Themen wie Krieg und Demokratie sind keine leichten Themen. Vor allem, wenn man sie mit Kindern bespricht. Wie erzählt man über den Holocaust, ohne sie zu überfordern? Wie erklärt man, was Freiheit bedeutet, ohne es abstrakt zu machen? Im Freiheitsmuseum in Groesbeek hat man damit jahrelange Erfahrung. Mit seiner interaktiven Ausstellung, pädagogischen Programmen und persönlichen Geschichten macht es den Zweiten Weltkrieg greifbar und verständlich – für Jung und Alt gleichermaßen.
Das Museum erzählt die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung im Zusammenhang mit den großen Ereignissen des 20. Jahrhunderts und der heutigen Welt. Denn die Frage, um die es geht, ist aktueller denn je: Was bedeutet Freiheit im Jahr 2025 – und wie kann man sie bewahren?
Bildung, die bewegt
Für Schulen bietet das Freiheitsmuseum speziell entwickelte Programme an, die auf alle Bildungsstufen zugeschnitten sind: von der Grundschule über die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II bis zur Hochschule. Dabei knüpfen die Programme nahtlos an Fächer wie Geschichte, Sozialwissenschaften und Politik an.




Die Schüler entdecken, wie es zum Krieg gekommen ist, wie verschiedene Menschen auf sehr unterschiedliche Weise betroffen waren – und dass es daher nie nur eine Geschichte gibt. So lernen sie, historische Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Sie lernen, kritisch über die Welt um sich herum nachzudenken und sich in andere hineinzuversetzen. Denn das ist die Stärke eines guten Geschichtsunterrichts: Er macht den Kindern ihre eigene Rolle in der Gesellschaft bewusst.
Freiheit auf spielerische Weise lernen
Neben Führungen bietet das Freiheitsmuseum auch interaktive Workshops oder ein historisches Spiel über Freiheit und schwierige Entscheidungen an. Außerdem gibt es ein Mitmachheft, mit dem Schüler der Sekundarstufe auf eigene Faust auf Entdeckungsreise gehen können. Alles zielt darauf ab, die Schüler dazu zu bringen, auf sinnvolle Weise über Freiheit, Verantwortung und Toleranz nachzudenken.
Neu: Emmas Geschichte – für junge Besucher
Ab Oktober wird das Museum sein Angebot für Kinder um eine neue Geschichte erweitern, die speziell für die jüngsten Besucher entwickelt wurde. Dabei folgen die Kinder dem Mädchen Emma, das sich auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte aus der Kriegszeit begibt. Gemeinsam mit Emma entdecken sie, wie die Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt und was Freiheit für sie persönlich bedeutet.
Diese neue Ergänzung macht es einfacher, junge Kinder in ein Gespräch über ein schwieriges Thema zu verwickeln. Nicht mit trockenen Fakten, sondern durch eine persönliche Geschichte, die berührt.