchen messen, Wert um die 450 (80 bis 120 sind normal), nach Hause, Tasche packen, in die Uniklinik.</p>
<p>Wie soll man einem Sechsjährigen, dem es außer einem starken Durstgefühl blendend geht, erklären, warum er ins Krankenhaus muss und was jetzt auf ihn zukommt? Er sah die anderen jungen Patienten auf der Kinderstation, und wir alle konnten nicht fassen, dass er hierher gehören sollte.</p>
<p>Eine regelrechte Fortbildung war das, was nun folgte. Zwei Wochen lang wurden wir von Ärzten, Psychologen, Ernährungsberatern geschult. Sogar Oma und Opa waren meist dabei, war Titus doch jeden Tag nach der Schule zum Mittagessen bei ihnen.<br />
„Nein, nein, das kann ich mir nicht alles merken!“, dachte ich oft genug. „Ich kann die Kohlenhydrateinheiten einer Pizza, Lasagne oder von Milchreis nicht berechnen. Ich kann nicht mal die Spalten meines Kniffelblocks addieren! Meine Matheschwäche wird mein Kind umbringen!“ Titus hingegen jagte sich die Pen-Nadel in Bauch und Oberschenkel, ohne mit der Wimper zu zucken: „Ich bin schließlich schon ein Schulkind!“</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Es ist erstaunlich, wie pragmatisch Kinder mit so einer Situation umgehen</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Es ist erstaunlich, wie pragmatisch Kinder mit so einer Situation umgehen. Titus ist jetzt in der dritten Klasse. Er arbeitet gerade an seinem Silberabzeichen beim Schwimmen, spielt sehr erfolgreich Fußball. Er verabredet sich mit Freunden und schläft auch mal dort. Er geht ohne Begleitung zu Kindergeburtstagen und war im Sommer für zwei Tage auf Klassenfahrt. Er hat sein Notfallhandy dabei, und wenn er einmal nicht weiterweiß, dann ruft er kurz durch: „Mama, das ist mein Wert, und das hab ich gegessen, wie viel soll ich spritzen?“</p>
<p>Die Schule war von Anfang an sehr aufgeschlossen. Mehrere Lehrkräfte hatten schon eine Diabetesschulung absolviert, die Mitschüler wurden mit einem Infofilm in Comicform über die Zuckerkrankheit informiert. Sie waren allesamt sehr hilfsbereit und auch interessiert. Besonders Titus’ Messgerät hatte es ihnen angetan, sah es doch aus wie ein Gadget von James Bond.</p>
<p>Klar haben wir Glück. Titus merkt sofort, wenn er unterzuckert, und holt sein Messgerät heraus. Er hat ein Händchen dafür, wie viele Einheiten er spritzen muss. Er geht selbstbewusst mit seiner Krankheit um und fühlt sich niemals als Opfer. Aber darauf haben wir auch sehr geachtet – und wir trauen ihm etwas zu. So geht’s uns gut – und der Diabetes ändert nichts daran.</p>
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		<item>
		<title>Ein Hoch auf unsere Kutsche</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/familienauto-ein-hoch-auf-unsere-kutsche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Tiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, wann es begonnen hat, dass unsere Familienkutsche uns zur zweiten Heimat wurde. Natürlich nutzen die meisten Familien ihr Fahrzeug oft: Dass bei uns jedes Kind und jeder Kegel mit dem Auto in den Kindergarten oder in die Schule gebracht wird, ist ja [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/familienauto-ein-hoch-auf-unsere-kutsche/">Ein Hoch auf unsere Kutsche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="initial">Ich weiß nicht, wann es begonnen hat, dass unsere Familienkutsche uns zur zweiten Heimat wurde. Natürlich nutzen die meisten Familien ihr Fahrzeug oft: Dass bei uns jedes Kind und jeder Kegel mit dem Auto in den Kindergarten oder in die Schule gebracht wird, ist ja leider heutzutage eher normal und kaum mehr der Rede wert, zumindest, wenn man sich morgens das Chaos vor den Schulen ansieht. Bis in die dritte Parkreihe gehen die Verteilungskämpfe und sind oft spannender als Fernsehen!</p>
<p>Aber unser Familienauto ist längst mehr als ein Transportmittel. Es ist der Sozialisierungs(h)ort unserer Familie schlechthin. Es ist unser Rückzugsraum, unser Diskussionszimmer, der ideale Ruheort für Zwiegespräche: einfach Türen zu – und schon geht was. Üblicherweise gilt ja der Esstisch als traditioneller Dreh- und Angelpunkt einer Familie, als der Patz, an dem Austausch und allerlei interfamiliäre Dramen stattfinden. Klappt bei uns aber irgendwie nicht: Daddeln am Tisch macht Spaß, aber Essen oder Reden? „Will ich nicht, mag ich nicht, schmeckt nicht!“ Und als ultimative Ausrede: „Ich muss jetzt Hausis machen.“ Soso, aha, Hausaufgaben. Auf einmal . . .?!?</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Nichts spiegelt uns so wider wie unser Auto</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Anders im Auto: Sobald der Motor startet, werden wir zur Schicksalsgemeinschaft. Oft kommt es sogar zu trauten Gesprächen zwischen Vater und Tochter, die dann stolz auf dem Beifahrersitz sitzt. Aber auch der Trubel, wenn alle Kinder drin sind und um die Sitzordnung auf der Rückbank streiten, löst irgendwie ein Gefühl von Familie aus. CDs und Hörspiele werden aufgelegt, es wird diskutiert und sogar Radio gehört. Ich weiß nicht, warum im Auto alles so prima klappt. Vielleicht, weil wir dort alle auf engstem Raum zusammengeschweißt sind?</p>
<p>Oder ganz einfach, weil wir es im Auto so gemütlich haben? Denn im Grunde ist unsere Familienkutsche ja längst ein erweiterter Wohnraum „first class“. Es ist kuschelig warm, und dank diverser Adapter lassen sich auch Smartphone nebst Tablet betreiben. Musik und Hörspiele gibt’s in Dolby Surround mit Superbass: Welches Wohnzimmer hat das schon? An unserem Auto kann man lernen, wie man Platzprobleme löst: Sollten Sie zu Hause einen Arbeits- oder Spielraum zu wenig, dafür aber das Glück haben, über einen Stellplatz vorm Haus zu verfügen – dann nutzen Sie ihn!</p>

<p>Nichts spiegelt uns so wider wie unser Familienauto. Arktische Bohrkerne geben Einblicke in die Erdgeschichte. Unser Wagen aber verbirgt in sich die Geheimnisse unserer familiären Frühgeschichte. Bei „Ausgrabungen“ kommen manchmal längst vergessene Kleinodien unvermutet wieder zum Vorschein und erzählen ihre Geschichte: Fotos, Haargummis, Eintrittskarten, der erste Schnuller. Ein halbes Kinderleben findet, wer nur tief genug „bohrt“.</p>
<p>Ganz andere Geschichten hingegen erzählt unsere Rücksitzbank mit ihrer „Vintage-Patina“ aus klebrigen Lutschern und Flecken unidentifizierbarer Herkunft. Das Polster ist leider sehr aufnahme- und saugfähig. Klar hätte es auch Schutzbezüge gegeben . . . hätte! Aber nun ist es auch schon egal, und die Kinder lieben das Auto. Sie fühlen sich pudelwohl darin, mehr als in der von uns Eltern bevorzugten pflegeleichten, aber steril-langweiligen „Wisch und weg“-Ledergarnitur im Wohnzimmer! Wir werden unsere Kutsche wohl fahren müssen, bis die Kiste auseinanderfällt. So ist es eben in einer Familie, man hält zusammen. Komme, was da kommen wolle!</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Philosophieren mit Kindern</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/philosophieren-mit-kindern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Tiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Philosophieren mit Kindern? Das klingt zunächst vielleicht etwas abgehoben. Geht das überhaupt? Aber ja! Eine Alltagsunterhaltung kann sich ganz schnell zu einem philosophischen Gespräch entwickeln. Niemand weiß das besser als Eltern. Eine Alltagsunterhaltung kann sich schnell zu einem philosophischen Gespräch entwickeln Selbst das Halloweenfest kann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/philosophieren-mit-kindern/">Philosophieren mit Kindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="initial">Philosophieren mit Kindern? Das klingt zunächst vielleicht etwas abgehoben. Geht das überhaupt? Aber ja! Eine Alltagsunterhaltung kann sich ganz schnell zu einem philosophischen Gespräch entwickeln. Niemand weiß das besser als Eltern.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Eine Alltagsunterhaltung kann sich schnell zu einem philosophischen Gespräch entwickeln</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Selbst das Halloweenfest kann Ausgangspunkt wirklich spannender Gedanken sein. Während wir gemeinsam einen Kürbis aushöhlten, fragte mich mein damals achtjähriger Sohn, warum man das eigentlich überhaupt tue und weshalb man Lichter in einen ausgehöhlten Kürbis stelle. Dann wollte er wissen, warum es Halloween gebe. Und während wir uns über die Tradition dieses Festes unterhielten, fiel ihm eine ganz grundsätzliche Frage ein: „Warum gruseln sich die Menschen so gern?“</p>
<p><strong>Ohne es wissen zu können</strong>, hatte mein Sohn automatisch die Schrittfolge beherzigt, die den Prozess des Philosophierens seit der Antike begleitet: Zuerst kam die Wahrnehmung, dann das Staunen, dann das Nachdenken, Zweifeln und Weiterdenken.</p>
<p>Der Begriff „Philosophie“ kommt aus dem griechischen Sprachraum. „Philos“ kann man mit dem deutschen Wort „Freund“ übersetzen. „Sophia“ heißt schlicht und einfach „Weisheit“. Fasst man diese Wörter zusammen, dann ist Philosophie die „Freundin der Weisheit“. Diese Weisheiten mithilfe des Staunens, des Fragens, des Nachdenkens, des Zweifelns, des Weiterdenkens und des Infragestellens herauszufinden ist Anliegen des Philosophierens.</p>

<p>Dabei bedienen wir uns in erster Linie der Sprache. Wenn Kinder also fragen: „Warum ist etwas so, wie es ist?“, machen sie ihre ersten Denkerfahrungen. Es ist wichtig, dass Eltern darauf aufgeschlossen und ermutigend reagieren. So kann innerhalb der Familie eine wahrhaft sinnstiftende Kommunikaton in Gang kommen. Anreize und Anlässe dafür findet man überall: beim Spielen, beim Waldspaziergang, beim Abholen von der Schule, nach dem Kinobesuch oder im Urlaub mit seinen fremden Eindrücken. Warum verlieren wir so ungern beim „Mensch ärgere dich nicht“? Warum macht die Natur glücklich? Warum weinen wir, wenn andere im Film leiden? Die Welt ist voller Fragen, über die nachzudenken sich lohnt.</p>
<p>Ein paar<strong> Grundlagen sollten Erwachsene </strong>bei der Gesprächsführung beachten:</p>
<ol>
<li>Jede Wortmeldung und jede Frage der Kinder sollte man sich zunächst anhören.</li>
<li>Man sollte versuchen, auftauchende Fragen gleich oder später durch Lexikon, Internet etc. zu klären.</li>
<li>Als weitere Gesprächsregel gilt, dass alle sich an der Unterhaltung beteiligen dürfen und ihre Meinung begründen sollen.</li>
</ol>
<p><strong>Das Philosophieren</strong> mit Kindern unterstützt auf vielfältige Weise deren Persönlichkeitsentwicklung, es steigert das Selbstwertgefühl der Kleinen und befördert ihre Sozialisationsprozesse. Es bietet Orientierungshilfen für ethisch-moralische Fragen im Alltag. Und nicht zuletzt: Es macht Freude und bereichert das familiäre Miteinander! Wir sollten diese Denkkultur mit Kindern pflegen. In einer demokratischen Gesellschaft braucht man mündige Menschen, die sich einmischen, die mitmachen, die mit- und die nachdenken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/philosophieren-mit-kindern/">Philosophieren mit Kindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
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