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	<title>Gastbeitrag Archive - Magazin SCHULE</title>
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	<description>So leben und so lernen wir</description>
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		<title>Wie KI die Anforderungen an unser Bildungssystem verändert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 15:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Technologische Innovationen verändern unsere Welt derzeit so rasant wie selten zuvor. Künstliche Intelligenz (KI) steht im Zentrum lebhafter Debatten, eröffnet neue Horizonte und stellt in vielen Bereichen unseres Lebens grundlegende Fragen. Der Bildungssektor ist da nicht ausgenommen: Angesichts des schnellen technologischen Wandels stellt sich die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Technologische Innovationen verändern unsere Welt derzeit so rasant wie selten zuvor. Künstliche Intelligenz (KI) steht im Zentrum lebhafter Debatten, eröffnet neue Horizonte und stellt in vielen Bereichen unseres Lebens grundlegende Fragen. Der Bildungssektor ist da nicht ausgenommen: Angesichts des schnellen technologischen Wandels stellt sich die Frage, ob traditionelle Bildungskonzepte noch zeitgemäß sind – oder ob wir sie womöglich grundlegend hinterfragen müssen.</p>
<p>Klar ist: Herkömmliche Lehrmethoden stoßen an ihre Grenzen, je weiter die Digitalisierung voranschreitet. Doch fundamentale Reformen unseres Bildungssystems lassen nach wie vor auf sich warten. Schließlich haben sich dessen Strukturen und Konzepte über Jahrhunderte bewährt. Vielen Akteuren im Bildungssystem widerstrebt daher der Gedanke, diese vermeintliche Komfortzone zu verlassen.</p>
<p>Doch die Zukunft unserer Kinder in einer Welt, die von disruptiven Technologien wie KI geprägt ist, hängt davon ab, wie gut wir sie darauf vorbereiten. Was wir also brauchen: neue Bildungsparadigmen und -strategien, die aktuelle technologische Entwicklungen einbeziehen – um nachfolgende Generationen auf Erfolg in der sich rasch entwickelnden KI-Ära vorzubereiten.</p>
<h3>Sind Bildung und Technologie im Zeitalter der KI noch im Einklang?</h3>
<figure style="width: 550px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.stephaniezuguttenberg.com/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2024/06/KI-Bildungssystem-stephanie_zu_guttenberg.jpg" alt="KI und Bildungssystem - Stephanie zu Guttenberg - Magazin SCHULE" width="550" height="736" /></a><figcaption class="wp-caption-text"><strong>Stephanie zu Guttenberg</strong> ist Expertin, Speakerin und Autorin für digitale Bildung. In ihrem Buch <a href="https://www.boersenmedien.de/produkt/buch/wir-koennen-das-besser-2863.html" target="_blank" rel="noopener">„Wir können das besser!: Erziehung, Bildung und Leben in der digitalen Realität“</a> gibt sie Eltern Tipps, wie sie ihr Kind sinnvoll in die digitale Welt begleiten</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt die Einführung von ChatGPT hat grundlegende Fragen zu den Auswirkungen von Technologie auf unsere Lern- und Bildungskonzepte aufgeworfen. Dabei wird immer deutlicher, dass wir die Potenziale von KI erkennen und verstehen müssen, um ein Bildungssystem zu gestalten, das zukunftsfähig ist und auch die Weichen für eine neue Ära des Lernens stellt.</p>
<p>Deutsche Schulen wissen mit KI aktuell noch wenig anzufangen – ganz im Gegensatz zu Ländern wie den USA oder Japan, wo KI-Systeme zum Beispiel genutzt werden, um Stundenpläne individuell und leistungsabhängig zusammenzustellen oder die <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/wie-schueler-sich-besser-konzentrieren/">Aufmerksamkeitsspanne</a> von Schülerinnen und Schülern zu erhöhen. So können beispielsweise KI-Algorithmen den Fortschritt, die Schwächen und Stärken eines Schülers im Laufe der Zeit bewerten und so den Bildungsinhalt und die Lehrstrategien an die individuellen Bedürfnisse jedes Schülers anpassen. Dies hilft, ein maßgeschneidertes Lernerlebnis zu schaffen, welches das Lernen beschleunigen und Frustrationen reduzieren kann.</p>
<h3>Die Kernprobleme der traditionellen Bildung:</h3>
<ul>
<li><strong>Auswendiglernen vs. kritisches Denken:</strong> Traditionell wird in unserem Bildungssystems viel auswendig gelernt und dann in standardisierten <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/operatoren-so-gehen-pruefungsfragen-heute/">Prüfungen</a> abgefragt. Noch heute eignen sich Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern teils große Mengen an Detailwissen an, ohne dabei Zusammenhänge zu verstehen. Aber wozu? KI kann riesige Mengen an Informationen speichern und verarbeiten – und übertrifft dabei die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns bei Weitem. Was in Zukunft viel wichtiger sein wird: Kritisches Denken, praxisnahe Problemlösungskompetenzen und <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/das-geheimnis-der-kreativitaet/">Kreativität</a> – also Fähigkeiten, die in konventionellen Klassenzimmern oft zu kurz kommen.</li>
<li><strong>Die gleiche Lernmethode für alle:</strong> Wir wissen, dass Schülerinnen und Schüler individuelle Stärken und Schwächen haben und das Lerntempo sich mitunter stark unterscheidet. Unser traditionelles Bildungssystem fördert jedoch nur einen ganz bestimmten Lerntyp. Viele Schülerinnen und Schüler bleiben in diesem System mit ihren Talenten auf der Strecke. Digital- und KI-Tools haben das Potenzial, personalisierte Lernerfahrungen zu bieten und Schülerinnen und Schülern damit eine individuelle Förderung zu ermöglichen.</li>
<li><strong>Veraltete Lehrpläne:</strong> An vielen öffentlichen Schulen haben sich Lehrpläne und -methoden über Jahrzehnte nicht grundlegend verändert. Zwar wurde immer wieder versucht, auf den technologischen Fortschritt zu reagieren, doch finden sich in unseren Lehrplänen immer noch erschreckend wenig Inhalte zu Digitalisierungsthemen – die jedoch in unserer technologiegetriebenen Welt zunehmend überlebenswichtig sind. Auch mit Blick auf den starken Fachkräftemangel im IT-Bereich.</li>
</ul>
<h3>Bildung neu gedacht: Was wir stattdessen tun sollten</h3>
<ul>
<li><strong>Anpassungsfähigkeit und lebenslanges Lernen fördern:</strong> Rasante technologische Entwicklungen machen es für uns alle erforderlich, anpassungsfähig zu sein – und zu bleiben. Entsprechend muss unser Bildungssystem sich darauf konzentrieren, diese Anpassungsfähigkeit zu fördern und lebenslanges Lernen als Ziel zu vermitteln – statt nur einen starren, angestaubten Wissenskanon.</li>
<li><strong>Emotionale Intelligenz und menschliche Fähigkeiten:</strong> Im gleichen Maße, in dem KI uns viele technische und analytische Aufgaben abnehmen kann, wird die Förderung menschlicher Fähigkeiten wie emotionale Intelligenz und <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/empathie-eine-superkraft-fuer-die-schule/">Empathie</a> immer wichtiger. Denn das sind Fähigkeiten, die eine KI nicht nachbilden kann – und die in vielen Berufsfeldern zu den Kernkompetenzen zählen.</li>
<li><strong>Digitale Kompetenz und KI-Verständnis:</strong> Ein grundlegendes Verständnis für digitale Tools, KI und deren Auswirkungen ist heute unerlässlich. Dabei geht es nicht nur um das Benutzen der Technologie, sondern auch um ihre allgemeinen Auswirkungen auf unser Leben und damit verbundene ethische Überlegungen.</li>
<li><strong>Projekt- und erfahrungsbasiertes Lernen:</strong> Projekt- und erfahrungsbasierte Lernkonzepte sind dem lehrbuchzentrierten Lernen überlegen, da sie realitätsnahe Problemlösungsfähigkeiten sowie Innovation und Zusammenarbeit fördern – und damit eine Reihe zentraler Kompetenzen, die in der modernen Arbeitswelt immer wichtiger werden.</li>
</ul>
<h3>Herausforderungen für den Wandel</h3>
<p>Gerade im öffentlichen Sektor fehlen oft die Mittel für neue Technologien, Lehrerausbildung und Lehrplanaktualisierungen. Es ist eine Sache, von moderner <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/neue-technologien-in-der-schule/">Technik im Klassenzimmer</a> zu träumen, aber eine andere, sie zu finanzieren. Zudem trifft der Ruf nach Veränderung in unserem Bildungssystem auf starke institutionelle und kulturelle Widerstände. Viele Lehrkräfte, Verwaltungsangestellte und politische Entscheidungsträger halten es für falsch, vermeintlich bewährte Methoden und Ansätze zugunsten neuer Konzepte aufzugeben.</p>
<p>Bildungsreformen erfordern das Überwinden komplexer politischer und bürokratischer Hürden, die den Einführungsprozess für neue Lehrmethoden und Lehrpläne erheblich verlangsamen. Um diese Hindernisse zu überwinden wäre es notwendig, dass Bildungspolitik den Stellenwert in der öffentlichen Diskussion bekommt, den sie eigentlich haben müsste.</p>
<p>All diese Faktoren gelten für jede Art von Innovation in der Bildung – und wirken sich bei einer relativ neuen Technologie wie der aktuellen KI-Generation besonders stark aus.</p>
<h3>Der Ruf nach Veränderung: Eine Chance für die Zukunft der neuen Generationen</h3>
<p>In der Ära der Künstlichen Intelligenz öffnen sich neue Wege für unser Bildungssystem, die Kreativität und kritisches Denken in den Vordergrund stellen. Trotz aller Unwägbarkeiten und Widerstände sollten Eltern und Lehrer sich bemühen, gemeinsam eine Zukunft zu gestalten, die unsere Kinder mit den nötigen Fähigkeiten für Erfolg ausstattet. Indem wir uns dieser Herausforderung mit Offenheit und Optimismus stellen, schaffen wir eine Lernumgebung, die bereit ist für das Morgen. Ergreifen wir gemeinsam die Chance, unsere Kinder für eine Welt voller Möglichkeiten zu rüsten.</p>
<p><em><small>&#8222;Wie KI die Anforderungen an unser Bildungssystem verändert&#8220; – Foto: <a href="https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/kinder-stehen-seitlich-zur-kamera-und-schauen-auf-ladetafeln_31240075.htm">zinkevych auf Freepik</a></small></em></p>
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		<title>Die Wahl des richtigen Internats: Das sollten Eltern bedenken</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/die-wahl-des-richtigen-internats-das-sollten-eltern-bedenken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2024 08:15:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie gemeinsam beschlossen haben, dass Ihr Kinder künftig auf ein Internat geht, ist das nicht nur ein bedeutsamer Wendepunkt in dessen Leben, sondern auch ein Meilenstein, der die Weichen für seine zukünftige Entwicklung stellt. Die Wahl des richtigen Internats birgt die Chance, Ihrem Sprössling [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie gemeinsam beschlossen haben, dass Ihr Kinder künftig auf ein Internat geht, ist das nicht nur ein bedeutsamer Wendepunkt in dessen Leben, sondern auch ein Meilenstein, der die Weichen für seine zukünftige Entwicklung stellt. Die Wahl des richtigen Internats birgt die Chance, Ihrem Sprössling ein Umfeld zu bieten, in dem seine Potenziale vollends zur Entfaltung kommen – zumindest, wenn Eltern und Kind es richtig angehen.</p>
<p>Aber wodurch unterscheiden sich Internate überhaupt und wie entscheiden Sie sich für das passende für Ihr Kind? In diesem Artikel finden Sie sechs Überlegungen, die Sie anstellen sollten, um das richtige Internat für Ihr Kind zu finden.</p>
<h3>1. Pädagogisches Konzept: die Philosophie hinter den Mauern</h3>
<p>Die Essenz eines Internats in Deutschland manifestiert sich zunächst in seinem pädagogischen Konzept. Dabei reichen die Optionen von traditionellen Ansätzen, die auf straffe Strukturen und akademische Exzellenz setzen, bis hin zu progressiveren Modellen, die den Fokus auf die individuelle Entwicklung und Selbstständigkeit des Kindes legen.</p>
<figure style="width: 470px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia-Wilmes.jpg" alt="Julia Wilmes - Akademis Internatsberatung" width="470" height="469" /><figcaption class="wp-caption-text">Als Geschäftsleitung von <strong><a href="https://akademis-internatsberatung.de/internat-deutschland/">Akademis</a></strong> setzt Julia Wilmes alles daran, die Wünsche und Träume von Familien möglich zu machen und das richtige Internat für jedes Kind zu finden. In ihrem Gastbeitrag stellt sie die wichtigsten Überlegungen vor, die Eltern sich dafür machen sollten.</figcaption></figure>
<p>Pädagogische Konzepte wie <a href="https://www.montessori-deutschland.de/ueber-montessori/ueber-die-montessori-paedagogik/">Montessori</a> oder <a href="https://www.waldorfschule.de/paedagogik/allgemeiner-ueberblick/was-ist-waldorfpaedagogik">Waldorf</a> stehen für eine <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/lernen-an-privatschulen/">ganzheitliche Bildung</a>, die die kreative, soziale und emotionale Entwicklung der Schüler betont. Montessori-Schulen zum Beispiel fördern selbstgesteuertes Lernen und die natürliche Entwicklung und Neugierde jedes Kindes. Waldorf-Internate wiederum legen großen Wert auf Kunst, Handwerk und den Rhythmus des natürlichen Lebens.</p>
<p>Wenn Sie das passende pädagogische Konzept für Ihr Kind finden möchten, ist es essenziell, seine individuellen Bedürfnisse, Stärken und Interessen zu berücksichtigen. Es geht darum, eine Umgebung zu finden, die die persönliche Entwicklung Ihres Kindes unterstützt und fördert, sodass es sein volles Potenzial entfalten kann. Die Entscheidung sollten Sie sorgfältig abwiegen und dafür möglichst zuvor die entsprechenden Einrichtungen besuchen und kennenlernen.</p>
<h3>2. Spezialisierung und Fokus: die Stärken Ihres Kindes kennen</h3>
<p>Die Wahl eines Internats sollte auch maßgeblich von dessen Spezialisierung und Ausrichtungen abhängen. Diese unterscheidet teils deutlich von allgemeinen pädagogischen Konzepten. Während traditionelle Bildungsansätze eine solide akademische Grundlage bieten, heben sich spezialisierte Internate durch ihre einzigartigen Programme hervor.</p>
<p>Beispielsweise können Internate mit einem Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und Technologie Ihrem Kind fortschrittliche Labore und Forschungsmöglichkeiten bieten, während künstlerisch ausgerichtete Schulen in Bereichen wie Theater, Musik oder bildender Kunst vertiefte Erfahrungen ermöglichen.</p>
<p>Entscheidend ist, dass das Internat eine Umgebung schafft, in der Ihr Kind nicht nur in akademischer Hinsicht, sondern auch in seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen gefördert wird. Nehmen Sie sich die Zeit, mit Ihrem Kind zu diskutieren und mögliche Internate zu besichtigen.</p>
<h3>3. Finanzielle Überlegungen: Investition in die Zukunft oder finanzielle Falle?</h3>
<p>Die nächste große Frage, die Sie sich bei der Wahl des richtigen Internats stellen sollten, ist: Wie viel darf der Schulaufenthalt kosten? <em>Berücksichtigen Sie dabei nicht nur Ihre aktuelle finanzielle Situation, sondern auch, welche Kosten Sie für die ganze Dauer des Internatsaufenthalts Ihres Kindes tragen können.</em></p>
<p>Die Kosten für Internate in Deutschland können nämlich erheblich variieren und reichen von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro pro Monat, abhängig von Faktoren wie dem pädagogischen Ansatz, der Ausstattung und dem Standort der Schule. Typischerweise decken diese Gebühren Unterkunft, Verpflegung, Schulmaterialien und extracurriculare Aktivitäten ab.</p>
<p>Staatliche Internate sind in der Regel günstiger, mit Kosten zwischen 250 und 650 Euro monatlich, während private Internate von 1.000 bis über 1.800 Euro monatlich reichen können. Es gibt jedoch finanzielle Unterstützungsoptionen wie Stipendien, Sozialtarife und staatliche Zuschüsse, die die Kosten mindern können. Nehmen Sie sich die Zeit, alle verfügbaren Finanzierungsmöglichkeiten zu erkunden, um Ihre eigene finanzielle Belastung zu reduzieren. Um auch für weniger wohlhabende Familien zugänglich zu sein, bieten viele Internate finanzielle Erleichterungen an, die auf die Bedürfnisse und Umstände einzelner Familien zugeschnitten sind.</p>
<h3>4. Lehrkräfte und Betreuungsverhältnis: die Architekten des Lernens</h3>
<p>Ehe Sie sich für eine Einrichtung entscheiden, sollten Sie auch einen genauen Blick auf das Lehrpersonal und das Betreuungsverhältnis werfen. Ein gutes Internat zeichnet sich durch engagierte Lehrkräfte und kleine Klassen aus, die dadurch eine <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/individuelle-foerderung-fuer-jeden-eine-extrawurst/">individuelle Förderung</a> ermöglichen. Die Lehrkräfte kennen ihre Schülerinnen und Schüler gut und können auf deren Bedürfnisse eingehen, was besonders in Internaten, wo die Lehrkräfte selbst auch auf dem Campus leben, zu einer engen und unterstützenden Gemeinschaft führt.</p>
<p>Darüber hinaus ist die Ausstattung der Schule wichtig: Moderne Lernmethoden und gute Freizeitmöglichkeiten tragen zur umfassenden Bildung und Entwicklung Ihres Kindes bei. Achten Sie also darauf, dass das Internat nicht nur akademisch, sondern auch in den Bereichen Sport, Kunst und soziales Lernen gut aufgestellt ist. Ein Internat sollte eine Umgebung bieten, in der Ihr Kind nicht nur lernen, sondern auch wachsen und seine Persönlichkeit entfalten kann.</p>
<h3>5. Soziales Umfeld: ein neues Kapitel im Buch des Heranwachsens</h3>
<p>Bedenken Sie: Das Internat wird für Ihr Kind sein zweites Zuhause für den Großteil des Jahres sein. Deshalb ist es entscheidend, dass Ihr Kind sich dort rundum wohlfühlt. In dieser Umgebung prägt sich nicht nur sein Wissen, sondern auch sein soziales Verhalten und seine persönliche Identität.</p>
<p>Eine sorgfältige Überprüfung der Atmosphäre und des sozialen Klimas ist daher entscheidend, um sicherzustellen, dass Ihr Kind in einer unterstützenden, positiven Umgebung aufblüht. Die Präsenz von Schulpsychologen und ein starkes Betreuungskonzept sind wesentliche Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. Zudem sollten Sie sicher gehen, dass das Internat ihrem Kind Unterstützung bei Problemen wie <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/mobbing-wie-fuer-lisa-die-schule-zur-qual-wurde-und-was-sie-gerettet-hat/">Mobbing</a>, Heimweh oder Lernschwierigkeiten bietet. Denn die Fähigkeit einer Schule, individuelle Probleme zu erkennen und anzugehen, bestimmt oft darüber, ob sich Ihr Kind in der neuen Umgebung wohlfühlt und erfolgreich ist.</p>
<h3>6. Standort und Infrastruktur: mehr als nur Geografie</h3>
<p>Zu guter Letzt spielt bei der Entscheidung nach dem richtigen Internat auch die Nähe zum Elternhaus eine wichtige Rolle: Ein nahegelegenes Internat ermöglicht regelmäßige Besuche zu Heuse und erleichtert die Teilnahme an familiären Ereignissen. Ein Internat in weiterer Entfernung fördert hingegen die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit Ihres Kindes.</p>
<p>Manche Eltern ziehen sogar in Erwägung, ihr Kind auf ein Internat im Ausland zu schicken. Denn während ein Internat in Deutschland kulturelle Vertrautheit und leichten Zugang zu nationalen Bildungsstandards bietet, kann ein Auslandsinternat wertvolle internationale Erfahrungen und Sprachkenntnisse vermitteln. Das Leben im Internat wird sich auf alle Fälle in jedem Land anders entwickeln.</p>
<p>Überlegen Sie, was für die persönliche und akademische Entwicklung Ihres Kindes am besten ist, und wie Sie dessen Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit am besten damit in Einklang bringen können. Die Wahl sollte die Ziele, die Persönlichkeit und das Wohlbefinden Ihres Kindes reflektieren und unterstützen.</p>
<h3>Fazit: eine Entscheidung, die Weitblick erfordert</h3>
<p>Letztendlich ist die Wahl eines Internats eine Entscheidung, die Weitblick, Mut und Vertrauen erfordert. Denn sie ist ein Schritt, der Ihrem Kind die Türen zu einer Welt voller Möglichkeiten öffnen kann – ein Schritt, der aber dennoch wohlüberlegt sein sollte.</p>
<p><small><em>Foto: <a href="https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/gruppe-junger-studenten-die-sich-freuen-wieder-vereint-zu-sein_8919224.htm">Freepik</a> </em></small></p>
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		<title>Sitzenbleiben schadet Kindern – und ist teuer für uns alle</title>
		<link>https://www.magazin-schule.de/magazin/sitzenbleiben-schadet-kindern-und-ist-teuer-fuer-uns-alle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[magazinschule]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 10:30:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein Kind in zwei Fächern mangelhafte Noten hat, wird es eng: In allen deutschen Bundesländern können Schülerinnen und Schüler aufgrund schwacher Leistungen dazu verpflichtet werden, ein Schuljahr zu wiederholen. Sie müssen ihren Klassenverband verlassen und fortan mit den nachrückenden, ein Jahr Jüngeren lernen. Für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/sitzenbleiben-schadet-kindern-und-ist-teuer-fuer-uns-alle/">Sitzenbleiben schadet Kindern – und ist teuer für uns alle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.magazin-schule.de">Magazin SCHULE</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Kind in zwei Fächern mangelhafte Noten hat, wird es eng: In allen deutschen Bundesländern können Schülerinnen und Schüler aufgrund schwacher Leistungen dazu verpflichtet werden, ein Schuljahr zu wiederholen. Sie müssen ihren Klassenverband verlassen und fortan mit den nachrückenden, ein Jahr Jüngeren lernen. Für viele Kinder und Jugendliche ist das ihre ganze Schulzeit lang eine große Sorge. Und eine unnötige noch dazu: Denn Sitzenbleiben schadet in den meisten Fällen mehr, als es nützt – und es ist zudem teuer für uns als Gesellschaft. Das zeigt ein Blick auf den Stand der Wissenschaft.</p>
<h3>Sitzenbleiben soll Zeit geben – und die bisherige Klasse entlasten</h3>
<p>Die Befürworter von Klassenwiederholungen als pädagogische Maßnahme versprechen sich in der Regel davon, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler durch das Wiederholen der Unterrichtsinhalte ihren <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/die-21-gefaehrlichsten-lernluecken-deutsch-fremdsprachen/">Lernrückstand</a> aufholen. Auf diesem Weg sollen sie die Chance haben, im Lernstoff wieder Anschluss zu finden. In einigen Fällen erlaubt eine Klassenwiederholung auch, die Schulform zu sichern, also den Schulwechsel auf einen „niedrigeren“ Schulzweig (etwa vom <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/tschuess-gymnasium-hallo-glueck-3/">Gymnasium auf die Realschule</a>) zu vermeiden.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Unser Schulsystem ist auf homogene Lerngruppen ausgerichtet</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Doch das individuelle Aufholen von Lernrückständen ist nicht das einzige Ziel von Klassenwiederholungen. Darüber hinaus soll der Ausschluss leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler aus dem Klassenverband auch ein höheres Leistungsniveau in der ursprüngliche Klasse ermöglichen. Unser deutsches Schulsystem ist auf homogene Lerngruppen ausgerichtet. Verlassen die schwächsten Kinder die Klasse, werden die Leistungsunterschiede unter den verbliebenen geringer.</p>
<h3>Bei Klassenwiederholungen ist Deutschland in der EU-Spitze</h3>
<p>In Deutschland sind Klassenwiederholungen während der Grundschulzeit möglich, jedoch eher die Ausnahme. In der Sekundarstufe wird die Versetzung in die nächste Klasse durch das Leistungsniveau des Schülers oder der Schülerin bestimmt. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede in den Regelungen und der Versetzungspraxis zwischen den verschiedenen Bundesländern. In Berlin beispielsweise sind Klassenwiederholungen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Bayern dagegen hat die höchste <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2024/PD24_04_p002.html" target="_blank" rel="noopener">Wiederholerquote</a> in ganz Deutschland: Im Schuljahr 2022/2023 haben dort 4,1 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholt.</p>
<figure style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2024/02/Prof_Florian_Klapproth-Magazin_SCHULE-235x300.jpg" alt="Prof. Dr. Florian Klapproth – Magazin SCHULE" width="235" height="300" /><figcaption class="wp-caption-text"><strong>Florian Klapproth</strong> ist <a href="https://www.medicalschool-berlin.de/hochschule/unser-team/team-fakultaet-naturwissenschaften/professoren/prof-dr-habil-florian-klapproth/" target="_blank" rel="noopener">Professor für Pädagogische Psychologie</a> an der Medical School Berlin. Dort beschäftgt er sich unter anderem mit pädagogischen Urteilsprozessen wie z. B. Notengebung, Übergangsempfehlungen und Versetzungsentscheidungen sowie dem Einfluss von Stereotypen auf Entscheidungen von Lehrkräften. Zurzeit arbeitet er in einer europäischen Arbeitsgruppe zur Analyse von Klassenwiederholungen.</figcaption></figure>
<p>Nach aktuellen Daten aus der PISA-Studie 2022 haben in Deutschland knapp 20 Prozent aller 15-jährigen Schülerinnen und Schüler mindestens einmal eine Klasse wiederholt. Damit belegt Deutschland einen Spitzenplatz in Europa. Nur drei Länder  – Belgien, Niederlande und Spanien – weisen höhere Wiederholerraten auf.</p>
<h3>Sitzenbleiben ist nachweislich pädagogisch schädlich</h3>
<p>Die durchschnittliche Auswirkung einer Klassenwiederholung ist negativ, wie diverse Studien zeigen. Das Ausmaß des negativen Effekts lässt sich so formulieren: Im Vergleich mit ähnlich leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, die versetzt werden, erzielen die Wiederholenden ungefähr drei Monate weniger Fortschritt in ihren schulischen Leistungen über den Verlauf eines Schuljahres. Damit ist die Klassenwiederholung eine der wenigen pädagogischen Maßnahmen, die nachweislich schädlich ist – zumindest im Durchschnitt.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Wiederholer nehmen häufiger Drogen und verdienen später weniger</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Es liegen auch Hinweise darauf vor, dass sich Klassenwiederholungen negativ auf das Gesundheitsverhalten (z. B. Drogenkonsum) und die weitere Bildungskarriere der Schülerinnen und Schüler auswirken. So brechen Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn häufiger vorzeitig ab, erleben eher eine weitere Klassenwiederholung und erlangen weniger lukrative Berufe als ihre Mitschüler, die keine Klasse wiederholt haben.</p>
<p>Die durchschnittliche Gesamtauswirkung ist also negativ. Trotzdem legen einige Studien nahe, dass Schülerinnen und Schüler unter bestimmten Umständen von einer Klassenwiederholung profitieren können. Zum einen als kurzfristiger Effekt: Die <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/gerechte-noten-gibt-es-nicht/">Schulnoten</a> sind häufig in dem Jahr, das wiederholt wird, besser als im Jahr davor, so dass die Betroffenen unmittelbar nach der Wiederholung einen Leistungsgewinn verbuchen können. Allerdings hält dieser Vorsprung nicht lange an: Bereits ein weiteres Jahr später ist die positive Wirkung der Wiederholung verpufft.</p>
<p>Zum anderen kann Sitzenbleiben in Schulsystemen wirkungsvoll sein, in denen eher ein Gesamtschulansatz vorherrscht: Und zwar dann, wenn Wiederholungen mit konkreten Fördermaßnahmen verknüpft sind und nicht ausschließlich aus dem bloßen Wiederholen eines Schuljahres bestehen.</p>
<h3>Wiederholen verfestigt Bildungsungerechtigkeiten</h3>
<p>Liegen die Schulnoten in den Hauptfächern unterhalb der Bestehensgrenze (sind die Leistungen also „mangelhaft“), kann in Deutschland die Klassenkonferenz beschließen, dass eine Schülerin oder ein Schüler eine Klasse wiederholen muss. Es gilt also scheinbar das Leistungsprinzip. Doch tatsächlich bestimmt nicht nur Leistung darüber, ob jemand eine Klassenwiederholung antreten muss. Zahlreiche Studien belegen, dass auch leistungsfremde Faktoren die Entscheidung von Lehrkräften in Richtung Klassenwiederholung beeinflussen. Jungen zum Beispiel haben bei gleicher Leistung ein höheres Risiko für eine Klassenwiederholung als Mädchen, ebenso <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/bildungsfern-bildungs-anders/">Kinder mit Migrationshintergrund</a> und Schülerinnen und Schüler, deren Eltern ein geringes Einkommen haben. Damit trägt Klassenwiederholung auch zur Verfestigung von Bildungsungerechtigkeiten bei.</p>
<blockquote class="right text-left"><p>Auch freiwilliges Wiederholen hat langfristig keine Vorteile</p></blockquote>
<p class="medium-margin-right">In den meisten Bundesländern ist zudem das freiwillige Wiederholen auf Antrag der Eltern erlaubt. Ganz so freiwillig ist auch das freilich nicht, da auch der freiwilligen Wiederholung eher schlechte Schulleistungen zugrunde liegen und die Leistungsdefizite verringert werden sollen. Gründe für eine freiwillige Wiederholung können auch längere Fehlzeiten sein. Sie wird eher als die verordnete Wiederholung von den betroffenen Schülerinnen und Schülern als „zweite Chance“ aufgefasst. Dennoch zeigt auch das freiwillige Wiederholen nach aktueller Studienlage zumindest mittel- und langfristig keine Vorteile für die Schülerinnen und Schüler.</p>
<h3>Sitzenbleiber kosten uns eine Milliarde Euro – pro Jahr!</h3>
<p>Schülerinnen und Schüler, die eine Klasse wiederholen, werden in der Regel ein Jahr länger unterrichtet. Eine Untersuchung des Erziehungswissenschaftlers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat 2009 ergeben, dass die Bundesländer für Klassenwiederholungen etwa 1 Milliarde Euro ausgeben – pro Jahr. Damit ist das Sitzenbleiben eine sehr teure pädagogische Maßnahme. Zu diesen von der Gesellschaft zu tragenden Kosten kommen noch die individuellen Kosten in Form eines verspäteten Berufseintritts hinzu – und damit wiederum geringere Zahlungen an Steuern und in die Sozialkassen unseres Staates.</p>
<h3>Das Ziel muss sein, dass alle Kinder das Klassenziel erreichen</h3>
<p>Angesichts der negativen Auswirkungen von Klassenwiederholungen auf die Schülerinnen und Schüler kann man Schulen nicht empfehlen, auf Sitzenbleiben zu setzen. Unter besonderen Umständen kann es für einen Schüler oder eine Schülerin vorteilhaft sein, ein Jahr zu wiederholen, beispielsweise wenn er oder sie aufgrund von Krankheit oder anderen Gründen eine längere Zeit den Schulunterricht versäumt hat. Doch auch in diesem Fall ist es entscheidend, dass die Wiederholung durch zusätzliche Unterstützungs­maßnahmen flankiert wird.</p>
<blockquote class="left text-right"><p>Zusätzliche Lernzeit kann helfen – auch in den Schulferien</p></blockquote>
<p class="medium-margin-left">Grundsätzlich jedoch sollten Lehrkräfte und Schulen alternative Maßnahmen in Betracht ziehen, um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Das Ziel sollte nicht sein, die Schwächeren auszusortieren – sondern zu erreichen, dass alle Lernenden ihr Klassenziel erreichen. Eine wichtige Maßnahme dafür ist, den Leistungsschwachen zusätzliche Lernzeit anzubieten. Ein solches Lernangebot kann auch außerhalb des regulären Unterrichts erfolgen (zum Beispiel in den Schulferien). Außerdem können Methoden der Binnendifferenzierung (beispielsweise differenzierte Arbeitsaufträge, individuelle Lernzielgestaltung) dazu beitragen, dass jede Schülerin und jeder Schüler bestmöglich gefördert wird.</p>
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		<title>Party? Putzen!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 14:32:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Teenies träumen von dem Tag, an dem sie endlich volljährig werden. Dann glauben sie, endlich die große Freiheit genießen zu können. Die meisten wissen aber gar nicht, welche Rechte und Pflichten zum 18. Geburtstag genau auf sie zu kommen. Für viele ist die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Teenies träumen von dem Tag, an dem sie endlich volljährig werden. Dann glauben sie, endlich die große Freiheit genießen zu können. Die meisten wissen aber gar nicht, welche Rechte und Pflichten zum 18. Geburtstag genau auf sie zu kommen.</p>
<p>Für viele ist die Volljährigkeit damit verbunden, dass die Bestimmungen des Jugendschutzes für sie nicht mehr gelten. Sie können also bis zum Morgengrauen ausgehen, haben unbeschränkten Zugang zu Computer­spielen, Filmen, <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/feiern-bis-der-papa-kommt/">Alkohol</a> etc., dürfen sich die Entschuldigungen für schulisches Fernbleiben selbst ausstellen. Aber das ist nicht alles.</p>
<h4>Rechte und Pflichten zu 18. Geburtstag: Vorsicht mit Verträgen!</h4>
<p>Zunächst bedeutet die Volljährigkeit, nunmehr für sein Tun und Handeln voll und allein verantwortlich zu sein. Gemäß § 2 BGB tritt die Volljährigkeit mit Vollendung des 18. Lebensjahres um 0 Uhr ein (vgl. §§ 2, 187 Abs. 2 S.2 BGB) und bewirkt die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit (§§ 104 ff. BGB). Dies bedeutet, dass alle Verträge, die der Volljährige abschließt, nicht mehr zu ihrer Wirksamkeit von den Eltern genehmigt werden müssen. Es heißt aber auch, dass der Volljährige abgeschlossene Verträge erfüllen und dafür geradestehen muss.</p>
<p>Für viele bedeutet dies, erst einmal zu lernen, welche Verpflichtungen sie überhaupt eingehen können. In der Regel ist es recht mühsam, sich die Gepflogenheiten des Geschäfts- und Rechtsverkehrs anzueignen. Dabei müssen Volljährige sich auch im Klaren darüber sein, dass sie gemäß § 2 ZPO mit Eintritt in die Volljährigkeit prozessfähig sind. Das bedeutet, sie können verklagt werden, aber auch selber klagen.</p>
<h4>Wer wohnen will, muss putzen</h4>
<p>Gleichzeitig endet mit der Volljährigkeit das elterliche Sorgerecht gemäß § 1626 Abs. 1 BGB. Das heißt, nur wenn die Eltern zustimmen, darf der Volljährige in der häuslichen Gemeinschaft verbleiben. Hält er sich nicht an die aufgestellten Regeln, sind die Eltern berechtigt, ihn vor die Tür zu setzen.</p>
<p>Eltern können von ihrem voll­jährigen Kind aber auch eine Beteiligung an den häuslichen Kosten in Form von Geld- oder Sachleistungen verlangen. Für manch einen 18-Jährigen ist dies ein böses Erwachen, wenn er auf einmal mit dem wöchentlichen (gründlichen) Hausputz beauftragt wird, sofern er in der häuslichen Gemeinschaft mit den Eltern verbleiben möchte.</p>
<h4>Verträge können zu Fallen werden</h4>
<p>Mit der Volljährigkeit tritt auch die Ehemündigkeit gemäß § 1303 BGB ein. Dies kann wiederum in manchen Fällen bei den Eltern zu Überraschungen führen. Auch die Testierfähigkeit gilt nun gemäß § 2247 Abs. 4 in Verbindung mit § 2229 Abs. 1 BGB unbeschränkt. Vermögende Volljährige müssen sich daher gezielt Gedanken machen, wie sie ihren Nachlass ordnen und vermachen. Dafür ist <a href="http://www.zillich.eu/de/dr-clea-pfeffer">anwaltlicher Rat</a> unentbehrlich.</p>
<figure style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2021/01/Dr-Clea-Pfeffer_Rechte-und-Pflichten-zum-18_Magazin-SCHULE.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.magazin-schule.de/wp-content/uploads/2021/01/Dr-Clea-Pfeffer_Rechte-und-Pflichten-zum-18_Magazin-SCHULE-300x284.jpg" alt="Dr. Clea Pfeffer – Magazin SCHULE" width="300" height="284" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Dr. Clea Pfeffer ist Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht in der Münchner Kanzlei Zillich Rechtsanwälte: <a href="http://www.zillich.eu/de/dr-clea-pfeffer">www.zillich.eu/de/dr-clea-pfeffer</a></figcaption></figure>
<p>Häufig übersehen: Einige Eltern haben ihre Abkömmlinge – nicht zuletzt aus steuerrechtlichen Gründen – an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts beteiligt, die zum Beispiel Eigentümerin eines Familiengrundstücks ist. Eine solche Gesellschaft kann der oder die volljährig Gewordene jedoch gemäß § 723 Absatz 1 Nr. 2 BGB aus wichtigem Grund kündigen. Unliebsame Folge ist meist, dass die Gesellschaft das Vermögen verkaufen und den Volljährigen ihren Anteil ausbezahlen muss.</p>
<p>Auch im Arbeitsrecht ergeben sich Änderungen: Für Volljährige gelten die Einschränkungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes nicht mehr. Ab 18 darf bzw. muss man mehr als 40 Stunden arbeiten – dies auch nachts, im Schichtbetrieb und/oder am Wochenende.</p>
<p>Schön ist natürlich, dass man ab 18 Jahren alleine ein Kraftfahrzeug führen kann, vorausgesetzt, <a href="https://www.magazin-schule.de/magazin/fuehrerschein-nein-danke/">man hat einen Führerschein.</a> Zu beachten ist aber, dass die meisten Autovermieter ein Mindestalter von 21 Jahren für die Vermietung eines Fahrzeugs voraussetzen.</p>
<h4>In Bayern ist man schneller erwachsen – zumindest beim Strafrecht</h4>
<p>Es lohnt sich auch ein Blick auf das Strafrecht: Zwar gelten volljährige Täter bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres als „Heranwachsende“ gemäß § 1 Abs. 2 JGG, für die grundsätzlich die Jugendgerichte zuständig sind. ­Allerdings muss das Jugend­gericht nicht zwingend das mildere Jugendstrafrecht auf den Täter anwenden. Dies erfolgt nur dann, wenn der Heranwachsende von seinem Reifezustand her zur Tatzeit im Hinblick auf die konkrete Tat einem Jugendlichen gleichzustellen ist oder wenn er eine „jugendtypische“ Tat begangen hat. Als solche jugendtypischen Straftaten gelten beispielsweise das Schwarz­fahren (§ 265a StGB, Erschleichen von Leistungen) oder Sachbeschädigungen (§ 303 StGB), die aus Wut auf die Eltern erfolgten.</p>
<p>Bei der Beurteilung steht dem Gericht ein großer Ermessensspielraum zu. In der Regel unterliegen allerdings Heranwachsende, die die Hochschulreife erworben haben, dem Erwachsenenrecht. Außerdem wird die Frage der Anwendbarkeit des Erwachsenenstrafrechts auf He­ranwachsende in den einzelnen Bundesländern recht unterschiedlich ­gehandhabt. Bayerische Richter ­wenden zum Beispiel vermehrt das Erwachsenenstrafrecht an.</p>
<h4>Mamas Vase bleibt besser ganz</h4>
<p>Unabhängig von der strafrechtlichen Beurteilung des Reifegrades volljähriger Heranwachsender sind diese zivilrechtlich unbeschränkt verantwortlich für die von ihnen begangenen, unerlaubten Handlungen gemäß §§ 823, 828 BGB. Kickt der Sohn beispielsweise aus Wut auf die Mutter einen herumliegenden Fußball zielgenau auf deren wertvolle, geerbte Vase (jugendtypische Straftat, siehe oben), muss er der Mutter den daraus entstandenen Schaden ersetzen. Das heißt: Er muss die Vase bezahlen, auch wenn sie viele Tausend Euro wert war. Auch etwaig entstandene Schmerzensgeldansprüche gemäß § 253 BGB sind dann zu leisten.</p>
<p>Neben all diesen Pflichten erwerben Teenager mit Eintritt in die Volljährigkeit aber natürlich auch weitere Rechte, mit denen sie allerdings verantwortlich umgehen sollten. So erlangen die Volljährigen gemäß Artikel 38 Absatz 2 GG das aktive Wahlrecht. Sie sind also berechtigt, bei allen Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen ihr Stimmrecht auszuüben.</p>
<p>Das passive Wahlrecht erlangt man seit einiger Zeit ebenfalls bereits mit dem 18. Lebensjahr. Eine Ausnahme gilt für den hessischen Landtag: Dafür darf man erst mit Vollendung des 21. Lebensjahres kandidieren. Aber Achtung: Zum Bundespräsidenten, bayerischen Ministerpräsidenten und zum Bundesverfassungsrichter kann man erst mit Vollendung des 40. Lebensjahres gewählt werden. Dann ist man wohl so richtig erwachsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Rechte und Pflichten zum 18. Geburtstag – Magazin SCHULE – Fotos: wayhomestudio/freepik; privat</em></p>
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