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Seite 3/3: Teilzeitnutzung

Teilzeitnutzung

Erst waren es die Mini-Spielekonsolen, jetzt kleben unsere Jungs am Smartphone. Wir haben festgestellt: Ohne Kontrolle geht es nicht

Es ist ja keine Neuigkeit, dass Kinder von Computern fasziniert sind. Wir haben drei Jungs im Abstand von je zwei Jahren und somit schon ein gefühltes Jahrzehnt Nintendo DS hinter uns. Die Mini-Spielekonsolen waren – und sind bei dem Jüngsten immer noch – eine ständige Ablenkung und beinahe täglicher Anlass für Streit. Aber sie hatten einen großen Vorteil: Man konnte sie dem Kind abnehmen, wenn die Daddel-Zeit überschritten war. Das ist jetzt mit den Handys schwieriger.

Am Handy hängt doch alles

Zumindest unser Großer mit seinen 13 Jahren wäre ja komplett von seinem Freundeskreis abgeschnitten, wenn er sein Smartphone nicht hätte. Die Kommunikation zwischen den jungen Leuten läuft wirklich nur noch über WhatsApp und Co. Aber bei ihm zeigt sich auch, dass die langjährigen Diskussionen über Zeiten für Spielekonsole, Hausaufgaben und echte Begegnungen mit Freunden nicht vergebens waren: Wenn er beispielsweise für eine Klassenarbeit lernen muss, kann er das Smartphone auch ganz gut eine Weile stumm schalten. Und die Hausaufgaben erledigt er ohnehin schon in der Ganztagsklasse, wo alle ihre Handys ausstellen müssen.

Schwieriger ist das bei dem Mittleren, der mittags nach der Schule oft ein, zwei Stunden allein zu Hause ist, bis ich von der Arbeit komme. Mit ihm haben wir gleich, als er sein erstes Smartphone bekam, eine klare Regel aufgestellt: Er legt das Handy morgens weg, wenn er aus dem Haus geht, und ich gebe es ihm nachmittags wieder, wenn ich nach Hause komme. Das gilt auch für den DS, den er ebenfalls noch immer gern zur Hand nimmt. So funktioniert das bisher sehr gut, und die Hausaufgaben sind meistens gemacht.

Sabine Jäger



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