Neue Schultasche: Augen auf beim Ranzenkauf! – Magazin SCHULE
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Neue Schultasche: Augen auf beim Ranzenkauf

Soll es ein cooler Rucksack sein, ein Einhorn-Ranzen oder doch ein Trolley? Der Markt bietet eine riesige Auswahl. So finden Sie die richtige Schultasche für Ihr Kind


So ein Ranzen ist ja nicht nur eine Tasche. Der Schulranzen ist Stauraum, Geheimnisträger­ und Visitenkarte zugleich. Es gibt ihn als Rucksack oder Retro­ledertasche, als Flamingo-Tornister oder Dino-Trolley. Spezielle Fächer verstauen nicht nur Schulbücher, Hefte und Spickzettel, sondern selbstverständlich auch Smartphones, Tablets oder gleich einen Fußball. Und wer Sorge hat, dass die Freundin oder der Kumpel zum Schulstart genau das gleiche Modell mitbringt? Kauft ein Modell, das sich mit Patches und Stickern auch noch individualisieren lässt.

Kurzum: Das Problem beim Ranzenkauf ist heute nicht mehr, ein halbwegs passendes Exemplar für sein Kind zu ergattern, sondern sich in der schieren Masse an Angeboten zurechtzufinden. Das ist eine Aufgabe, die Eltern und Kind am besten gemeinsam angehen: Die Eltern haben meist den besseren Blick für praktische Aspekte wie Gewicht, Ergonomie und Staufähigkeiten, während das Kind selbst am besten weiß, welchen Style es die nächsten Schuljahre lang auf dem Rücken tragen möchte.

Etwas Geduld sollte man mitbringen. Denn die Hersteller haben ihre Produktpalette in den vergangenen Jahren nicht nur erweitert, sondern auch erheblich weiterentwickelt. Wer längere Zeit keine Schultasche mehr in der Hand hatte, wird erstaunt sein, wie leicht die Ranzen heute sind und wie viele Möglichkeiten sie bieten, sie individuell auf den Körperbau des Kindes einzustellen. Auch deswegen lohnt sich für den Kauf der Weg ins Fachgeschäft: Welche Variante zum Körperbau eines Kindes passt und wie das Modell richtig einzustellen ist, wissen Experten einfach besser.

Der Ranzen: ein guter Start

Der klassische Schulranzen eignet sich vor allem für Grundschüler. Er besitzt eine kompakte Kastenform, die stabil auf dem Boden steht und nicht so leicht umkippt. Die Modelle sind deutlich robuster und langlebiger als Rucksäcke, der Inhalt ist geschützt und kann nicht so schnell beschädigt werden. Trotzdem sind hochwertige Ranzen heute nicht mehr schwer und bieten durch eine ergonomische Polsterung von Gurten und Rückenteil einen ebenso guten Sitz und Tragekomfort. Das Gewicht des Ranzens wird optimal verteilt, nichts drückt.

Der Deckel lässt sich weit öffnen. Das Innenleben ist sehr übersichtlich, sodass vor allem jüngere Schüler ihre Bücher und Hefte leichter finden können. Die meisten Hersteller rüsten ihre Modelle sehr gut mit reflektierenden Elementen aus.

Kosten: zwischen 110 und 150 Euro für einen Ranzen; bis zu 275 Euro für Sets, zu denen je passende Federmäppchen, Turnbeutel, Trinkflaschen gehören. Online findet man die meisten Modelle günstiger. Anprobieren ist dann allerdings nicht möglich. Auslaufmodelle gibt es schon ab 80 Euro.

Der Rucksack: lässig-funktional

Nach der Grundschule wünschen sich viele Schüler ein cooleres Modell – und das ist heute meist ein Schulrucksack. Je nach Größe und Gewicht des Kindes kann ein Wechsel zum Rucksack auch schon in der dritten Klasse sinnvoll sein, wenn der rosarote Ranzen seinen Reiz langsam verliert. Binnen weniger Jahre haben die leichten und oft sehr ergonomischen Rucksäcke einen großen Marktanteil erobert. Bei ihnen ist allerdings häufiger mit Eselsohren an den Heften zu rechnen.

Auf die klassische Tornisterform mit Kunststoffverstärkung wird verzichtet. Das Design ähnelt weitgehend einem normalen Rucksack. Die meisten Schulrucksäcke besitzen ein durchdachtes, dreiteiliges Innenleben: Zwei große Hauptfächer am Rückenteil werden von einem kleineren Fach an der Front ergänzt. Viele Produkte haben auch zusätzliche Einschübe – ob Organizer- oder gepolstertes Notebookfach.

Um dem Bedürfnis der jungen Schüler nach einem erwachseneren Style zu folgen, lassen sich viele Hersteller besonders sportliche Designs einfallen, mit Karabinerhaken für die Jacke oder Skateboard-Schnallen. Kosten: je nach Hersteller und Fassungsvermögen bereits ab 40 Euro, für coolere Marken schnell über 100 Euro.

Der Trolley: für schwere Lasten

Für Kinder, die immer wieder große Mengen an Büchern mitschleppen müssen, kann ein Trolley entlastend sein. Wichtige Kriterien: ein mehrfach verstellbarer Teleskopgriff, ein breiter Radstand, gummierte Leichtlaufräder und ein fester Boden mit integrierten Füßen. Praktisch: Mit dem Gleitschutz an der Unterseite der Radachse lassen sich auch Bordsteinkanten und Treppen überwinden.

Zwei Varianten werden angeboten: Ein Trolleyrucksack kann sowohl gezogen als auch auf dem Rücken getragen werden. Die gepolsterten Schultergurte sind manchmal unter einer Abdeckung verstaut. Die zweite ­Variante ist ein Trolley, der die Last eines bereits vorhandenen Schulranzens schultert. An Tagen mit viel Bücher­bedarf leistet er gute Dienste. Viele Hersteller bieten Universalmodelle an, die zu verschiedenen Ranzen passen.

Aber: Orthopäden sind skeptisch. Die vollgepackten Koffer müssen trotzdem in den Bus oder die Treppe hinaufgetragen werden. Auch Laub und Schnee verleiten zum Tragen. Kosten: zwischen 80 und 120 Euro für ein Trolley-Rucksack-Modell, um die 45 Euro für Universaltrolleys.

Neue Schultasche: Augen auf beim Ranzenkauf! Foto: pressfoto/freepik

 

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